Christkindlmarkt erstrahlt im Lichterglanz – oder doch nicht?

Weiden. Keine funkelnden Lichter an Weihnachtsbäumen, eine Stadt ohne Lichterglanz im Advent und kein Glühwein und Pommes an den Ständen des Christkindlmarktes? Eine Tatsache, die man sich nur schwer vorstellen kann, die aber aktuell in ganz Deutschland diskutiert wird.

Der Historische Christkindlmarkt. Foto: Dagmar Nachtigall

Dies war ebenso im Weidener Stadtrat am vergangenen Montag ein diskutiertes Thema.
Den Christkindlmarkt mit Maß und Verstand betreiben, das war das Anliegen der Bürgerliste und aus diesem Grund stellten sie einen Antrag an die Verwaltung der Stadt Weiden, wie man hier Energiekosten einsparen kann. Ebenso wurde die Frage gestellt, ob man diesen Markt überhaupt abhalten sollte. Hier bezog die Stadtverwaltung eine klare Stellung und betonte, dass vom 24. November bis 23. Dezember der Christkindlmarkt rund um das Alte Rathaus durchgeführt werden wird.

Schausteller achten auf die Energiekosten

Gefragt wurde auch nach der Tatsache, wo die meiste Energie verbraucht werden würde. Dies sei der Fall bei den Glühweinständen, Imbissbuden und Süßigkeiten. „Die Schausteller sind vertraglich gebunden Energie zu sparen, das steht aktuell in allen Verträgen und man hat bereits auf LED-Lampen und energiesparende Gerätschaften umgestellt“, so CSU-Stadtrat Hans Blum. Er unterstrich, dass auch jeder der Fieranten darauf bedacht sei, seine Energiekosten im Griff zu haben.

Weihnachtsbeleuchtung energiesparend angeschafft

Eine weitere Frage wurde zur öffentlichen Weihnachtsbeleuchtung von Stadtrat Christian Deglmann gestellt. „Wo sieht die Stadt an verschiedenen Stellen nennenswerte Energieeinsparpotentiale?“. So würde die Weihnachtsbeleuchtung vom 24. November bis 6. Januar, von 7 bis 9 Uhr und 15.30 Uhr bis 23 Uhr, brennen. Aktuell übernehmen die Händler und Gastronomen die Kosten. In 2019 handelte es sich um 4000 Kilowatt pro Stunde.

Stadträtin Dagmar Nachtigall: „Die Weihnachtsbeleuchtung wird durch das Stadtmarketing gemanagt und hier wurden aktuell neue LED-Ketten angeschafft, die enorm Strom sparen werden“. Sie stellte sich auch gegen den Vorschlag, den Fraktionsvorsitzender der SPD Roland Richter befürwortete, die Öffnungszeiten des Christkindlmarktes und der Beleuchtungsdauer einzuschränken. Aktuell wird der Christkindlmarkt von Montag bis Dienstag von 10 Uhr bis 20 Uhr und Mittwoch bis Samstag von 10 Uhr bis 21 Uhr und Sonntag von 11 Uhr bis 20 Uhr geöffnet. Vorgeschlagen wurde auch, die Anzahl der beleuchteten Weihnachtsbäume zu reduzieren und beim Musikprogramm einzusparen.

Bürger und Bürgerinnen brauchen den Christkindlmarkt für ihre Seele

Bürgermeister Lothar Höher, der an diesem Montag Sitzungsleiter für den erkrankten Oberbürgermeister Jens Meyer war, mahnte: „Nicht nur die Fieranten sind durch die Corona-Zeiten schwer betroffen gewesen, auch die Bürgerinnen und Bürger brauchen wieder solch einen Christkindlmarkt für ihre Seele“.

Beim Vorschlag eine „Task Force“ mit Vertretern der Einzelhändler, Beschicker, Fieranten und dem Stadtmarketing, sowie der Stadtverwaltung zu gründen, wurde erklärt, dass man bereits mit all diesen Bereichen als Verwaltung in intensiven Gesprächen sei. Diese Information diente den Weidenern Stadträten dann zur Kenntnis. So scheint es, dass aktuell der historische Christkindlmarkt, mit Maß und Verstand, wieder mit Lichtern, Süßigkeiten und anderen Attraktionen die Besucher und Besucherinnen in der Adventszeit verzaubern wird.

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