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Benedikt Grimm hört auf - Nachfolgerin führt Kreisverband Junge Union

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Wurz. Der Kreisverband Neustadt/WN der Jungen Union stellt sich neu auf. Die Mitglieder sind sich einig, wer in die Fußstapfen von Vorsitzendem Benedikt Grimm treten soll.

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Seit 2015 war Benedikt Grimm Vorsitzender des Kreisverbandes Neustadt/WN der Jungen Union. Jetzt legt er sein Amt ab. Bilder: Walter Beyerlein. 

Marina Placzek, Junge Union Pressath, ist neue Vorsitzende des Kreisverbandes Neustadt/WN der Jungen Union. Der bisherige Kreisvorsitzende Benedikt Grimm, im Jahr 2015 in dieses Amt gewählt, hatte nicht mehr kandidiert. Als Stellvertreter wählte die Versammlung Florian Eckert (Junge Union Pressath), Christoph Müllhofer (Junge Union Pleystein) und Paula Herrmann (Junge Union Vohenstrauß).

52 stimmberechtigte Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes der JU in die O'Schnitt-Halle nach Wurz gekommen, dazu mit MdL a.D.Georg Stahl, JU-Landesvorsitzenden und MdEP Christian Doleschal, JU-Bezirksvorsitzender Stefanie Dippl, stellvertretender CSU-Kreisvorsitzenden Andrea Lang und JU-Kreisvorsitzenden Matthias Grundler (Tirschenreuth), eine Vielzahl von Ehrengästen und gleichzeitig auch Sprecher von Grußworten.

Echte Bewährungsprobe für die Partei

In seinem letzten Bericht befasste sich Benedikt Grimm mit deutlichen Worten mit den Maßnahmen als Folge der Coronapandemie. Er nannte die vergangenen Monate eine echte Bewährungsprobe was die Treue zur Partei anbelangt. „Die Ausgangssperre war eine Maßnahme, die mich wirklich hat zweifeln lassen, ob da alles noch mit rechten Dingen zugeht“. Er bezeichnete es auch als weiterhin unerklärlich, wie es möglich sein könne, unbescholtene Bürger zwischen 21 Uhr und 5 Uhr morgens „einzusperren“ und dies damit begründet zu haben, dass sich ein „Unverbesserlicher“ mit Freunden zu einer Party treffen könne.

Benedikt Grimms nachdenkliche Betrachtungen zu den Einschränkungen wurden immer wieder von stürmischem Beifall begleitet. Mit vergleichbarer Argumentation könne auch das Autofahren verboten werden, weil auch manche Schnellfahrer Leben und Gesundheit anderer gefährden. 

Bekenntnis aber Warnschuss

Doch unabhängig dieser klaren Aussage nannte Benedikt Grimm die Mutterpartei CSU bei der kommenden Bundestagswahl alternativlos in Bayern. Die CSU habe als große Volkspartei die besten Möglichkeiten mit einer ausgewogenen Politik die Zukunft zu gestalten. Nach diesem klaren Bekenntnis empfiehlt Benedikt Grimm die Erfahrungen aus der Coronapandemie als Warnschuss zu verstehen, der zum Nachdenken über die Verhältnismäßigkeit zwischen persönlicher Freiheit und dem Allgemeinwohl zwingt.

Für diskussionswürdig hält Benedikt Grimm auch die Rufe nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf Autobahnen und Landstraßen, stellt die Frage ob Urlaubsreisen mit dem Flugzeug noch vertretbar sind, ob Beschneiungsanlagen auf Skipisten der Natur gut tun und ob ein Verzicht aufs Silvesterfeuerwerk möglich wäre. Trotz aller möglichen Einschränkungen richtet Benedikt Grimm die Bitte an die anwesenden JU´ler und die zahlreichen Ehrengäste nicht zu vergessen, dass der Mensch einen gewissen Stellenwert hat, der nicht unter den Tisch fallen darf. 

Altersbedingter Umbruch eine große Hürde 

Auf die Kreispolitik bezogen nennt Benedikt Grimm die Kommunalwahl 2020 mit den 60 Kandidaten auf der Kreistagsliste ein absolutes „High-Light“. „Darauf bin ich auch ein bisschen stolz“, räumt Benedikt Grimm offen ein. Mit seinen fünf Vertretern im Kreistag spiele die Junge Union eine ernst zu nehmende Rolle. Zum Schluss seiner Ansprache empfiehlt Benedikt Grimm der Versammlung Marina Placzek als seiner Nachfolgerin zu vertrauen. 

Die beiden Kreisgeschäftsführer Maximilian Biehler und Erik Schiffmann sehen im Kreisverband der Jungen Union einen altersbedingten Umbruch als große Hürde. Noch ist der Neustädter Kreisverband der Mitgliederstärkste in Bayern, wenngleich auch der Mitgliederstand in den letzten Jahren rückläufig war. Es sei notwendig in Zusammenarbeit mit den Ortsverbänden Ideen zu entwickeln, um die nächste Generation als JUler gewinnen zu können.

Einstimmig für Nachfolgerin 

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger leitete die Neuwahlen der Vorstandschaft. Als neue Kreisvorsitzende Neustadt/WN wählte die Versammlung einstimmig die vorgeschlagene Marina Placzek. Als Stellvertreter wurden Florian Eckert (JU Pressath) mit 51 Stimmen, Christoph Müllhofer (JU Pleystein) 52 Stimmen und Paula Herrmann (JU Vohenstrauß) mit 51 Stimmen gewählt. Schatzmeister ist Manuel Gössl (JU Neustadt/WN), Schriftführer Michael Schiller (JU Theisseil) und Katharina Diertl (JU Eschenbach). Als Kreisgeschäftsführer wurden Maximilian Biehler und Andreas Herrmann bestellt. 

Die neue Kreisvorsitzende Marina Placzek (27) war bereits in der vergangenen Wahlperiode stellvertretende Kreisvorsitzende. Ihr Ziel ist es, den Schwung der Kommunalwahl 2020 weiter mitzunehmen. Der Kreisverband der JU müsse seine fünf Kreisräte unterstützen und könne dafür umgekehrt mit erleben, was aktive Mitarbeit im Kreistag bedeutet. Ziel müsse aber auch sein, die „einschlafenden“ Ortsverbände wieder aufzuwecken und die Auflösung von Ortsverbänden zu verhindern. 

Bundestagswahl - Richtungsentscheidung 

CSU-Kreisvorsitzender Stephan Oetzinger dankte in seinem Schlusswort dem bisherigen Kreisvorsitzenden Benedikt Grimm für die hervorragende Zusammenarbeit. Er wertete beim ersten großen Treffen nach der Kommunalwahl die seinerzeitige Aufstellung einer Liste der Jungen Union verbunden mit dem Einzug in den Kreistag als großen Erfolg, der mit der Wahl von zwei Bürgermeister aus dem Kreis der Jungen Union noch getoppt werde.

Die Bundestagswahl nannte Stephan Oetzinger eine Richtungsentscheidung für Deutschland und Bayern. „Nur mit der Stimme für die CSU geben wir Bayern eine starke Stimme in Berlin“, machte Oetzinger deutlich. Stimmen an die FDP und die Freien Wähler, auch als Zweitstimme, seien „verschenkte“ Stimmen. 

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