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Der Gaisweiher: ein Juwel der Natur mit Geschichte und Zukunft

Flossenbürg. Der Gaisweiher ist als besonderes und vielfältiges Naherholungsgebiet in der Region nicht mehr wegzudenken.

Ein traumhaftes Areal. Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Ein traumhaftes Areal. Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Toller Ausblick von der Terrasse. Foto: Josef Bauer
Toller Ausblick von der Terrasse. Foto: Josef Bauer
Das Kanu wartet auf seinen Einsatz im Gaisweiher. Bild: Jürgen Herda
Das Kanu wartet auf seinen Einsatz im Gaisweiher. Bild: Jürgen Herda
Der Gaisweiher - ein idyllisches Fleckerl Erde, an dem man sich wunderbar erholen kann. Foto: Gemeinde Flossenbürg
Der Gaisweiher – ein idyllisches Fleckerl Erde, an dem man sich wunderbar erholen kann. Foto: Gemeinde Flossenbürg
Foto: Josef Bauer
Das Kanu wartet auf seinen Einsatz im Gaisweiher. Bild: Jürgen Herda
Foto: Gemeinde Flossenbürg

Die meisten größeren Weiher und Seen in der Region sind bereits vor Jahrtausenden entstanden. Entweder durch den Rückzug der Gletscher oder durch Senkungen beziehungsweise Hebungen in der Erdkruste. Genauso war auch die Geburt der beiden Gaisweiher. Sie liegen in einem ,,Hochtal“ etwa zwei Kilometer unterhalb von Flossenbürg im Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald.

Schon lange dienen die Gaisweiher zur Erholung. Daran hat sich bis heute im Grundsatz nichts geändert. Nur die Möglichkeiten der Freizeitaktivitäten, speziell am und im „Großen Gaisweiher“, haben sich immer weiterentwickelt und der Moderne angepasst.

Lange im Dornröschenschlaf

So ist es für Außenstehende kaum vorstellbar, dass die beiden Weiher bis vor 60 Jahren nur über Feldwege erreichbar waren. Erst in den 1970ern wurden dann geteerte Straßen gebaut. Eine vom Plankenhammer hinauf bis Hildweinsreuth und eine von Flossenbürg hinunter zu den Weihern. Das war dann auch der Startschuss für den Bade- und Campingtourismus am Großen Gaisweiher.

Natürlich sah es dort damals noch nicht so aus wie heute. Die Natur hatte die Fläche um die Weiher noch im Griff. Der Campingplatz war nur halb so groß, der Rest war noch Wald. Nachdem die Nachfrage nach flüssiger und fester Nahrung immer mehr wurde, baute man in den 1970er Jahren das Restaurant mit Kegelbahn und Terrasse. Das gesamte Areal (Restaurant und Campingplatz) erfuhr dann 2016 bis 2018 eine grundlegende und kostspielige Renovierung. Es wurden insgesamt mehr als zwei Millionen Euro investiert.

Viel Geld in die Hand genommen

Unter anderem wurde das Restaurant mit einer schöneren und stabileren Terrasse versehen, ein zweites Sanitärgebäude auf dem Campingplatz errichtet und ein Abenteuerspielplatz gebaut. Dabei stand auch das Thema Natur und Artenvielfalt immer mit im Fokus. So entstanden Flächen, die der Natur vorbehalten bleiben, beispielsweise blühende Wiesen, die nicht betreten werden sollen oder auch Insektenhotels.

Der Rentnerclub errichtete 2020 einen überdachten Lesepavillon, damit man sich in Ruhe zurückziehen kann. Am Badestrand stehen mehrere große hölzerne Liegestühle. Ergänzt wird dieses Angebot sogar durch eine eigene Bücherei. Außerdem entstand ein Rundweg um den Großen Gaisweiher, der auch an das Wanderwegenetz des Oberpfälzer Waldes angeschlossen ist.

Um möglichst umweltfreundlich Strom zu erzeugen, wurden auch mehrere Solaranlagen errichtet. Mit der dadurch gewonnenen Energie wird unter anderem das Pumpwerk betrieben, der Reststrom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Prominentes Schlaffass am Eingang des Campingplatzes am Gaisweiher. Bild: Jürgen Herda

Die Gäste lassen es sich gut gehen

Für das leibliche Wohl wird bestens durch das Restaurant und einen kleinen Kiosk gesorgt. Der Campingplatz wurde räumlich in zwei Parzellen unterteilt. Es stehen dabei etwa 200 Plätze für Wohnwägen und Wohnmobile zur Verfügung, etwa die Hälfte davon ist für Dauercamper reserviert. Es wurden hier auch mehrere Campingfässer errichtet für eine neuere Art des Campens. Durch einen Erdwall ist ein Platz für ungefähr 100 Zelte abgetrennt, hier ist auch das zweite Sanitärgebäude errichtet worden, außerdem ein großer Grillpavillon.

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