CSU-Fachgespräch: Pädagogik-Ausbildung in der nördlichen Oberpfalz muss gestärkt werden

Trabitz. Beim Fachgespräch „Pädagogik von morgen“ bei Learning Campus wurde die Forderung nach einem Lehrstuhl für Kindheitspädagogik in der nördlichen Oberpfalz geboren.

MdL Tobias Reiß, MdL Petra Högel (Mitte), Roland Kusche (Leiter der FAKS Neustadt/WN, Vierter von rechts) und Stephan Müller, Geschäftsführer von Learning Campus, rechts) sind sich einig, dass Fachleute, Kommunen und Politik ins Gespräch kommen müssen. Foto: Büro Tobias Reiß
MdL Tobias Reiß, MdL Petra Högel (Mitte), Roland Kusche (Leiter der FAKS Neustadt/WN, Vierter von rechts) und Stephan Müller, Geschäftsführer von Learning Campus, rechts) sind sich einig, dass Fachleute, Kommunen und Politik ins Gespräch kommen müssen. Foto: Büro Tobias Reiß
MdL Petra Högel (links) und MdL Tobias Reiß (rechts) laden zum Mitmachen beim Zukunftsprozess des CSU-Landtagsfraktion ein. Die Teilnehmer, wie Roland Kusche von der Fachakademie Neustadt a.d. Waldnaab dokumentieren die Teilnahme am Fachgespräch mit ihrer Unterschrift. Viele weitere Gespräche sollen noch folgen. Foto: Büro Tobias Reiß
MdL Petra Högel (links) und MdL Tobias Reiß (rechts) laden zum Mitmachen beim Zukunftsprozess des CSU-Landtagsfraktion ein. Die Teilnehmer, wie Roland Kusche von der Fachakademie Neustadt a.d. Waldnaab dokumentieren die Teilnahme am Fachgespräch mit ihrer Unterschrift. Viele weitere Gespräche sollen noch folgen. Foto: Büro Tobias Reiß
Tobias Reiß (links) und Stephan Müller waren sich einig, dass die Ausbildung sozialer Berufe im ländlichen Raum gestärkt werden müsse. Es wurde die Forderung nach einem Lehrstuhl für Kindheitspädagogik geboren. Foto: Büro Tobias Reiß
Tobias Reiß (links) und Stephan Müller waren sich einig, dass die Ausbildung sozialer Berufe im ländlichen Raum gestärkt werden müsse. Es wurde die Forderung nach einem Lehrstuhl für Kindheitspädagogik geboren. Foto: Büro Tobias Reiß
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Büro Tobbias Reiß
Büro Tobias Reiß

Auf Einladung des CSU-Landtagsabgeordneten Tobias Reiß kamen Vertreterinnen und Vertreter pädagogischer Einrichtungen und Träger zu einem Fachgespräch über die Pädagogik von morgen und die Zukunft der Fachkräftegewinnung im ländlichen Raum zusammen. Gemeinsam mit Petra Högl, CSU-Landtagsabgeordnete aus Kelheim und Fachpolitikerin im Bereich Soziales, interessierte sich Reiß für die Erfahrungen der Fachleute. Das Gespräch fand als Teil des Zukunftsprozesses „Bayern 2030“ der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag statt.

Austausch gefragt

Für den Zukunftsprozess ist Reiß als Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion verantwortlich. Er möchte den Blick auf das Jahr 2030 richten und unter dem Leitgedanken
„Lebensqualität und Wohlstand für die Menschen in Bayern sichern“ Perspektiven erarbeiten. Als Teil des Zukunftsprozesses suchen die CSU-Abgeordneten in allen Teilen Bayerns den Austausch mit Einrichtungen, Firmen und Akteuren an der Basis, die mit ihren Projekten und Initiativen neue und innovative Ideen einbringen.

Die Gesprächspartner geben den Abgeordneten aus der Praxis mit auf den Weg, wie Bayern in Zukunft aufgestellt sein soll, welche Herausforderungen es aus ihrer Sicht gibt und welche Lösungsideen sie dafür haben. Gastgeber des jüngsten Fachgesprächs war der gemeinnützige Bildungsdienstleister Learning Campus in Trabitz, der in vielen Bereichen neue Wege geht und auf ein Konzept des handlungsorientierten und naturnahen Lernens setzt.

Fachkräftemangel bei Sozialem

Für die Teilnehmer war der Fachkräftemangel im Bereich Soziales das Topthema. Steigender Betreuungsbedarf, hohe Erwartungen an Qualität und Betreuungszeiten sowie viele gesetzliche Vorgaben stellen Kommunen und Träger vor große Herausforderungen. Learning-Campus-Gründer und Geschäftsführer Stephan Müller und die pädagogischen Leitungskräfte stellten ihre Ideen vor, wie dem Fachkräftemangel im sozialen Bereich entgegengewirkt werden kann. Zentrale Forderung war die Stärkung der Pädagogik-Ausbildung im ländlichen Raum und speziell in der nördlichen Oberpfalz. Man müsse noch mehr Fachkräfte heimatnah rekrutieren und ausbilden, dazu müsse das Ausbildungsangebot attraktiver und breiter aufgestellt werden, hieß es

Studiengang Kindheitspädagogik

Die Runde war sich einig, dass die Einführung eines Studiengangs für Kindheitspädagogik zur Stärkung der regionalen Ausbildung beitragen könnte. Tobias Reiß will diesen Vorschlag in München vortragen. „Ich halte das für eine gute Möglichkeit, um für unsere Region Nachwuchs mit breiten Qualifikationsmöglichkeiten zu gewinnen“, sagte Reiß. Außerdem formulierten die Experten den Wunsch, die Ausbildung generell auszubauen sowie die Fachakademien speziell im ländlichen Raum zu stärken und den Akademien und Ausbildungsträgern mehr Eigenständigkeit und Handlungsspielräume für die Rekrutierung, Aus- und Weiterbildung von Fachkräften zuzugestehen.

Regelmäßiger Austausch

Um bei diesen komplexen Themen Veränderungen zu erzielen, sei der regelmäßige Austausch mit Experten an der Basis entscheidend, waren sich die beiden CSU-Abgeordneten sicher. Man werde den Wunsch nach Fachgesprächen in kleinen Kreisen und einer stärkeren Einbindung der
ländlichen Perspektive mitnehmen. „Wenn Träger, Fachakademien und auch die Schulen sowie die politischen Entscheidungsträger zusammenarbeiten und an einem Strang ziehen, dann können wir viel bewegen“, sagte Stephan Müller.

Wichtige Botschaften

Für Tobias Reiß war es ein aufschlussreiches Gespräch mit wichtigen Botschaften für die Politik. „Wenn wir über die Pädagogik der Zukunft sprechen, geht es um die Vermittlung eines Wertesystems, das Kinder und Jugendliche dazu befähigt, Verantwortung zu übernehmen und zu einem verantwortungsvollen Teil der Gesellschaft heranzuwachsen. Die Botschaft ist für mich, dass die Bildungs- und Wissensregion Bayern unsere oberste Priorität sein muss“, resümierte der Abgeordnete.

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