Beeindruckender Sopran und virtuoses Orgelspiel beim „Punkt 12“-Konzert

Weiden. Die bereits achte musikalische Mittagsandacht veranstaltete der Förderkreis für Kirchenmusik St. Josef. Künstler waren Tamara-Raphaela Hirschmann (Sopran) und Florian Löw (Orgel).

Die musikalische Mittagsandacht gestalteten Tamara-Raphaela Hirschmann (Sopran) und Florian Löw (Orgel) in der St. Josefkirche um „Punkt 12“. Foto: Reinhard Kreuzer

Pünktlich zum Mittagsläuten erhellten die Strahler das Kirchenschiff in St. Josef. „Punkt 12“ begann die festliche Musik, dieses Mal für Sopran und Orgel und Werken aus Barock, Romantik und Moderne. Die Orgel spielte Florian Löw, Tamara-Raphaela Hirschmann ließ ihre beeindruckende Sopranstimme erklingen.

Lieder und Lesung

Eröffnet wurde das Konzert mit „Wie lieblich ist der Boten Schritt“ von Georg Friedrich Händel. Der Organist begleitete die Sopranistin bei allen Vorträgen. Zur Abwechslung spielte Löw solo eine Improvisation-Triptychon in drei Sätzen. Zwischen den Liedbeiträgen las Lektor Ferdinand
Meier
aus dem Buch Jesaja. Er erinnerte an das Jahr 400 vor Christus und richtete den Blick in die Zukunft: „Sie werden alle eure Brüder aus allen Nationen herbeibringen“.

Herrliche Akustik

Danach erklang das „Panis Angelicus“ von Cesar Franck durch das Kirchenschiff mit seiner herrlichen Akustik. Wenn heute vom „Panis angelicus“ die Rede ist, so ist fast immer die Franck’sche Fassung gemeint, die zum Standardrepertoire vieler Sopranistinnen gehört. Weitere Solostücke auf der Orgel spielte Löw. Danach las der Lektor auszugsweise aus dem Lukas-Evangelium „Schlafendes Jesuskind“, ehe Sängerin Tamara-Raphaela Hirschmann den Schlussvortrag mit dem „Rejoice“ von Händel sang: „Rejoice greatly“ aus dem Oratorium „Messiah“ im Vier-Viertel-Takt.

Tamara-Raphaela Hirschmann erhielt ihren ersten klassischen Gesangsunterricht am Augustinus Gymnasium Weiden bei Peter Pollinger. Nach dem Abitur 2006 studierte sie zunächst in Dresden und danach in Nürnberg Chorleitung und Gesangspädagogik; zudem besuchte sie regelmäßig Meisterkurse am Mozarteum Salzburg.

Sie ist derzeit als freischaffende Musikpädagogin für die Fächer Gesang und Klavier, als Sängerin sowieals Chorleiterin von ,,RegionatTOn“, dem Chor des Landestheaters Oberpfalz, tätig. Ferner hat sie 2020 eine Zusatzausbildung zur Theaterpädagogin am Institut für Jugendarbeit in Gauting erfolgreich abgeschlossen.

Florian Löw wurde in Musik, Klavier und Orgel am musischen Max-Reger-Gymnasium in Amberg ausgebildet. Er durchlief die Nachwuchsorganistenausbildung des Bistums Regensburg sowie den D- und C-Kurs in der Ausbildung für nebenberufliche Kirchenmusiker.

Privaten Orgelunterricht erhielt er bei Ludwig Schmitt und Norbert Grünbeck in Regensburg, später bei Michel Rychlinski in Köln. Aktuell ist Löw Leiter der katholischen Kirchenchöre von Plößberg und Neuhaus/WN. Als Organist ist er in verschiedenen Kirchengemeinden der Region und im benachbarten Tschechien aktiv.

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