Wirtschaft

Neuer Stadtteil für digitale Zukunft

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Weiden/Halmesricht. Ein innovativer offener Lernort, in dem das Forschen, Arbeiten und Leben der digitalen Zukunft modellhaft mitentwickelt, erprobt und gelebt werden kann: Bis 2024 wollen die Verantwortlichen die „Denkwelt Oberpfalz“ (DWO) in Halmesricht realisieren - das voraussichtlich größte Projekt der Nordoberpfalz der letzten Jahre.

Von Jürgen Wilke 

Hand drauf: Die Nordoberpfalz will das Großprojekt "Denkwelt Oberpfalz" gemeinsam stemmen! Von links: Günther Kamm, Dr. Andrea Klug, Dr. Erich Bauer, Christian Engel, Kurt Seggewiß, Severin Hirmer.

Bei Halmesricht soll auf 20 Hektar Fläche ein Bildungs– und Forschungszentrum entstehen: Forschung, Digitalisierung und künstliche Intelligenz - alles soll in einem Stadtteil zusammengefasst werden. Die DWO ist momentan noch im „Science Park“ in Weiherhammer angesiedelt. Dort wird bereits an der Zukunft gearbeitet. Wenn der neue Stadtteil bei Neunkirchen steht, ziehen große Teile der DWO nach Halmesricht.

„Da gehen Träume in Erfüllung. Mit Halmesricht verbinden sich hohe Erwartungen für die Entwicklung der Stadt. Hier soll ein modernes und hochschulnahes 'Denkdorf' entstehen", sagt Christian Engel,

In zehn Jahren soll Bayern sagen: Die in Weiden haben sich etwas Gutes überlegt. Die haben die Zukunft begriffen".

In zwei Jahren soll Baurecht geschaffen werden, dann soll die Vision realisiert werden. Partner ist auch die OTH Weiden. Laut Präsidentin Dr. Andrea Klug hätten alle Studiengänge bereits das Thema Digitalisierung und künstliche Intelligenz verankert. Neue Studienangebote sind in Planung.

Experten bei uns halten und locken

„Es geht hier um Transformation", betont LUCE-Geschäftsführer Dr. Erich Bauer. Wie können wir miteinander international und global mit neuen Lernmethoden und mit neuen Forschungsansätzen Projekte stemmen? "Das können wir in einer neuen wunderbaren Umgebung besser als in alten Räumlichkeiten", sagt Dr. Bauer. Die Denkwelt soll bewirken, dass junge Leute hier bleiben und Experten und Wissenschaftler in die Oberpfalz kommen.

OB Kurt Seggewiß ist hocherfreut über das neue Vorhaben:

Mit dem Innovationsprojekt Denkwelt Oberpfalz wird ein neuer Stadtteil entstehen"

"Es ist eine große Herausforderung mit Machbarkeitsstudie und Bauleitplanung. Dieses Projekt wird in der Oberpfalz seinesgleichen suchen.“

Federführend Planungen betreiben soll die „Gesellschaft Denkwelt Halmesricht“ (GDH). Leiter ist Günther Kamm, der Geschäftsführer der „Stadtbau GmbH Weiden“. Bald sollen erste Planungsgespräche mit der Regierung in Regensburg stattfinden, wie Kamm verrät.

Neue Arbeitsplätze dank Nordoberpfälzer Wissenschafts-Tower

So soll die Denkwelt Oberpfalz in Halmesricht/Weiden einmal aussehen. Symbolbild: LUCE Stiftung 2019.

Die Planungen gehen derzeit von drei Stufen aus. In der ersten Stufe soll ein bis maximal zehn Stockwerke hoher Turm mit einer Geschossfläche von 6.000 Quadratmetern und 120 Arbeitsplätzen entstehen. In Stufe zwei und drei folgen jeweils weitere Türme, so dass nach Fertigstellung 20.000 Quadratmeter Geschossfläche für 400 Arbeitsplätze zur Verfügung stehen.

Allerdings stehe noch nicht genau fest, wie viele angekündigte und fest zugesagte Fördergelder von München nach Weiden fließen werden. Die DWO ist von der Bayerischen Staatsregierung als eines von sieben Projekten in das Sanierungs- und Beschleunigungsprogramm aufgenommen worden.

Leuchtturmprojekt in Bayern

Andrea Klug (OTH-Präsidentin), Christian Engel (Luce-Stiftungsrats-Vorsitzender), Erich Bauer (Luce-Vorstandsvorsitzender), Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Günther Kamm (Stadtbau-Geschäftsführer), Severin Hirmer (DWO-Projektleiter) und Oliver Seidel (städtischer Bau- und Planungsdezernent), die das Projekt im Weidener Rathaus vorstellten, bezeichnen die Denkwelt als „Leuchtturmprojekt“ in Bayern.

Die Köpfe hinter dem Projekt Denkwelt Oberpfalz: Severin Hirmer, Günther Kamm, Dr. Andrea Klug, Dr. Erich Bauer, Kurt Seggewiß, Christian Engel (von links).

Die Oberpfalz habe sich in den letzten Jahrzehnten vom strukturschwachen „Armenhaus“ des Freistaats Bayern hin zu einer starken Wachstumsregion entwickelt. Viele mittelständische Unternehmen und „Heimliche Gewinner“ hätten zum wirtschaftlichen Aufschwung beigetragen, der sich seit dem Wegfall des Eisernen Vorhangs eingestellt habe. Mit der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (OTH) wurden zudem neue Möglichkeiten im Bildungssektor für die Menschen und die Wirtschaft in der Nordoberpfalz geschaffen.

Um diese Spitzenposition als Region auch in der Zukunft zu halten und auszubauen sei es notwendig, die aktuelle digitale Transformation proaktiv anzunehmen und mitzugestalten, sodass möglichst viele Menschen und Unternehmungen aus den daraus entstehenden Trends profitieren.

Mit der "Denkwelt Oberpfalz" nimmt sich die Lars und Christian Engel–Stiftung zusammen mit der OTH und der Stadt Weiden dieser Aufgabe an. Zweck der Stiftung ist es, Vorhaben zu fördern, die für die technologische und wirtschaftliche Entwicklung der Oberpfalz wichtig sind.

Im Rathaus stellen die Verantwortlichen das Projekt "Denkwelt Oberpfalz" vor - quasi einen neuen Stadtteil, der Forschung und Innovation bündelt.

Bilder: Jürgen Wilke

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