Corona-Pandemie erschwert Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Deutschland

Nordoberpfalz. Durch die Corona-Pandemie hat sich die Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Deutschland erschwert. Aus diesem Grund begrüßt die IHK den Zwölf-Punkte-Plan.

Die Corona-Pandemie stellt die guten nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Tschechien und Bayern auf eine harte Probe.

13.000 Berufspendler unter Druck

Temporäre Einschränkungen beim Grenzverkehr schwächten vor allem die zwischenmenschlichen Kontakte. Die enge wirtschaftliche Verflechtung hat sich aus Sicht von Ostbayerns Wirtschaft zwar als krisenfest erwiesen, jedoch geriet auch sie enorm unter Druck, allein bei den Einschränkungen für die über 13.000 Berufspendler, die täglich aus dem Nachbarland in die Oberpfalz zum Arbeiten fahren.

Zwölf-Punkte-Plan als Lösung

Mit einem Zwölf-Punkte-Plan haben MdEP Christian Doleschal und MdL Dr. Gerhard Hopp nun ihre Vorstellungen für einen Neustart der bayerisch-tschechischen Beziehungen konkretisiert. Im Rahmen einer virtuellen Diskussion mit den beiden Mandatsträgern begrüßte der Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg für Oberpfalz / Kelheim Dr. Jürgen Helmes die Initiative.

„Die wirtschaftlichen Verflechtungen im Grenzraum sind enorm, die Lieferketten aus Tschechien sind Lebensadern für die bayerische Wirtschaft“, sagte Helmes.

Tschechien: Ein wichtiger Partner

Die Tschechische Republik zählt seit Jahren zu den Top Ten der Wirtschaftspartner Deutschlands, über 30 Prozent seines Exports wickelt das Land mit deutschen Partnern ab. Mit rund 150 Niederlassungen sind Unternehmen aus der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim in der Nachbarregion Pilsen aktiv.

„Die Corona-Pandemie und die zweimalige Grenzschließung haben die Wirtschaft erheblich beeinträchtigt und zu Verunsicherungen geführt. Über unser Regionalbüro in Pilsen konnten wir unsere Unternehmen mit aktuellen Informationen versorgen und sie gut durch die Krise lotsen“, so Helmes.

Der Zwölf-Punkte-Plan sei ein wichtiger Impuls für die politische Agenda in den Beziehungen zu den tschechischen Nachbarn. „Der bayerisch-tschechische Grenzraum braucht jetzt einen nachhaltigen Politikansatz von Seiten des Freistaats“, stellte Helmes fest.

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