Ausstellung zur NS-Herrschaft in Weiden

Weiden. Seit November gibt es im Stadtmuseum bereits die kostenlose Ausstellung zum Thema „NS-Gewaltherrschaft am Beispiel Weiden“ zu sehen. Nun hat sie auch Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch besucht – und war sehr beeindruckt.

Von Daniel Meinl

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Sebastian Schott und Petra Vorsatz erzählen Uli Grötsch von der Zeit der Nazi-Herrschaft in Weiden.

Bei der Ausstellung, die noch bis zum 29. Februar im Stadtmuseum zu sehen ist, geht es nicht nur um die Nazizeit, sondern insbesondere darüber, welchen Einfluss die Herrschaft der Nationalsozialisten auf die Stadt Weiden hatte. Dabei war es den Verantwortlichen Petra Vorsatz und Dr. Sebastian Schott wichtig, nicht nur Fakten zu liefern, sondern den Opfern auch ein Gesicht zu geben.

Und so findet man aktuell im Museum auf zwei Etagen viele bewegende Informationen, Bilder und Exponate aus den Jahren von 1933 bis 1945, immer verknüpft mit den Schicksalen der Menschen aus Weiden. Die Exponate umfassen beispielsweise Briefe, Fotos, Uniformen, Dokumente und Plakate. Eingegangen wird bei der Ausstellung unter anderem auf den wachsenden Einfluss der NSDAP, Kultur, die Rolle der Frau in der Zeit des dritten Reichs, der Ausgrenzung und Ermordung von Juden, Behinderten oder Sinti und Roma, bis hin zu Verbotener Liebe und den Auswirkungen des Krieges.

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Einige Exponate im Ausstellungsraum.

Nach seinem Rundgang zeigte sich Uli Grötsch beeindruckt:

Einen besonderen Dank Ihnen für die Konservierung und Aufarbeitung. Die Ausstellung ist wirklich außerordentlich gut gelungen.

Auch wir können einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Der gut dargestellte Bezug zur eigenen Region und das Einbringen persönlicher Schicksale macht dieses Geschichtskapitel noch bewegender.

Zu sehen ist die Ausstellung im Stadtarchiv und Stadtmuseum Weiden von Montag bis Freitag, 9 Uhr bis 12 Uhr, sowie 14 Uhr bis 16.30 Uhr. Der Eintritt ist kostenlos.

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