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Benedikt Grimm zieht sich aus Gemeinderat zurück

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Störnstein. Benedikt Grimm (32), einer der Nachwuchshoffnungen der CSU im Landkreis, legt sein Gemeinderatsmandat nieder. Nachrücker für den JU-Mann ist Peter Fleischmann, Leiter des St.-Michaels-Werks in Grafenwöhr.

Benedikt Grimm legt sein Amt als Gemeinderat ab - aus formellen Gründen, wie er selbst sagt. Foto: privat

Benedikt Grimm gibt einen formalen Grund an für die Beendigung seiner Tätigkeit als Gemeinderat: Er habe derzeit keinen Wohnsitz in der Gemeinde, somit könne er nicht mehr als Gemeinderat tätig sein. Bürgermeister Markus Ludwig bestätigt die „Änderung melderechtlicher Grundlagen“.

Hausbau in Reiserdorf verzögert sich um viele Monate

Grimm hatte 2020, obwohl auch damals noch wohnhaft in Neustadt/WN, für den Störnsteiner Gemeinderat kandidiert; möglich war das durch einen gemeldeten Nebenwohnsitz. Und Grimm wollte, damals wie heute, Störnsteiner werden. Seit Ende 2019 baut er im Ortsteil Reiserdorf. Die Fertigstellung sei jedoch „insbesondere wegen der Corona-Lage um viele Monate in Verzug geraten“, sagt er auf Nachfrage von OberpfalzEcho.

Aufgrund der Grenzschließungen, der Einschränkungen des Pendlerverkehrs, der Quarantäne-Anordnungen für Mitarbeiter in Produktions- und Montagebetrieben sowie Materiallieferschwierigkeiten hätten sich die Bauarbeiten immer wieder verzögert.

Erster Nachrücker: Schulleiter Peter Fleischmann

Erster Nachrücker für Grimm auf der CSU-Liste ist Peter Fleischmann, der stellvertretende Vorsitzende des CSU-Ortsverbandes, von Beruf Schulleiter am St.-Michaels-Werk in Grafenwöhr. Ob Fleischmann das Mandat antritt, ist noch offen; der Schulleiter war bis Redaktionsschluss nicht zu erreichen. Der Nächste auf der Liste ist Maximilian Kraus. In der Person Grimms verliert die CSU-Fraktion ihren Sprecher. Stimmenmäßig folgen ihm Andreas Müller und Beate Gmeiner.

Grimm einer der Stimmenkönige der Wahl 2020

Der selbstständige Versicherungsmakler Grimm, der kurzzeitig als Gegenkandidat für Bürgermeister Markus Ludwig (SPD) gehandelt worden war, hatte sich bei der Kommunalwahl im Corona-Jahr 608 Stimmen erkämpft, mehr als langdiente SPD-Gemeinderäte, übertroffen außer Ludwig selbst (913) nur von den drei Stimmenkönigen der Freien Wähler, Eka Reber (871), Hubert Meiler (699) und Johann Confal (650). 

Der Neubürger in spe hatte mit seinem Engagement die Zahl der CSU-Gemeinderäte verdoppelt und weitere Nachwuchspolitiker wie Andreas Müller und Beate Gmeiner mitgezogen.

Niederlegung des Mandates "kein endgültiger Schritt"

Grimm sagt, die Niederlegung des Mandates sei für ihn „kein endgültiger Schritt“. Er werde sich weiterhin für Störnsteiner Belange einsetzen, sei es als Kreisrat oder CSU-Ortsvorsitzender. In den Kreistag war Grimm 2020 über die JU-Liste als einer von fünf JU-Vertretern eingezogen. Ohne Wohnsitz in Störnstein bleibe ihm aber vorerst keine andere Wahl, als das Gemeinderatsmandat niederzulegen, sagt Grimm

"Ich fühle mich der Gemeinde und der CSU Störnstein verbunden"

Auf die Frage, ob er denn bei der nächsten Gemeinderatswahl wieder antreten werde, antwortet er: „Die nächste Gemeinderatswahl findet in fünf Jahren statt – in einem solchen Zeitraum kann sich viel bewegen, in alle Richtungen. Bei solchen Zeiträumen würde ich mich generell nicht – weder privat, noch beruflich noch politisch noch in sonst einer Hinsicht - definitiv festlegen wollen. Natürlich habe ich aber auch nicht aus Langeweile heraus viel Geld in mein Haus in Reiserdorf investiert, sondern schon mit dem grundsätzlichen Gedanken, hier auch längerfristig oder dauerhaft wohnen zu wollen. Und dann liegt es wohl schon in meiner Natur, dass ich die Dinge um mich herum auch mitgestalten möchte. Wenn ich sage, dass das für mich kein endgültiger Schritt ist, dann will ich damit vor allem zum Ausdruck bringen, dass dieser Schritt keinen Bruch bedeutet. Ich fühle mich der Gemeinde und der CSU Störnstein verbunden.“

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