Bittere Niederlage der SpVgg SV Weiden gegen Neukirchen Hl. Blut

Weiden. Geht dem Spitzenreiter der Landesliga Mitte im Endspurt sie Luft aus? Am Freitagabend setzte es gegen den SV Neukirchen Hl. Blut die zweite Heimniederlage in einer Woche.

Hier forderten die Einheimischen einen Foulelfmeter, als Benjamin Werner zu Boden ging (links, blaues Trikot), doch die Pfeife des 
Schiedsrichters blieb stumm. Foto: Dagmar Nachtigall
Hier forderten die Einheimischen einen Foulelfmeter, als Benjamin Werner zu Boden ging (links, blaues Trikot), doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Foto: Dagmar Nachtigall
Was die Weidener auch versuchten, das Tor der Gäste war wie vernagelt. Hier versucht es Sven Kopp (rechts), beobachtet von Nico Argauer. Foto: Dagmar Nachtigall
Was die Weidener auch versuchten, das Tor der Gäste war wie vernagelt. Hier versucht es Sven Kopp (rechts), beobachtet von Nico Argauer. Foto: Dagmar Nachtigall
Das entscheidende Tor zum 0:1. SpVgg-Keeper Michael Heisig musste hinter sich greifen. Foto: Dagmar Nachtigall
Das entscheidende Tor zum 0:1. SpVgg-Keeper Michael Heisig musste hinter sich greifen. Foto: Dagmar Nachtigall
Auch Torjäger Josef biss sich an der Gästeabwehr die Zähne aus. Foto: Dagmar Nachtigall
Auch Torjäger Josef biss sich an der Gästeabwehr die Zähne aus. Foto: Dagmar Nachtigall
Nico Argauer könnte heute wieder in den Kader der SpVgg SV zurückkehren. Foto: Dagmar Nachtigall
Nico Argauer könnte heute wieder in den Kader der SpVgg SV zurückkehren. Foto: Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
Dagmar Nachtigall
Foto: Dagmar Nachtigall
Foto: Dagmar Nachtigall

Ein Glückstreffer des SV Neukirchen Hl. Blut in der 6. Minute besiegelte die zweite Heimniederlage des Tabellenführers innerhalb weniger Tage. Stefan Pongratz zog aus 20 Metern einfach ab und traf in die rechte untere Ecke zum 0:1-Siegtreffer. Keeper Michael Heisig war von der Granate völlig überrascht. Weiden warf bis zum Ende alles nach vorne, aber der Ball wollte einfach nicht ins Tor.

Andreas Scheler hadert

„Meine Mannschaft war überragend und nutzte die erste Chance zum Siegtreffer. Weiden hatte natürlich mehr Spielanteile, aber wir haben einfach besser verteidigt“, freute sich Gästetrainer Konrad Früchtl nach dem Schlusspfiff. Sein Kollege Andreas Scheler haderte hingegen mit dem Schicksal und der Chancenverwertung seiner Truppe: „Wir hatten Riesendinger, doch der Ball wollte einfach nicht rein. Meinen Jungs kann ich keinen Vorwurf machen, sie haben die gesamte Spielzeit einfach alles getan.“

Überragender Ladislav Caba

Weiden agierte von Beginn an mit vier Sturmspitzen und übernahm ab der ersten Minute die Regie. Nico Argauer setzte gleich zu Beginn eine Duftmarke im gegnerischen Strafraum, scheiterte aber schon in der zweiten Minute. Anders die Gäste: Stefan Pongratz kam aus 20 Metern völlig frei zum Schuss und setzte seinen fulminanten Schuss flach ins lange Eck und es stand 0:1 (6.). Das Tor feuerte den Tabellenführer noch mehr an und immer wieder tauchten die Weidener Angreifer Josef Rodler, Nico Argauer, Erol Özbay und Benjamin Werner gefährlich vor dem hervorragenden Gästekeeper Ladislav Caba auf, aber der Ball wollte nicht ins Netz.

Gute Gästekonter

Auch nach dem Wechsel erlebten die 339 Zuschauer ein ähnliches Bild: Weiden im Vorwärtsgang und die erste Chance von Rodler (49.) ging knapp vorbei. Ebenso scheiterte Moritz Zeitler zehn Minuten später am Neukirchener Schlussmann. Angesichts des Weidener Sturmdrangs kamen aber auch die Gäste zu Möglichkeiten. „Wir hatten sehr gute Konterchancen, haben diese aber im Ansatz durch schlechtes Passspiel zu schnell vergeigt. Aber kämpferisch haben wir am Ende verdient drei Punkte geholt“, betonte Trainer Früchtl.

„Unverdienter Verlierer“

Weiden warf in der Nachspielzeit alles nach vorne, sogar Keeper Heisig war in der gegnerischen Hälfte zu finden. „Wir haben 95 Minuten auf ein Tor gespielt und die gewinnen durch einen Sonntagsschuss“, sagte der Weidener Schlussmann Heisig kopfschüttelnd. Trainer Scheler meinte zur zweiten Saisonniederlage: „Das tut echt weh. Wir haben so stark gebissen und alles versucht und sind am Ende ein unverdienter Verlierer.“

Zwei Teams punktgleich

Nun ist Fortuna Regensburg punktgleich mit der SpVgg SV Weiden. Beide Teams stehen bei 70 Zählern. Vorteil für Weiden: Man hat im direkten Vergleich bei einem Unentschieden und einem 1:0-Sieg die Nase vorn. Spätestens jetzt ist in der Landesliga Mitte ein heißer Kampf um Platz eins ausgebrochen.

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