Buntes

Chinesisch-deutscher Austausch in virtuellen Klassenzimmern

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Weiherhammer. Digitale Lehre und Internationalisierung ist in aller Munde, im Überbetrieblichen Bildungszentrum in Ostbayern (ÜBZO) wird beides gelebt. Das ÜBZO hilft dabei die Lehrerausbildung und Unterrichtsqualität in China zu verbessern. 

ÜBZO Weiherhammer Duale Berufsausbildung China Online-Kurse Corona Ein Screenshot aus dem Online-Seminar: Links oben Prof. Dr. Erich Bauer und Sonja Prüll. Berufsbildungsakteure aus Deutschland und China haben am Webcast teilgenommen, um sich über Ausbildung und Unterrichtsniveau auszutauschen. Bild: UEBZO/Sebastian Gmeiner. 

Während des Lockdowns in der Coronakrise fand das erste Online-Seminar zum Thema "Aufbau von chinesischen und deutschen Lehrsystemen in der dualen Ausbildung" statt, organisiert und erfolgreich durchgeführt von der Talententwicklungsinitiative des chinesischen Ministeriums für Industrie und Informationstechnologie in Peking und dem ÜBZO mit Sitz in Weiherhammer. Das ÜBZO ist der deutsche Bildungspartner des AnKeLi Sino-German Dual Vocational Education & Training (DVET) Institute, das sich ebenfalls aktiv an dem Seminar beteiligte.

Das Seminar wurde in Form eines Webcasts übertragen, als erstes Live-Seminar in dieser Konstellation. Mehr als 100 Berufsbildungsakteure aus Deutschland und China nahmen daran teil. Mit dabei waren Prof. Dr. Erich Bauer, Geschäftsführer des ÜBZO, Huang Wenjun, General Manager des DVET Institute, Schulleiter aus unterschiedlichen Berufsschulen und Colleges in China sowie Experten des ÜBZO. Ziel des virtuellen Meetings war es, den chinesisch-deutschen Austausch zu verfestigen, die Lehrerausbildung zu stärken und das Unterrichtsniveau in China zu verbessern.

China schätzt deutsches duales Ausbildungssystem

Während des Seminars präsentierte Prof. Dr. Bauer das duale Ausbildungssystem in Deutschland und hob die Unterschiede zwischen der Lehrerausbildung in Deutschland und China hervor. Um den Schulleitern im virtuellen Raum ein reales Gefühl für das deutsche Ausbildungssystem zu vermitteln, gab es praktische Beispiele von Christine Ritter, Referentin für Weiterbildung und Berufsorientierung im ÜBZO. Sie demonstrierte den Teilnehmern, was unter handlungsorientierten Unterrichtsmethoden zu verstehen ist – wie Brainstorming, Anti-Brainstorming, Fishbone-Diagramm und Weltkaffee funktioniert.

Sonja Prüll, Leiterin der Abteilung Internationales im ÜBZO, beantwortete die Fragen der Schulleiter und erläuterte, wie das duale Ausbildungssystem in die chinesischen Schulen eingeführt und der Unterricht gestaltet werden kann. Die chinesischen Direktoren sind sehr an Online-Schulungen für Lehrkräfte von Berufsschulen und Colleges interessiert. Zu diesem Zweck werden das Pekinger Ministerium und das ÜBZO gemeinsam zeitnah eine Online-Schulungsreihe zum Thema "Didaktische Lehrerfortbildung in der beruflichen Bildung" anbieten. Derzeit haben mehr als 40 Institute Registrierungsanträge erhalten.

Um die Qualität sicherzustellen, wird die Schulung in Gruppen mit maximal 24 Teilnehmern über das virtuelle Klassenzimmer des ÜBZO interaktiv gestaltet. Prof. Dr. Erich Bauer: „Die Lehrer von Berufsschulen und Colleges sind herzlich eingeladen, sich aktiv daran zu beteiligen. Die duale Berufsausbildung in Deutschland erfährt in China eine hohe Wertschätzung. Hier können wir ganz konkret Unterstützung und Austausch bieten.“

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