So helfen Sie Flüchtlingen

Weiden. Seit Sonntag sind 100 Flüchtlinge in einer Erstunterkunft in Weiden. Heute kommen nochmal 200 Asylsuchende in Neustadt an. Viele von Ihnen wollten wissen, wo und wie Sie helfen können. Wir haben die wichtigsten Informationen und Anlaufstellen für Sie zusammengestellt.

Hier werden die rund 200 Flüchtlinge, die heute in Neustadt ankommen sollen, untergebracht.
Hier werden die rund 200 Flüchtlinge, die heute in Neustadt ankommen sollen, untergebracht.

Projektleiter Thomas Hentschel vom Sozialamt in Weiden bittet darum, die Sachspenden bei den Hilforganisationen wie Caritas, Diakonie oder Bayrischem Rotem Kreuz abzugeben. Dabei ist es egal, ob die Sachen für die Flüchtlinge in Weiden oder im Landkreis Neustadt gedacht sind.

Sachspenden nicht direkt zur Notunterkunft bringen

Edeltraud Sperber, stellvertretende Kreisgeschäftsführerin beim Bayrischen Roten Kreuz in Weiden, erklärt:

Wenn Sie Klamotten oder Spielsachen spenden möchten, dann bringen Sie die Sachen bitte zu den Hilforganisationen. Wir haben genug Platz um sie zu lagern und zu sortieren und um sie zu verteilen. Auf keinen Fall sollten Sie die Sachspenden direkt zu den Auffangstationen bringen. Denn dort ist niemand, der sich darum kümmern kann und es fehlt auch der Platz.

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Auch zur Caritas in der Nikolaistraße 6 in Weiden kann man Spenden bringen, sagt Raimunda Brusokaite, Verantwortliche für Asyl-Sozialberatung. „Ab nächster Woche irgendwann wird auch im Gymnasium eine Annahmestelle eingerichtet werden. Wenn Sie aber heute schon etwas vorbei bringen wollen, dann bitte in der Nikolaistraße.“

Online-Netzwerk zur Aufgabenverteilung

Wer sich zudem auch vor Ort engagieren will, kann sich auch an Caritas und Co. oder an die Personalstelle des Landratsamtes (09602 – 79 1110) wenden. Bei Fragen stehen Ihnen auch das Bayrische Rote Kreuz (0961/ 39 00 2-0) oder Raimunda Brusokaite von der Caritas (09613891450) jederzeit zur Verfügung. „Wir klären dann in einem kurzen Gespräch, wo genau sie helfen können. Ob Sie zum Beispiel eine medizinische Ausbildung haben, oder ob sie lieber bei der Essensausgabe helfen möchten“, sagt Edeltraud Sperber. Raimunda Brusokaite fügt hinzu: „Man kann sich bei uns melden. Wir teilen dann die Helfer in Gruppen ein. Zum Beispiel, für Leute die Sprachkurse geben oder eine Patenschaft übernehmen möchten.“

Die Resonanz in der Bevölkerung ist groß. Viele wollen helfen. Und ich denke, die Hilfsorganisationen werden auch noch einige Zeit Unterstützer brauchen,

so Edeltraud Sperber.

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