Bayernwerk investiert Millionen in die Stromversorgung

Kirchenthumbach. Der Stromversorger ersetzt die bestehenden Freileitungen durch leistungsstärkere Erdkabel. Ende 2023 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Mit einer Spezialmaschine wird ein Graben gefräst, indem dann das starke Kabel mit einem Leerrohr verlegt wird. Bürgermeister Jürgen Kürzinger (Dritter von links) und Bauhofleiter Jörg Dollhopf (Zweiter von links) machen sich ein Bild von den Arbeiten oberhalb von Görglas. Foto: Petra Lettner

Neue, stärkere Mittelspannungsleitungen sollen die Stromversorgung in der Region Kirchenthumbach für die nächsten Jahrzehnte absichern. Vor einer Woche hat die Bayernwerk Netz GmbH mit den 20 Kilovolt-Verkabelungsarbeiten rund um den Marktflecken begonnen. Der Netzbetreiber hat die Baumaßnahme in enger Abstimmung mit der örtlichen Verwaltung geplant. Die Arbeiten sollen bis Ende 2023 abgeschlossen sein.

Erdkabel ersetzen Freileitungen

Die bestehenden Freileitungen werden zurückgebaut und durch leistungsfähigere Erdkabel ersetzt. Rund 22 Kilometer 20kV Mittelspannungsleitungen verbinden künftig als Erdkabel die Ortschaften Kirchenthumbach, Sommerau, Görglas, Höflas, Altzirkendorf, Neuzirkendorf, Kleinkrausmühle, Putzmühle und Thurndorf. Im Zuge der Arbeiten werden auch die Trafostationen in Sommerau, Görglas und Höflas erneuert.

Zusätzliches Leerrohr wird verlegt

Grundsätzlich versucht das Bayernwerk, Maßnahmen zu bündeln um unnötige Baustellen zu vermeiden. Deshalb verlegt man parallel zu den Mittelspannungssystemen ein Leerrohr für zukünftige Datentechnik zur Steuerung der intelligenten Ortsnetzstationen. Mit den Baumaßnahmen hat das Bayernwerk die Partnerfirma Fränkische Baugesellschaft beauftragt. Die Arbeiten am Bauabschnitt 1 sind bis zur Inbetriebnahme Ende Dezember geplant. Die alten Strommasten werden begleitend in Teilabschnitten nach Baufortschritt zurückgebaut.

Spezialgerät ist im Einsatz

Eine besondere Technik kommt zum Einsatz, wenn die Erdkabel unter der Goldbrunnbachstraße in Neuzirkendorf verlegt werden. Ein Spezialgerät bohrt und spült einen Tunnel, in dem anschließend Leerrohre verlegt werden. Die Spülbohrung führt die Firma Pfaffinger als Partner des Bayernwerkes durch. Mit diesem Spülbohrverfahren werden Eingriffe in die Natur gering gehalten und Straßensperrungen und damit Verkehrsbehinderungen vermieden.

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