Bezirksliga Nord: Schützenfest in Weiden

Weiden. Der SV Etzenricht feierte am Freitag einen ungefährdeten Kantersieg gegen stark defensiv eingestellte Gastgeber des FC Weiden Ost.

Noah Scheler zeigte sich äußerst zweikampfstark. Foto: Rudi Walberer
Noah Scheler zeigte sich äußerst zweikampfstark. Foto: Rudi Walberer
Ein harter Luftkampf. Foto: Rudi Walberer
Ein harter Luftkampf. Foto: Rudi Walberer
SVE-Kapitän Koppmann im Kopfballduell. Foto: Rudi Walberer
SVE-Kapitän Koppmann im Kopfballduell. Foto: Rudi Walberer
Noah Scheler war oft nur durch Foul zu bremsen. Foto: Rudi Walberer
Noah Scheler war oft nur durch Foul zu bremsen. Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer
Foto: Rudi Walberer

Das Derby im Weidener Osten entwickelte sich von einem reinen Geduldspiel mit zunehmender Dauer in einen auch in dieser Größenordnung verdienten Kantersieg für die Gäste aus Etzenricht. Die Ostler standen von Anfang an tief, lauerten ausschließlich auf Konter mit langen Vorlagen für den Einmann-Sturm Dominik Forster. Etzenricht dominierte dabei mit Ballbesitz und Ballsicherheit und erreichte eine ganze Serie von Eckbällen, war aber zunächst beim Abschluss nicht optimal unterwegs.

Bollwerk geknackt

Die Mauertaktik ging auch gut eine halbe Stunde auf, zunehmend verschob der SVE die Partie immer mehr in den Weidner Strafraum und Martin Pasieka erzielt zentral in der Sturmmitte nach gekonnter Drehung per Heber das überfällige 0:1, ein Sololauf von Kapitän Andy Koppmann (43.) wurde elfmeterreif ausgebremst.

Die vermeintliche Schlüsselszene – das spielerische und auch körperliche Übergewicht der Gastmannschaft war zuvor schon deutlich – ereignete sich kurz vor dem Wechsel: Noah Forster, bis dahin Dreh- und Angelpunkt des FC, foulte Etzenrichts Spielertrainer Andy Wendl nach dessen fairen Klären an der Außenlinie auf Höhe der Mittellinie rustikal und kassierte Rot.

Wendl spielte zwar weiter, musste aber im Laufe der zweiten Halbzeit (65.) angeschlagen passen. Die Emotionen kochten auf der Weidener Bank und bei den Etzenrichter Fans und einigen Spielern hoch. Und es kam noch eine Stufe schlimmer für Weiden, der nächste
Angriff wurde mit einem Kunstschuss von Lukas Neumeier aus der zweiten Reihe abgeschlossen, der Ball senkte sich unhaltbar für Keeper Schlesinger in den Winkel.

Auch Wechsel können Lücke nicht mehr schließen

FC-Trainer Florian Schrepel reagierte kurz nach dem Wiederanpfiff (55.) mit einem Dreierwechsel, mischte ab sofort selbst mit. Etzenricht hatte dank der Lücke, die Forster hinterließ, aber noch mehr Raum und nützte diesen auch. Fabian Kurz vollendete zwei von vier dicken Chancen zu den Treffern drei und vier, erhöhte sein eigenes Konto in der frischen Saison auf sieben Treffer. Das 5:0 ging auf das Konto von Johannes Pötzl, der von Martin Pasieka
ideal bedient worden war.

Der Endstand war dann Sache für den nach seiner Verletzungspause erstmals wieder eingewechselten Lukas Riebel. Max Herrmann rückte für den Trainer nach. Am Montag hatten die Svler frei, nächster Gegner ist Titelaspirant aus Grafenwöhr.

Tore

0:1 (36. Minute) Martin Pasieka, 0:2 (45+3) Lukas Neumeier, 0:3 und 0:4 (60/68.) Fabian Kunz, 0:5 (73.) Johannes Pötzl, 0:6 (88.) Lukas Riebel.

SR: Marco Gruber – Zuschauer: 150, Rote Karte: Noah Forster (FC Ost, 44. Minute)

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