Covid-19: Klinikum fordert Strategieanpassung

Weiden/Tirschenreuth. In den vergangenen Wochen sind die Belegungszahlen mit CoVid-19-Patienten in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz deutlich angestiegen.

Derzeit werden 112 CoVid-19-Patienten auf den Normalpflegestationen (Weiden: 95, Tirschenreuth: 17) und sechs CoVid-Patienten intensivmedizinisch (Weiden: 4, Tirschenreuth: 2) behandelt. Die Notfallversorgung wird weiterhin aufrechterhalten, elektive Eingriffe wurden jedoch weitestgehend zurückgefahren, erklärt Sprecher Michael Reindl in einer Pressemitteilung.

Vier Stationen für Corona-Patienten

Die weiterhin steigende Inzidenz in der nördlichen Oberpfalz spiegelte sich in den Häusern der Kliniken Nordoberpfalz nicht nur bei den Zahlen der zu behandelnden Patienten, sondern auch bei den Personalausfällen wider. Aktuell werden auf vier Normalpflegestationen am Klinikum Weiden CoVid-19-Patienten betreut. Auch am Krankenhaus Tirschenreuth wurden Stationen zusammengelegt, um weitere Kapazitäten für die Behandlung von CoVid-19-Fällen zu schaffen. Am Wochenende wurden beispielsweise am Klinikum Weiden rund 50 neue Patienten mit einer CoVid-19-Erkrankung stationär aufgenommen.

„Wir befinden uns in einer sehr dynamischen Phase, mit steigenden Fallzahlen. Das bedeutet nicht nur eine steigende Anzahl von Patientinnen und Patienten, die eine Behandlung benötigen, sondern auch von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die sich in Quarantäne oder Isolation oder im Krankenstand befinden“, erklärt Prof. Dr. Christian Paetzel, Ärztlicher Leiter am Klinikum Weiden. Aufgrund eines erhöhten Auftretens von Corona-Infektionen sowie wegen Quarantäne- und Isolationsvorgaben können einige Stationen nicht mehr in vollem Umfang betrieben werden.

Ärztlicher Leiter fordert Strategieanpassung

Elektive Operationen wurden daher weitestgehend eingestellt. Notfälle werden auch weiterhin behandelt. Hilfreich ist hier die Struktur als Klinikverbund, wodurch Patientinnen und Patienten an den verschiedenen Standorten versorgt werden können.

„Die um das bis zu 30-fach gestiegenen Fallzahlen in der Bevölkerung im Vergleich zu den vorherigen Wellen und die geplanten Öffnungsmaßnahmen bereiten allen Kliniken große Probleme bei der Umsetzung der Isolierungs- und Quarantänemaßnahmen, wie zum Beispiel die Außerbetriebnahme von Betten oder ganzen Stationen. Hier ist eine umgehende Anpassung der Vorschriften erforderlich, um die Leistungsfähigkeit der Kliniken zu erhalten“, so Prof. Paetzel.

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