Die Energietrends im Landkreis in Echtzeit im Auge behalten

Tirschenreuth. Die Energiewende im Landkreis Tirschenreuth sichtbar machen - das ist der Sinn des Energiemonitors, den der Landkreis seit dieser Woche in Zusammenarbeit mit der Bayernwerk Netz GmbH und den Stadtwerken anbietet.

Landrat Roland Grillmeier (links) und Klimaschutzmanager Lukas Faltenbacher präsentieren den neuen Energiemonitor im Landkreis Tirschenreuth, der während der Öffnungszeiten auch auf einem Bildschirm im Eingangsbereich des Landratsamts angezeigt wird. Foto: Landkreis Tirschenreuth

Für interessierte Bürgerinnen und Bürger ist es mit dem Energiemonitor möglich, die energetische Situation des Landkreises Tirschenreuth zu betrachten und dabei viele interessante Informationen zu erhalten.

So beantwortet das Tool unter anderem Fragen wie zum Beispiel:

  • Wie ist der Strom-Mix in Tirschenreuth zusammengesetzt?
  • Welchen Anteil haben die erneuerbaren Energien?
  • Wieviel CO2 kann der Landkreis täglich einsparen?
  • Wieviel Strom wurde selbst erzeugt und wieviel wurde ins Netz eingespeist?

Er bietet sowohl Übersichten zur Energie- und Stromerzeugung, als auch zu den Verbrauchsdaten. Und das für den gesamten Landkreis inklusive Industrie, Gewerbe, Privathaushalte und den Kommunen selbst. Dabei werden die Werte alle 15 Minuten aktualisiert, um den Bürgern die Möglichkeit zu geben, stets auf dem neuesten Stand zu sein.

Der Landrat ist begeistert

Landrat Roland Grillmeier zeigt sich begeistert von der Entwicklung. „Bereits jetzt gibt es Phasen, in denen der Landkreis Tirschenreuth seinen Energieverbrauch zu 100 Prozent selbst decken kann. Damit ist zu erkennen, dass durch die Arbeit der vergangenen Jahre bereits richtige Schritte zu mehr Versorgungssicherheit und Klimaneutralität gegangen wurden. Diese Anstrengungen gilt es weiterzuführen“, so Grillmeier. Der Energiemonitor könne dabei die Entwicklung der energetischen Werte über Wochen, Monate und Jahre erfassen und stelle so auch für die Zukunft eine Möglichkeit dar, die Umsetzung der Energiewende auf regionaler Ebene überprüfen zu können.

Mosaikstein im Energiemanagement und in der regionalen Wertschöpfung

Die neue Plattform ist Teil der ersten Anstrengungen des Klimaschutzmanagements im Landkreis. Mit Lukas Faltenbacher hat der Landkreis seit kurzem einen eigenen Klimaschutzmanager. Als Hauptziele seiner Arbeit nennt dieser mehr Transparenz für die regionale Gemeinschaft, Bürgerbeteiligung und offene Kommunikation.

„Zum einen soll den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, selbst verlässliche Informationen über den Status Quo der Energiewende zu erhalten, zum anderen soll diesen auch die Planung einer eigenen Mitwirkung erleichtert werden“, so Faltenbacher.

Spannendes Themenfeld Solarenergie

Aus diesem Grund befinde sich der Landkreis gerade in Abstimmungsgesprächen mit den beiden Energiegenossenschaften TIR Energie und NEW über ein Solarpotenzialkataster, mit welchem interessierte Dachflächenbesitzer einsehen können, ob ihr Dach sich für die Errichtung einer Photovoltaikanlage eignet. Hier kann eine mögliche Anlage bereits im Vorfeld sehr genau berechnet, finanziert und bei einem regionalen Handwerksbetrieb in Auftrag gegeben werden.

Daten werden gesammelt und ausgewertet

Das Hauptaugenmerk liege in den nächsten zwei Jahren laut Faltenbacher weiterhin auf der Erstellung und teilweisen Umsetzung des regionalen Klimaschutzkonzeptes, in dessen Rahmen momentan eine Bilanzierung sämtlicher Energieverbräuche und Kohlendioxid-Emissionen des Landkreisgebietes beauftragt wird, auch in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden, Städten und Landkreisen.

„Bereits in den Anfangsmonaten meiner Tätigkeit wurde ich deswegen Mitglied im Netzwerk der Energiebeauftragten der Regierung der Oberpfalz, sowie des Initiativkreises der Klimaschutzmanager der Metropolregion Nürnberg. Der Erfahrungsschatz dieser Netzwerke ist bei der Querschnittsaufgabe Klimaschutz von großer Hilfe und Bedeutung“, sagt Lukas Faltenbacher.

Der Energiemonitor

Hier geht es zum Energiemonitor.

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