„Bio-Brotbox-Aktion“

Waldthurn/Eslarn. Um das Bewusstsein für ein gesundes und nachhaltiges Frühstück zu stärken, verteilten die Projektmanagerinnen Kerstin Manner und Cornelia Werner der Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald zusammen mit den örtlichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern die „Bio-Brotboxen“ an die Kinder der ersten Klasse des Schuljahres 2022/23.

Bio-Brotbox-Aktion an der Grundschule Waldthurn mit Cornelia Werner und 3. Bürgermeister Hans Peter Reil. Bild: Öko Modellregion
Bio-Brotbox-Aktion an der Grundschule Waldthurn mit Cornelia Werner und 3. Bürgermeister Hans Peter Reil. Bild: Öko Modellregion
Bio-Brotbox-Aktion in der 1. Klasse der Grundschule Eslarn mit Cornelia Werner (rechts) und Lehrerin Ramona Mensch. Bild Öko Modellregion
Bio-Brotbox-Aktion in der 1. Klasse der Grundschule Eslarn mit Cornelia Werner (rechts) und Lehrerin Ramona Mensch. Bild Öko Modellregion
Bild: Öko Modellregion
Bild: Öko Modellregion

Auch zur Waldthurner Wolfgang-Caspar-Printz Grundschule war Cornelia Werner zusammen mit 3. Bürgermeister Hans-Peter Reil gekommen, um die Aktion zu starten.

Gesunde Leckereien in Edelstahlbox

Gefüllt wurden die robusten Edelstahlboxen mit einem Bio-Dinkelbrot vom Bäcker Lindner aus Waidhaus belegt mit Bio-Käse der Hofkäserei Lang aus Oed. Zum belegten Brot erhielten die Kinder noch Radieschen, Karotten und einen Apfel – alles in Bio-Qualität von der Gemüsegärtnerei Steinhilber von der Uchamühle bei Moosbach.

Den Schülern wurde die Bedeutung einer gesunden Brotzeit verdeutlicht, um sich gut konzentrieren und lernen zu können. Denn bereits im Kindesalter werden die Grundsteine für eine spätere gute Gesundheit und Ernährung im Erwachsenenalter gelegt. Gerade Obst und Gemüse liefern viele Vitamine und sind wichtige Nährstofflieferanten für die Schüler. Die diesjährige Aktion wurde zu einem Teil vom Öko-Verfügungsrahmen der Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald gefördert.

Hintergrund

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit krankhaftem Übergewicht steigt seit Jahren deutlich – besonders während der Corona-Pandemie. Zwischen 2011 und 2021 wuchs die Zahl der von Adipositas betroffenen sechs- bis 18-Jährigen um 33,5 Prozent. Der Lockdown hat durch Homeschooling mit stundenlangem Sitzen vor dem PC, fehlenden Sportunterricht, kaum Treffen mit Freunden und geschlossene Sportstätten das Leben vieler Kinder und Jugendlicher lange Zeit aus dem Lot gebracht und die Inaktivität gefördert (KKH Kaufmännische Krankenkasse in Hannover).

Ist Übergewicht schon in jungen Jahren extrem, drohen gesundheitliche Folgen wie Bluthochdruck, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen oder auch Gelenkverschleiß und eine geringere Lebenserwartung. Im Kindesalter werden die Grundsteine für eine gute Gesundheit im Erwachsenenalter gelegt. Die Folgen von Adipositas können bei Kindern und Jugendlichen aber auch die psychische Balance ins Wanken bringen: Diskriminierung und Mobbing aufgrund des Körpergewichts schwächt nicht nur das Selbstwertgefühl und mindert die Lebensqualität, sondern kann zu psychischen Erkrankungen wie Ängsten oder einer Depression führen.

Ziele des bundesweiten Bio-Brotbox-Netzwerks

In zahlreichen Städten und Regionen Deutschlands setzen sich lokale Bio-Brotbox-Initiativen als Netzwerk für gesunde Kinderernährung ein.
Die Ziele des bundesweiten Bio-Brotbox-Netzwerks sind:

  • Jedes Kind soll täglich ein Frühstück und Pausenbrot bekommen.
  • Das Frühstück sowie das Pausenbrot sollen gesund sein.
  • Kindern sollen die Wertigkeit und der Ursprung von Lebensmitteln nahegebracht werden, sie sollen den Wert einer gesunden Ernährung schätzen lernen.

Angelehnt an das Bio-Brotbox-Netzwerk unterstützt auch die Öko-Modellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald dieses Anliegen. Bei den Bio-Brotbox-Aktionen wird Erstklässlern zur Einschulung eine wieder verwendbare Frühstücksdose mit Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft überreicht.

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