Die Influencer René und Sabrina Lang aus Weiden wagen den Traum vom Auswandern

Weiden. René und Sabrina Lang aus Weiden wagen im August einen großen Schritt in Richtung Zukunft. Zusammen mit ihrer Tochter Leonie brechen sie die Zelte in Deutschland ab und wandern nach Spanien aus.

Obwohl René Lang erst 30 Jahre alt ist, haben er und seine Frau Sabrina schon viel erreicht. Ein Job, der viele Freiheiten bietet und ein ordentliches Quäntchen Glück ermöglichen es seiner Familie nun, einen großen Schritt zu wagen. Wie es dazu kam und warum sie dieses Abenteuer gerade jetzt wagen, hat er OberpfalzECHO im Interview erzählt.

Während des Umbaus seines Hauses in Weiden hatte René Lang den Baufortschritt für seine Instagram-Freunde immer mal wieder in Fotos und Videos festgehalten. Nach kurzer Zeit war sein Kanal auf über 30.000 Follower herangewachsen und aus seinem Hobby wurde ein Zweitjob. Die starke Community und interessierte Unternehmen halfen dem Influencer dabei, seine Umbau-Träume zu verwirklichen. Mittlerweile ist die Renovierung abgeschlossen und das mit viel Eigenregie ausgestaltete Haus hat sogar schon einen neuen Besitzer. Der Grund für den Verkauf liegt auf der Hand. Ab August wird die Familie Deutschland hinter sich lassen.

Foto: privat
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Du willst mit deiner Familie demnächst die Zelte in Deutschland abbrechen und den großen Traum des Auswanderns wagen? Erzähl doch mal, wie es zum Entschluss kam und wohin euch das Abenteuer führen wird.

René Lang: Wir haben vor, nach Spanien zu ziehen. Die Idee zum Auswandern ist so vor vier Jahren entstanden. Dazu muss ich aber kurz ausholen. Weil ich früher beruflich in vielen Ländern unterwegs war, habe ich meinen Urlaub meist lieber daheim verbracht. Erst nachdem ich immer mehr private Urlaube gemacht und mehr von der Welt gesehen habe, ist mir klar geworden, wie sehr mich das Reisen und fremde Kulturen interessieren. Wir haben uns mehrere Länder wie zum Beispiel Dubai, Österreich und Italien angeschaut. Viele Reiseziele, die sicher auch fürs Auswandern interessant wären. Letzten Endes sind wir aber in Spanien oder genauer Andalusien hängengeblieben.

Es gibt so viele schöne Länder und Regionen. Warum habt ihr euch gerade für Andalusien entschieden? Sind es die Menschen, das Klima oder habt ihr gar schon Sprachkenntnisse?

René Lang: Andalusien wird meiner Meinung nach zurecht als das „Kalifornien Europas“ bezeichnet. Es herrscht ein besonders mildes Klima, im Sommer wie im Winter. Es ist einfach im Sommer nicht zu heiß und im Winter nicht zu kalt. Und zweitens hat diese Region Spaniens ziemlich viele Ähnlichkeiten mit Dubai. Es hat uns besonders gut gefallen, dass die Küstenstadt Marbella eine echte Metropole ist, in der viele Kulturen aufeinandertreffen. Die Hauptsprache ist dort meiner Meinung nach Englisch. Ich habe mittlerweile ein bisschen Spanisch gelernt, aber jedes Mal, wenn ich dort Spanisch rede, wird mir auf Englisch geantwortet. Also eigentlich pflege ich dort eher mein Englisch als mein Spanisch. Darüber hinaus haben meine Frau und die Schwiegereltern schon seit vielen Jahren eine tiefe Verbundenheit zum Land.

Was sind die Hauptgründe dafür, warum ihr diesen großen Schritt wagt und Deutschland verlassen wollt?

René Lang: Zum einen ist es die Abenteuerlust und zum anderen die Freude, dort leben zu können, wo andere Urlaub machen. Weil man in 20 bis 30 Minuten am Flughafen ist, ist die Region auch ein perfekter Ausgangspunkt für zukünftige Abenteuer. Man kann zum Beispiel sehr günstig auf die spanischen Inseln oder nach Afrika fliegen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Weltoffenheit in Spanien. Wir möchten unserer Tochter vermitteln, dass sie nicht anhand von Herkunft oder Glauben unterscheiden soll. Und ich glaube, dass kann ich am besten vorleben, wenn wir selbst Gäste oder eben Ausländer in einem Land sind. Ich habe erwähnt, dass dort viele Kulturen aufeinandertreffen. Es wird jedoch nicht unterschieden, wer Spanier oder Gast ist. Man fühlt sich nicht als Minderheit, sondern alle leben sehr harmonisch zusammen. Diese Werte und dieses Kulturverständnis wollen wir bei unserer Tochter schärfen.

Ja, und nicht zuletzt natürlich wieder das Klima. Hier haben wir lange Winter und vergleichsweise wenig Sonnentage. Ich arbeite wirklich gerne draußen im Garten und da, wo wir hin wollen, hat es ja 320 Sonnentage. Energie wird fast gar nicht benötigt, weil man keine Heizungen in den Häusern benötigt. Auf dieses Klima haben wir echt richtig Lust. Man kennt es ja aus dem Urlaub, wenn man am Pool liegt bei schönem Wetter. Das hat man dort fast ganzjährig.

Foto: privat
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Ihr habt die Entscheidung auszuwandern, aber nicht übers Knie gebrochen, sondern langfristig geplant. Nachdem, was ich erfahren habe, ist das Alter deiner Tochter einer der Gründe, warum ihr speziell jetzt auswandern wollt?

René Lang: Genau, wir haben uns viel Zeit gelassen und lange überlegt. Wir sind jetzt aber schon in der Situation, wo wir sagen, jetzt müssen wir den Schritt wagen. In Spanien beginnt nämlich das erste offizielle Kindergartenjahr für unsere Tochter. Und sie wird dann auf eine deutsche Privatschule gehen. Dort ist es schwierig hineinzukommen, wenn man nicht vom ersten Jahr an dabei ist. Dann müsste man sich in Wartelisten eintragen, um einen Platz zu bekommen. Trotzdem haben wir nichts übers Knie gebrochen und hatten eine angenehme Vorbereitungszeit, in der wir alles sauber klären konnten. Der Hausverkauf, Versicherungen, Arbeit, Elternzeit und so weiter sind alles gut vorbereitet.

Das Haus ist also schon verkauft. Aber wo werdet ihr in Spanien leben? Habt ihr schon eine Immobilie gekauft oder ins Auge gefasst?

René Lang: Ich habe unser hier Haus ohne Makler verkauft. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich habe viele Leute kennengelernt. Im Januar war der Notartermin, der Kaufvertrag ist unterschrieben und im August ist dann die Schlüsselübergabe. Dann sind die neuen Eigentümer bereits hier.

In Spanien haben wir vorerst eine Wohnung gemietet. Weil die Region im Sommer sehr ausgebucht ist, gibt es keine Mieten über einen längeren Zeitraum. Langfristig wollen wir aber über einen längeren Zeitraum mieten und wenn es passt, auch eine Immobilie kaufen.

Und wie sieht es mit einer Arbeitsstelle für deine Frau und dich in der neuen Wahlheimat aus?

René Lang: Ich habe das Glück, dass ich sehr flexibel bin mit meinem Arbeitsort. Aktuell ist der zugeordnete Standort meines Arbeitgebers in Dortmund und da war ich bisher nur zweimal. Ich bin da sehr selten, weil meine Kunden überall in Europa sind. Deshalb habe ich die Flexibilität, dass ich überall hinziehen kann, solange ich einen Flughafen in der Nähe habe. Meine Frau nimmt jetzt 14 Monate Elternzeit und müsste danach auf ihren Job verzichten. Sie könnte aber auch wieder zurück, wenn sie das möchte.

Generell stehen uns also alle Tür offen. Wir können woanders hinziehen oder auch zurück nach Bayern. Deswegen auch die deutsche Schule für unsere Tochter. So hätte sie es einfach, sich wieder an das deutsche Schulsystem zu gewöhnen. Der Punkt ist also, in den kommenden 14 Monaten werden wir entscheiden, bleiben wir oder nicht?

Ihr habt ja über 30.000 Instagram Follower. Weiß eure Community schon von euren Plänen und können sich eure Instagram Fans auf viele Inhalte aus Andalusien freuen?

René Lang: Ja, wir haben es offiziell gemacht. Wir haben gewartet, bis der Notartermin fertig war, damit unsere Nachricht Hand und Fuß hat und es dann verkündet. Wir beantworten schon fleißig die Fragen, die uns gestellt werden. Uns wird auch extrem viel Freude und ein Riesenzuspruch entgegengebracht. Wir sind gespannt, wo die Reise hingeht. Wir wissen es ja selber nicht so ganz. Es wird Content über die Reise und über das Auswandern geben. Insgesamt, über das, was wir unten erleben und vielleicht sogar über Hausbau oder eine Haussanierung.

Das Abenteuer Auswandern live miterleben

Wer Lust hat, die letzten Vorbereitungen und den Traum vom Auswandern live mitzuerleben, hat auf dem Instagram-Account rene.lang_official die Möglichkeit dazu. Hier will er seine Erlebnisse in Bildern und Video festhalten.

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