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Corona-Protest im Stadtpark

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Grafenwöhr. Silvia Stark hatte zu einer Versammlung aufgerufen um gegen die Corona-Maßnahmen bei Kindern zu demonstrieren. Die Veranstaltung verlief ordnungsgemäß.

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Die Corona-Kundgebung gegen Maßnahmen für Kinder ist aus Sicht von Initiatorin und Polizei friedlich verlaufen.
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Silvia Stark ist die Initiatorin der Corona-Kundgebung in Grafenwöhr.
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"Die Kinder müssen vor den staatlichen Schutzmaßnahmen geschützt werden", erklärt Silvia Stark, die über Lautsprecher im Stadtpark zu hören war. Sie macht ihre Intention klar: Sie hat in den Stadtpark in Grafenwöhr zu einer friedlichen Versammlung eingeladen, um gegen Corona-Maßnahmen für Kinder zu demonstrieren.

In einem durch Flatterband abgetrennten Bereich hatten sich Menschen versammelt, die ihrem Aufruf gefolgt waren: Die Anmeldung ließ 40 Teilnehmer zu, die laut Stark auch da waren, dazu schätzt sie 30 Zaungäste. Der Eschenbacher Polizeidienststellenleiter Werner Stopfer spricht von 25 Teilnehmern und 25 Schaulustigen.

Plakativ gegen Maßnahmen

Einige Teilnehmer hatten Plakate bei sich: "Merkel bricht Recht", "Freiheit statt Willkür" oder "Keine 3. Diktatur" waren darauf zu lesen. Zahlreiche Teilnehmer hatten die Gelegenheit wahrgenommen, das Wort zu ergreifen. Aber Stark eröffnete selbst. Zuvor hatte sie eine Einladung zur Teilnahme an das Rathaus für Bürgermeister und Stadträte geschickt. Auf ihre Frage, ob einer der Geladenen auch da sei, gab sich zumindest keiner zu erkennen.

Gerne hätte Stark die Meinung der Lokalpolitiker zu ihren Vorträgen gehört, wie sie sagt. Auch wenn die Regeln meist auf Bundes- und Landespolitik beruhen. Sie seien keine Querdenker oder Rechte - in diese Ecke werde ihre Gruppe gerne gerückt. Im Dialog hätte sie laut eigener Angaben gerne bewiesen, dass sie "ganz normale Menschen" sind.

In den Wortmeldungen zitieren die Redner Wissenschaftler und Gerichtsurteile, die vor den Folgen der Corona-Maßnahmen für die psychische und physische Entwicklung von Kindern warnen. Zudem finanzielle Belastungen, die Lockdown, wirtschaftliche Hilfen, Impfen, Masken und Tests verursachen, diese würden durch Schulden finanziert werden, die Kinder irgendwann zurückzahlen müssten. Dazu bröckele aus Sicht der Redner der Zusammenhalt in der Gesellschaft. Viele berichteten von ihren Erfahrungen als Eltern und Betroffene.

Ein beliebtes Feindbild war der bayerische Kultusminister Michael Piazolo. Redner berichteten von Briefverkehr mit seinem Ministerium mit unbefriedigenden Antworten. Einmal wird Ministerpräsident Markus Söder erwähnt - darauf folgen "Buh"-Rufe von den Zuhörern.

Der Staat trifft keine Maßnahmen um Kinder zu drangsalieren, sondern um sie zu schützen. (Edgar Knobloch, Bürgermeister Grafenwöhr)

Bürgermeister lässt sich nicht instrumentalisieren

Nicht ganz zwei Stunden dauerte die Veranstaltung. Stopfer hatte sie mit einigen Kollegen überwacht und auf die Einhaltung der Auflagen geachtet. Aus Sicht der Polizei ein "friedlicher und ordnungsgemäßer Verlauf". Zwar hatten vereinzelte Teilnehmer keine Maske getragen, was eine der Auflagen war, sie konnten aber ein ärztliches Attest vorlegen. Mitgebrachte Plakate haben die Verantwortlichen wieder mitgenommen.

Auch Stark ist mit dem Ablauf zufrieden. Sie lobt die Zusammenarbeit mit der Polizei und die vielen Redner. Sie will die Versammlung wiederholen, sobald es wärmer wird.

In einem Facebook-Post zu einer Protestaktion vor dem Rathaus, hatte Stark Bürgermeister Knobloch erklärt, er sei der Bürgermeister aller Bürger. Auf Nachfrage erklärt er sein Nicht-Erscheinen: Er stimme Stark in diesem Punkt zu und seine Tür sei immer offen für Gespräche. Aber er lasse sich nicht auf einer öffentlichen Bühne instrumentalisieren oder bloßstellen.

Knobloch - selbst Familienvater - kennt die vorgebrachten Sorgen: "Aber bei den aktuellen Zahlen wird's kritisch. Der Staat trifft keine Maßnahmen um Kinder zu drangsalieren, sondern um sie zu schützen."

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