Bayerische Literatur zum Anfassen

Mitterteich. Kurt Rodehau las beim Arbeitskreis Literatur aus Werken bekannter bayerischer Schriftsteller.

Kurt Rodehau bei seinem Vortrag. Foto: Werner Männer
Kurt Rodehau bei seinem Vortrag. Foto: Werner Männer
Foto: Werner Männer
Foto: Werner Männer
Foto: Werner Männer,a
Foto: Werner Männer


Es war eine intime Runde, die sich beim jüngsten Arbeitskreis Literatur im Mehrgenerationenhaus zusammenfand, die Initiator Karl Haberkorn begrüßen konnte. Kurt Rodehau aus Marktredwitz hatte er dieses Mal eingeladen, der Auszüge aus Büchern von Otto Schemm, Helmut Zöpfl und Josef Fendl zum Besten gab.

Nicht nur einfach vorgelesen

Rodehau ist Schauspieler und Regisseur beim Amateurtheater Marktredwitz. Er verstand es ausgezeichnet, die Texte nicht nur vorzulesen, sondern sie auf eigene individuelle Art vorzutragen. Er begann mit einer Geschichte von Otto Schemm.

Der Arzberger Schriftsteller, der im vergangenen Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, ist in Mitterteich kein Unbekannter. Seine Beiträge sind voll aus dem Leben gegriffen, so auch die Geschichte vom Deas mit dem Märzen-Bock, die am Brückengeländer endete – „weil die Unterhose zu dünn war“.

Das Spiel mit der Literatur

Josef Fendl, der auch als „Philosoph des Bayerwaldes“ bezeichnet wird, ist in diesem Jahr mit 93 Jahren verstorben. Rodehau erinnerte an ihn mit der Geschichte von dem Schwammerl und der Pfarrköchin. Von Helmut Zöpfl interpretierte er einen Beitrag, wo es um einen Vortrag zum Thema „Sag Ja zum Nein“ ging. Es entwickelte sich ein interessanter Dialog in dem Beitrag, den Rodehau anschaulich wiedergab.

Bis die beiden Vortragenden nach einem ewigen Diskurs sich endlich einigen konnten, musste der Beitrag aus Zeitmangel beendet werden. Und am Schluss bedankte sich der Moderator für das „gute Gespräch“. Referent Rodehau brachte dies so lebensnah zu Gehör, dass man meinen könnte man sei dabei gewesen.

Starke Geschichten mit Musik präsentiert

Der Referent präsentierte noch weitere Deasgeschichten wie zum Beispiel die endlose Fahrt im Karussell – Reitschell im Dialekt. Der elfjährige Max Haberkorn aus Pleußen leistete mit seinen Akkordeonvorträgen einen wichtigen Beitrag zum Gelingen dieses literarischen Abends.

Es geht weiter

Zum nächsten Mal trifft sich der Arbeitskreis wieder am 9. September. Dann stellt Hans-Günther Lauth sein neues Buch vor. Der Eintritt zu diesen Abenden ist stets kostenlos.

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