Bürgerhaushalt Pressath: Spitzenpunktzahl für Spielplatzmodernisierung

Pressath. Mit Wissen und Fantasie die Heimat noch schöner machen: Nach dieser Devise wollen die Verantwortlichen der Stadt mit der jährlichen „Bürgerhaushalt“-Befragung etwas von dem abschöpfen, was in so vielen Köpfen an Kreativpotenzial schlummert.

Mit Einkaufsgutscheinen und Buchgeschenken zeichnete die Stadt Pressath die Einreicher der drei überzeugendsten “Bürgerhaushalt”-Vorschläge aus. Auf dem Foto Maria Neumann (Zweite von links), Martina Malek (Dritte von links) und Richard Hohl (Zweiter von rechts) zusammen mit den Bürgermeistern Bernhard Stangl (rechts), Max Schwärzer (Dritter von rechts) und Barbara Krauthahn (links). Foto: Bernhard Piegsa

Von den 13 Projektvorschlägen, die im Rathaus eingingen, kürte der Stadtrat per Punktevergabe drei Favoriten, deren Urheber die drei Bürgermeister Bernhard Stangl, Max Schwärzer und Barbara Krauthahn im Dostlerhaus mit „Pressather Einkaufsgutscheinen“ und einem Buchgeschenk auszeichneten.

Martina Maleks Vorschlag gewinnt

Die höchste Punktzahl vergab das „Stadtparlament“ an Martina Malek, die sich für eine Aufwertung des Spielplatzes in der Steinbühlsiedlung durch neue Spielgeräte stark gemacht hatte. Was angeschafft werden solle, wolle man gemeinsam mit Eltern und Kindern besprechen, kündigte Bernhard Stangl an. Die zweitbeste Wertung erhielt Richard Hohl für seinen Impuls zugunsten bremsender Schwellen auf der Fahrbahn der Pechhofer Straße in Dießfurt. Auf dieser auch als Zufahrt zur Bundesstraße 470 beliebten Wohn- und Industriestraße seien viele Fahrzeuge gefährlich schnell unterwegs, beklagte Hohl.
„Bronze“ gab es schließlich für Reinhard Neumanns Anregung, auf der verlängerten Bahnhofstraße entlang der Nordseite des „Kiesibeach“-Badesees „Tempo 30“ einzuführen.

Von Altstadtpromenade bis Schwimmbad

Hierzu konnte Bürgermeister Stangl bereits Vollzug melden: „Die Verkehrsschilder sind aufgestellt, und es wird Geschwindigkeitskontrollen geben.“ Stangl erwähnte auch die weiteren Vorschläge, deren Bandbreite von Verkehrsspiegeln an unübersichtlichen Straßenkreuzungen über eine „Altstadtpromenade“ bis zu einem Soccerplatz und einem Schwimmbad reichte. Eine Badeanstalt habe es schon einmal gegeben, erinnerte Stangl: „Das war an der Haidenaab etwa auf Höhe der Tankstelle Hautmann.“ Eine solch schlichte Einrichtung würde heutigen Anforderungen freilich nicht mehr genügen, allerdings gingen die Baukosten für eine zeitgemäße Schwimmstätte in die Millionen. Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer verwies ergänzend auf die hohen Unterhaltskosten für eine solche Einrichtung und auf die Schwierigkeit, Aufsichtspersonal zu finden.

Bäume sollen an Seidenbautradition erinnern

Auch eine Verlegung der innerstädtischen Bushaltestelle von der Bachstraße zur Schule oder zum Bahnhof stand laut Bürgermeister Stangl auf der Vorschlagsliste. Allerdings wolle man den zentral gelegenen Haltepunkt trotz seiner verkehrsungünstigen Lage an einer engen Straße ungern auflassen. Realisationschancen sieht der Rathauschef allerdings für die Idee eines „Klettergerätes für Jung und Alt“, das auf einem Spielplatz, am Kiesibeach oder am Waldlehrpfad aufgestellt werden könnte. Eine neue Umzäunung für den Steinbühl-Spielplatz solle „mittelfristig“ verwirklicht werden: „Eine Kompletterneuerung der Anlage wäre wünschenswert, aber wir wollen dies schrittweise umsetzen und zunächst die neuen Spielgeräte aufstellen.“

Angetan war Stangl ferner von der Anregung, mit der Pflanzung weißer Maulbeerbäume an die fast vergessene Pressather Seidenbautradition des 19. Jahrhunderts zu erinnern.

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