Bürgerinitiative enttäuscht: Parkstein sucht passenden Ort für Windkrafträder

Parkstein. Großer Unmut herrscht bei der Bürgerinitiative „Windparkfreie Heimat Parkstein“. Die Eignung des Gemeindegebiets soll nun überprüft werden.

Der Sprecher der Bürgerinitiative äußert seinen Unmut. Bild: Walter Beyerlein

Die Bürgerinitiative „Windparkfreie Heimat Parkstein“ reagiert sichtlich enttäuscht auf den Marktgemeinderatsbeschluss. Der Marktgemeinderat hatte gegen die Stimmen von Wolfgang Schraml und Josef Scheidler beschlossen, das gesamte Gebiet der Marktgemeinde hinsichtlich der Möglichkeit der Errichtung von Windkrafträdern untersuchen zu lassen.

Reinhold Gerber, einer der Sprecher der Bürgerinitiative hält Bürgermeister Reinhard Sollfrank vor, für diese umfangreiche Untersuchung der Bürgerinitiative die Schuld zu geben.

Gemeinde muss Kosten tragen

Die Bürgerinitiative hatte seinerzeit erklärt, nicht von vornherein gegen Windkrafträder zu sein, sondern sie lehne die Standorte im Bereich Eichentratt ab. Reinhold Gerber erkennt aus der jetzt geplanten Untersuchung die Verpflichtung des Marktes die Kosten zu tragen. Das habe Bürgermeister Reinhard Sollfrank so erklärt, betont Reinhold Gerber in seiner schriftlichen Äußerung. „Und damit haben wir die Schuld, dass die Gemeinde jetzt die Kosten trägt“.

„Die Bürger wurden wieder mal sauber getäuscht“.

Tatsache sei aber, dass die Bürgerinnen und Bürger Parksteins für die Einleitung des Bauleitverfahrens im Eichentratt gestimmt hätten und für kein anderes Gebiet, betont Reinhold Gerber. „Die Bürger wurden wieder mal sauber getäuscht“.

Der Sprecher der Initiative ist überzeugt, dass das Ergebnis des Bürgerentscheids ein anderes Ergebnis gehabt hätte, hätten die Bewohner Parksteins an der Ostseite des Ortes dies gewusst. „Meines Erachtens ist der Beschluss des Marktgemeinderates mit dem Beschluss der Bürger vom Dezember 2021 nicht vereinbar“.

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