Bezirksliga: Rückt die SV TuS/DJK Grafenwöhr dem Spitzenreiter Pfreimd noch auf die Pelle?

Weiden. Nach der überraschenden Niederlage von Spitzenreiter Pfreimd in Raigering wird es nochmal spannend im Titelkampf in der Bezirksliga Nord. Doch auch im Abstiegskampf gibt es richtungsweisende Partien.

Die SV TuS/DJK Grafenwöhr (dunkle Trikots) muss in Schwarzhofen gewinnen, um seine Titelchance zu wahren. Foto: Jürgen Masching

Samstag, 7. Mai, 17 Uhr

FC Wernberg – TSV Detag Wernberg

Bereits am Samstag steht das Wernberger Derby auf der Agenda. Der TSV Detag (8./38 Punkte), nach der Winterpause noch sieben Punkte hinter dem FC, hat inzwischen die Grün-Weißen (9./37) sogar überholt. Hatte man vor einer Woche noch gedacht, das beide Teams gesichert sind, so hat sich dies geändert. Beide Teams brauchen wohl noch einen Dreier, um sich endgültig zu retten. Diese Konstellation verleiht dem immer heißen Derby zusätzliche Brisanz.

Detag-Trainer Sepp Holler fordert von seiner Mannschaft eine andere Mentalität als zuletzt, außerdem müssten die Fehler in der Defensive ebenso reduziert werden wie die
Chancenverwertung verbessert. „Wir müssen mit kühlem Kopf, aber heiße Herz agieren, dann werden wir gewinnen“, ist Holler zuversichtlich. Allerdings fehlen ihm aufgrund von Verletzungen und Rotsperren mehrere erfahrene Spieler.

Sonntag, 8. Mai, 15 Uhr

SpVgg Vohenstrauß – DJK Ensdorf

Die SpVgg hat die große Möglichkeit, endlich vom Relegationsplatz 13 wegzukommen. Gegen die bereits abgestiegenen Gäste sind drei Zähler fest eingeplant. An den beiden letzten Spieltagen warten schwere Gegner auf die SpVgg und so sind die Punkte gegen den Abstieg äußerst wichtig. Das Hinspiel gewann Vohenstrauß mit 4:2.

SpVgg SV Weiden II – SV Hahnbach

Sollte einer der beiden Spitzenteams stolpern, liegt Hahnbach auf der Lauer. Mit nur vier Punkten Rückstand auf Relegationsplatz 2 hat man immer noch gute Chancen. Doch dazu müssen drei Punkte eingefahren werden. Die Gastgeber sind gesichert und können frei aufspielen. Ein 2:2 wie im Hinspiel würde den Gästen nicht weiterhelfen.

SpVgg Pfreimd – SV Etzenricht

2:3 verlor Spitzenreiter Pfreimd am Mittwoch überraschend in Raigering und machte das Rennen um den Titel selbst noch einmal spannend. Nun kommt mit dem SVE ein Gegner, der theoretisch noch den Relegationsplatz 2 schaffen kann. Deswegen wird nicht leicht, die drei Punkte in Pfreimd zu belassen. Ein Niederlage (1:2) wie im Hinspiel dürfen sich die Lobinger-Schützlinge natürlich nicht leisten.

SV Kulmain – SV Raigering

Der langjährige Bezirksligist ist bereits abgestiegen und wird im nächsten Jahr in der Kreisliga antreten. Die Gäste haben mit ihrem Sieg gegen Spitzenreiter Pfreimd einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Mit einem weiteren Dreier wäre dieser wohl endgültig sicher. Das Hinspiel gewann Raigering 4:0.

SV Schwarzhofen – SV TuS/DJK Grafenwöhr

Nach dem Pokaltriumph gegen Etzenricht geht es in den Saisonendspurt. Wegen des
Pokalendspiels wurde das Spiel gegen den FC Schlicht auf den 11. Mai verlegt, weshalb die SV ein Spiel in der Hinterhand hat. Es wird kein leichtes Unterfangen in Schwarzhofen, denn der Gastgeber benötigt jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt. Derzeit hat man mit 33 Punkten nur einen Zähler mehr als Abstiegsrelegant SpVgg Vohenstrauß. Zuletzt man sich gene diesem Gegner mit 2:4 geschlagen geben.

Grafenwöhr belegt mit 57 Punkten Relegationsplatz 2 und will zumindest diesen verteidigen. Bis dahin wird es aber noch etwas Arbeit, denn die Mannschaft von Trainer Martin Kratzer muss außer gegen Schwarzhofen und Schlicht auch noch gegen Vohenstrauß und Ensdorf antreten. In diesen Partien ist die SV aber jeweils haushoher Favorit. Gewänne man das Spiel gegen Schlicht und auch morgen, läge man nur noch einen Zähler hinter Spitzenreiter Pfreimd. „Da muss aber schon alles passen“, sagt Kratzer.

„Im Hinspiel wurde klar, dass Schwarzhofen eine gute Mannschaft hat, die auf dem aktuellen Tabellenplatz eigentlich überhaupt nichts zu suchen hat. Es wird definitiv eine schwere Aufgabe für uns“, weiß Kratzer. Natürlich reise man mit nach dem Pokalsieg mit Rückenwind nach Schwarzhofen. „Die Stimmung ist hervorragend und mit dem nötigen Quäntchen Glück holen wir auch den Auswärtsdreier.“

FC OVI-Teunz – SC Luhe-Wildenau

Beim bereits abgestiegenen Aufsteiger sollte der SC nichts anbrennen lassen. Im Hinspiel gewann aber der FC dank eines Treffers von Daniel Augustin 1:0. Das weiß Trainer Roland Rittner noch ganz genau und fordert ein anderes Auftreten als im Hinspiel. „Zuletzt in Ensdorf haben wir gezeigt, dass wir auch gegen die hinteren Gegner mit einer konzentrierten Leistung nichts anbrennen lassen.“ Ovi-Teunz möchte sich dagegen würdig aus der Bezirksliga verabschieden.

1. FC Schlicht – SpVgg Schirmitz

Rein rechnerisch können die Gastgeber noch auf den Relegationszug springen. Dazu müssten aber die restlichen vier Spiele gewonnen werden. Der Aufsteiger kann dennoch auf eine tolle Saison blicken. Die Gäste dagegen brauchen jeden Zähler, um nicht noch unter den Strich zu rutschen. Mit einer Punkteteilung wie im Hinspiel (1:1) wären sie bestimmt zufrieden.

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