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Blutspenden - Leben retten: Landrat Meier macht's vor!

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Neustadt/WN. "Wenn ich mit meiner Person für mehr Aufmerksamkeit für das Thema sorgen kann, dann mach ich das gerne", erklärt Landrat Andreas Meier, während er mit ausgestrecktem Arm auf der Liege auf die Arzthelferin wartet. Landrat Meier ist Erstspender. So wie 13 weitere Blutspender gestern in Neustadt.

Von Yvonne Sengenberger

Blutspenden BRK Landrat Meier Landrat Andreas Meier spendet zum ersten Mal Blut. Sein Liegen-Nachbar Stefan Gassner ist schon ein alter Hase. Er gibt zum 13. Mal etwas von seinem Blut ab. Zur mentalen Unterstützung hat er Töchterchen Luisa mitgebracht. Andreas Meier wird wohl noch ein Weilchen warten müssen, bis ihn seine Tochter Katharina (gerade ein paar Wochen alt) begleiten kann.

94 Prozent der Deutschen finden Blutspenden wichtig, 60 Prozent würden auch zum Spenden gehen - aber nur 3,5 Prozent gehen tatsächlich. Kein Wunder also, dass im September Blutknappheit herrschte. Wir Nordoberpfälzer liegen aber über dem Durchschnitt. "Im Kreisverband Weiden/Neustadt/WN spenden 7,7 Prozent der Bevölkerung regelmäßig", weiß Reiner Endres, Gebietsreferent des Blutspendedienstes des Roten Kreuzes. Gestern kamen 136 Blutspender nach Neustadt, 121 durften auch tatsächlich spenden.

Dabei ist das Spenden an sich gar nicht so dramatisch, wie man vielleicht denkt. (Anm. der Redaktion: Wir haben's gestern selbst ausprobiert!) "Es war wirklich unspektakulär", erzählt Landrat Andreas Meier. "Ich würde zwar nicht sagen angenehm, aber es war nicht schlimm. Und weh getan hat es auch nicht." Das einzige Manko: Man muss schon etwas Zeit einplanen. Die Spende an sich dauert nicht länger als 10 Minuten. Mit Registrierung, Arzt-Check, Hämoglobin- und Eisenmessung, Anstehzeit und Brotzeit kommt aber doch ein bisschen was zusammen.

Blutspenden BRK Landrat Meier Nach der Registrierung wird der Eisenwert und Hämoglobinwert im Blut gemessen...

Blutspenden BRK Landrat Meier Dafür muss Landrat Andreas Meier einen kleinen Pieks ins Ohr über sich ergehen lassen. Seinem Lächeln nach zu urteilen tut das überhaupt nicht weh. "Ich würde jetzt nicht sagen es ist angenehm. Aber auf keinen Fall schlimm!"

Sicherheit für Spender und Empfänger

Landrat Andreas Meier spendet zum ersten Mal. Damit ist er an diesem Tag aber nicht alleine. 13 weitere Erstspender lassen sich registrieren. Dafür bekommt man ein Formular auf dem man um die 30 Fragen beantworten muss. "Fühlen Sie sich krank? Waren Sie in den letzten 12 Monaten im Ausland? Wurden Sie in den letzten drei Monaten geimpft? Haben Sie Drogen- oder andere Suchtprobleme?" Mit dem ausgefüllten Zettel geht es weiter zu einem Arzt. Der klärt mit Nachfragen, ob man tatsächlich geeignet ist. Außerdem wird Fieber und der Blutdruck gemessen. Ist das alles ok, geht es weiter zum Eisenwert-Test. Wenn auch der stimmt bekommen die Spender ein Kästchen mit ihren Unterlagen, Blutprobe-Röhrchen und Beutel und warten auf den nächsten freien Platz. "Bei den Tests geht es uns sowohl um die Gesundheit der Spender als auch um Empfängnissicherheit", erklärt Dr. Thomas Holtmeier, der Leiter des Gesundheitsamtes.

Blutspenden BRK Landrat Meier Mentale Unterstützung für den Landrat: Franz Rath, Kreisgeschäftsführer BRK, Rainer Endres,Gebietsreferent des Blutspendedienstes, und Dr. Thomas Holtmeier, Leiter Gesundheitsamt.

Nicht länger als zehn Minuten

Die Spende an sich geht ziemlich flott. "Ich bin überrascht, wie schnell das ging", so Landrat Meier. Ein kleiner Pieks und die Nadel ist drin. Dann heißt es warten, bis die Konserve voll ist. Das dauert meistens nicht länger als zehn Minuten. Dem Landrat geht es nach der Spende blendend. Manchen wird ein bisschen schlecht oder schwindelig. Aber hier ist man in guten Händen. Mehrere Krankenschwestern, Artzhelfer und Ärzte kümmern sich um das Wohl der Spender. Zur Stärkung gibt es im Anschluss ein Paar Wiener, einen Kaffee oder Tee und Gebäck. Und wer mag darf sich sogar ein Geschenk aussuchen.

Blutspenden BRK Landrat Meier Arzthelferin Beate Bauer bereitet den Landrat für die Blutabnahme vor. Begeisterung sieht anders aus Herr Landrat ;)

Am Ende des Tages werden die Blutproben in ein Labor nach Wiesentheid geschickt. Noch in der Nacht führt das Labor die nötigen Tests durch. Die Blutkonserven, die bestehen werden dann an die Krankenhäuser verteilt. 42 Tage kann das Blut gelagert werden. Danach ist es nicht mehr zu gebrauchen. Frauen dürfen vier, Männer sechs Mal im Jahr spenden, dazwischen müssen 56 Tage liegen. Ab 18 Jahren darf zum ersten Mal an den Tropf. Erstspender sollten nicht älter als 64 sein, wer schon öfter war, darf bis zu seinem 73. Lebensjahr regelmäßig Blut lassen.

Blutspenden BRK Landrat Meier "Das war gar nicht schlimm." Landrat Meier ist überrascht, wie wenig man davon merkt. Da waren die Sorgen und der skeptische Blick also unbegründet.

Landrat Andreas Meier nimmt sich fest vor, jetzt öfter vorbeizukommen. 73 Mal im Jahr kommt der Blutspendedienst des Roten Kreuzes in die Region. Vier Mal davon sind sie in Neustadt/WN. Aber zum Beispiel auch in Weiden, Floß, Grafenwöhr oder Pressath kann man spenden gehen.

Darum sollten Sie spenden:

  1. Mit einer Spende retten Sie einem anderen Menschen das Leben.
  2. Sie erhalten automatisch eine Blutuntersuchung - gratis.
  3. Sie erfahren, welche Blutgruppe Sie haben.
  4. Es tut nicht weh und kostet Sie nur ein wenig Zeit.
  5. Beim Anstehen lernt man interessante Menschen kennen.
  6. Und nochmal: Sie retten Leben!

Übrigens werden immer auch Helfer gesucht, die bei der Registrierung oder Essensausgabe mit anpacken. Die nächsten Termine kann man ganz einfach unter 08001194911 oder im Internet unter www.blutspendedienst.com erfragen.

Blutspenden BRK Landrat Meier Geschafft! Die Brotzeit hat man sich nach dem Spenden aber auch redlich verdient.

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