Kultur

BR dreht Film in der Nordoberpfalz

Likes 0 Kommentare
Anzeige

Tirschenreuth. Winter in der Oberpfalz, in der „Stoapfalz“. Sie ist geprägt von Mittelgebirgen, Seen, Weihern und Wäldern. Filmemacherin Linda Hofmeier hat sich in der nördlichen Oberpfalz umgeschaut und in der kalten Jahreszeit Menschen getroffen, die gerade ihre Winterarbeit machen, Karpfennetze knüpfen, bunte Filzblumen fertigen oder ein altes Kino aus seinem Dornröschenschlaf wecken, um es in ein Zauberkabinett umzubauen. 

Jutta Fischer mit einem ihrer fünf Lamas. Bild: BR Fernsehen
Jutta Fischer mit einem ihrer fünf Lamas. Bild: BR Fernsehen
Fischer_Klaus_Bächer_aus_Muckenthal_bei_Tirschenreuth Fischhof Teich Bild: BR Fernsehen
Fischer Klaus Bächer aus Muckenthal bei Tirschenreuth. Bild: BR Fernsehen
In ihren 50 Teichen haben die Bächers vor allem Karpfen, aber auch Forelle, Zander und Schleie. Bild: BR Fernsehen
In ihren 50 Teichen haben die Bächers vor allem Karpfen, aber auch Forelle, Zander und Schleie. Bild: BR Fernsehen

Auch wenn die Karpfen im Winter am Grund ruhen, gibt es bei Familie Bächer in Muckenthal bei Tirschenreuth viel zu tun. Klaus Bächer dreht fast jeden Tag seine Teichrunde. Oft wird er von seiner Tochter Lena begleitet. Zur Zeit wird vor allem Teichpflege betrieben. Außerdem knüpft Klaus Bächer seine Fangnetze selbst, eine typische Winterarbeit, die er gerne macht, weil er da so gut nachdenken kann.

Beim Zauberer Marco Knott in Bärnau tut sich einiges. Er baut derzeit das ehemalige Kino seines Großvaters zum Zauberkabinett um. Der Großvater hatte seinerzeit das erste Kino der Stadt betrieben, für damals 2.000 Bärnauer, mit 300 Sitzen. Als der Großvater 1993 starb, fiel das Kino in einen Dornröschenschlaf. Jetzt wird es von Marco zusammen mit seiner Familie wieder erweckt und soll die Zauberei in das Städtchen bringen.

Basaltkegel seit 1937 unter Naturschutz

Auch Claudia Steger kombiniert Altes mit Neuem. Sie betreibt mitten in Parkstein ein Café, das gleichzeitig Tante-Emma-Laden ist. Inzwischen ist es ein Treffpunkt für Jung und Alt. Neben Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Gebrauchs bekommt man bei ihr auch Kunsthandwerk, etwa Filzblumen von Jana von Janso, die ihr Atelier in Weiden hat.

Parkstein ist ein besonderer Ort, denn er liegt um einen Basaltkegel vulkanischen Ursprungs. Aufgrund seiner Einzigartigkeit und der seltenen Pflanzenwelt wurde der Basaltkegel bereits 1937 unter Naturschutz gestellt, heute zählt er als Nationales Biotop. Alexander von Humboldt nannte ihn einst „Europas schönsten Basaltkegel“.

15 verschiedene Tannensorten gepflanzt

In Terschnitz bei Waldsassen treffen wir Jutta Fischer. Sie hat fünf Lamas und bietet tiergestützte Förderung für Kinder und Erwachsene an. Tiergestützte Arbeit kann Menschen in ihrer Entwicklung helfen, etwa die Wahrnehmung und Konzentration schulen oder das Selbstbewusstsein stärken. 

Einen ganz besonderen Wald besitzt Gerhard Hösl, der als Förster arbeitet. Aus Liebe zu Tannen hat er sich nach seinem Studium ein Waldgrundstück gekauft und in seiner Freizeit seine eigenen Tannen gepflanzt. Um die 40 verschiedenen Tannensorten gibt es weltweit, erklärt er. Er hat inzwischen 15 davon, unter anderem eine Koreatanne oder eine Coloradotanne in seinem „Pressather Tannenwald“. Gerhard Hösl mag an der nördlichen Oberpfalz besonders, dass die Landschaft so vielseitig ist, von der Waldnabaue mit ihrem Mosaik aus Feuchtwiesen, feuchten Wäldern und Moorflächen bis hin zu den trockenen Gebieten aus Sanden.

Den Film dazu kann man sich am Sonntag, den 21. Februar um 19.15 Uhr im BR Fernsehen ansehen. Wer es nicht mehr erwarten kann, kann bereits jetzt in den Kurzfilm reinschauen - einfach hier klicken

Deine Meinung? Hier kommentieren!

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Terms is required!

Please accept

* Diese Felder sind erforderlich.