Blue Devils auch von kampfstarken Füssenern nicht zu stoppen

Die Blue Devils Weiden ringen am Freitagabend auch den EV Füssen nieder. Die Oberpfälzer bauen damit die Tabellenführung in der Eishockey-Oberliga Süd weiter aus.

Eishockeyfans aufgepasst: Ab Samstag können wieder Dauerkarten für die Spiele der Blue Devils erworben werden. Foto: Blue Devils

Zugegeben, das 3:1 (3:0, 0:1, 0:0) gegen verbissen kämpfende Allgäuer war keine Gala on Ice. Der 16-fache deutsche Meister des vergangenen Jahrhunderts (zuletzt 1973) erwies sich als zäher Widersacher, der bei den blauen Teufeln keine Spiellaune aufkommen ließ. 

Nur im ersten Drittel dominant 

„Vor allem im zweiten Drittel haben wir es versäumt, das Ergebnis zu erhöhen“, zeigte sich nach dem Spiel Weidens Trainer Sebastian Buchwieser selbstkritisch. „Nach dem Anschlusstreffer hat Füssen Lunte gerochen.“ 

Füssens Pendant Marko Raita sah Weiden nur im ersten Drittel als dominanten Spitzenreiter: „Da waren wir mit dem 3:0 noch gut bedient.“ Seine Mannschaft habe aber nicht aufgegeben: „Nach dem Anschlusstreffer war es ein offenes Spiel.“ 

Rubeš als Dosenöffner

Tatsächlich begann Weiden auch ohne den verletzten Nick Latta zielstrebig. Chad Bassen hatte schon nach 20 Sekunden die erste Großchance, Edgars Homjakovs in der 4. Minute in Unterzahl die zweite. In Unterzahl nutzte Tomáš Rubeš die dritte Großchance zur überfälligen Führung (5.). 

Erste Chancen der Gäste vereitelte Keeper Jaroslav Hübl gewohnt teuflisch. So konnten die Männer mit dem Echo auf der Brust nachlegen: Dennis Thielsch (17.) und Edgars Homjakovs (19./Überzahl) stellten auf 3:0.

Spitzenspiel in Memmingen

Im zweiten Drittel wuchs Füssens Goalie Hötzinger über sich hinaus – und hielt den Tabellen-Elften im Spiel. Als Füssens Slowene Dejan Vogl die Gäste auf 1:3 (38.) heranschoss, drohte das Match zu kippen. Der Zwei-Tore-Vorsprung aber hielt bis zur Schlusssirene. 

Die Nordoberpfälzer (20 Punkte) konnten damit die Regensburger Eisbären (16) auf vier Punkte distanzieren. Am Sonntag schon das nächste Spitzenspiel: Die Memmingen Indians belegen nach ihrem Auswärtssieg bei den Starbulls Rosenheim Tabellenplatz 4 (15 Punkte).

Fans Echokammer

Gemischte Gefühle beschreibt Devils-Fan Philippe-Elvis Rum: „Auch wenn das Spiel heute nicht unbedingt die beste Werbung für den Eishockeysport war, Wichtig sind die drei Punkte.“ Damit bleibe man immerhin Spitzenreiter. „Ein riesen Kompliment heute mal wieder an Chad Bassen, der mit seiner Geschwindigkeit wirklich eine Augenweide ist – kämpferisch von Anfang bis Ende.“

Chris Sternitzke kontert auf Roland Langs Kritik – „Schwere Kost, schwaches Spiel“: „Klassisch gegen den EVF. Unbequem zu spielen, kampfstark und mit schnörkellosem Hockey.“ Richtig so, findet auch Oliver Fröhlich: „Auch diese Spiele muss man auf dem langen, langen Weg gewinnen. Nicht schön, aber 3 Punkte.“

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