Bio-regionale Lebensmittel auf dem Vormarsch

Tännesberg. Bio-regionale Lebensmittel stärken und einen Dialog zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Konsumenten schaffen: Das hat sich die Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald zum Ziel gemacht. 

Cornelia Strigl, Projektmanagerin der Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald.
Cornelia Strigl, Projektmanagerin der Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald.

„Mit der Ökomodellregion wollen wir den ökologischen Landbau ausbauen, regionale Wertschöpfungsketten etablieren und das Bewusstsein für bio-regionale Lebensmittel in der Bevölkerung stärken“, erklärt Cornelia Strigl, sie ist die Projektmanagerin der Ökomodellregion Naturparkland Oberpfälzer Wald. Aufgewachsen ist sie auf einem Landwirtschaftsbetrieb in Reisach im Landkreis Schwandorf. Nach ihrem Ernährungs- und Versorgungsmanagement-Studium in Triesdorf hat sie Arbeitserfahrung im Qualitätsmanagement einer Molkerei gesammelt und dabei verschiedene Stufen der Wertschöpfungsketten kennen gelernt.

Zur Ökomodellregion „Naturparkland Oberpfälzer Wald“ im östlichen Landkreis, die seit Januar 2020 besteht, gehören zehn Gemeinden – Tännesberg, Leuchtenberg, Vohenstrauß, Eslarn, Moosbach, Pleystein, Georgenberg, Waidhaus, Waldthurn, Floß.

Regionale und saisonale Lebensmittel schätzen lernen

Welche Projekte sollen konkret realisiert werden? Prägender Bestandteil der Ökomodellregion sind unter anderem Streuobstwiesen, denn biologische Bewirtschaftung sichere und erhalte artenreiche Lebensräume, wie Strigl erklärt. Im Bezug auf Bio-Getreide sollen lokale Lieferketten ausgebaut werden. Die Ökomodellregion will außerdem eine Plattform für die Vermarktung von bio-regionalen Lebensmitteln gründen. Regionale Bio-Lebensmittel sollen auch in der Gastronomie und der Gemeinschaftsverpflegung etabliert werden, Ziel ist auch Betriebe dabei zu unterstützen auf ökologischen Landbau umzustellen. Denkbar sind außerdem gemeinsame Projekte mit Schulen.

„Wir wollen die Wertschätzung für biologische, regionale und saisonale Lebensmittel stärken“, sagt Strigl, zum Beispiel durch Bio-Kochworkshops und Info-Veranstaltungen. Für mehr Ideen und Projektvorschlägen sei sie offen.

Ökomodellregionen werden über einen Zeitraum von zwei Jahren zu 75 Prozent vom bayerischen Landwirtschaftsministerium gefördert, diese Förderung kann auf weitere drei Jahre verlängert werden.

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