Die Löwenfreunde Schwarzenbach feierten Geburtstag mit dem Präsidenten

Schwarzenbach. Einen wahren Festtag erlebten die Löwenfreunde am Samstag. Zu ihrem 25. Geburtstag und dem Zehnjährigen der Löwen-Reisegruppe waren mit Robert Reisinger und Hans Sitzberger gleich alle zwei Präsidenten des traditionsreichen TSV 1860 München in die Oberpfalz gekommen.

Gruppenbild der Löwenfreunde und Reisegruppe zusammen mit 1860-Präsident Robert Reisinger, Vize Hans Sitzberger und Fanbetreuer Christian Poschet (mit Urkunden, stehend von rechts). Foto: Udo Fürst
Gruppenbild der Löwenfreunde und Reisegruppe zusammen mit 1860-Präsident Robert Reisinger, Vize Hans Sitzberger und Fanbetreuer Christian Poschet (mit Urkunden, stehend von rechts). Foto: Udo Fürst
Fest in Hand der Löwenfans war das Sportgelände des SC Schwarzenbach am Samstag. Fotos: Udo Fürst
Fest in Hand der Löwenfans war das Sportgelände des SC Schwarzenbach am Samstag. Fotos: Udo Fürst
Löwen-Präsident Robert Reisinger plauderte aus dem Nähkästchen. Foto: Udo Fürst
Löwen-Präsident Robert Reisinger plauderte aus dem Nähkästchen. Foto: Udo Fürst
Der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde durfte nicht fehlen. Bürgermeister Thorsten Hallmann (rechts) beobachtet aufmerksam. Foto: Udo Fürst
Der Eintrag ins Goldene Buch der Gemeinde durfte nicht fehlen. Bürgermeister Thorsten Hallmann (rechts) beobachtet aufmerksam. Foto: Udo Fürst
Auch die Reisegruppe Oberpfalz, ein Zusammenschluss begeisterter Löwen-Fans, hatte Geschenke für die Gäste mitgebracht. Udo Völkl überreichte Reisinger unter anderem einen Fanschal. Foto: Udo Fürst
Auch die Reisegruppe Oberpfalz, ein Zusammenschluss begeisterter Löwen-Fans, hatte Geschenke für die Gäste mitgebracht. Udo Völkl überreichte Reisinger unter anderem einen Fanschal. Foto: Udo Fürst
Löwenfreunde-Vorsitzender Florian Stefan (Mitte) schenkte Fanbetreuer Christian Poschet einen Wimpel. Mit auf dem Foto Moderator Rupert Seitz. Foto: Udo Fürst
Löwenfreunde-Vorsitzender Florian Stefan (Mitte) schenkte Fanbetreuer Christian Poschet einen Wimpel. Mit auf dem Foto Moderator Rupert Seitz. Foto: Udo Fürst
Plausch mit Löwenfans. Foto: Udo Fürst
Plausch mit Löwenfans. Foto: Udo Fürst
Rupert Seitz, der schlagfertige und redegewandte Moderator des Nachmittags. Foto: Udo Fürst
Rupert Seitz, der schlagfertige und redegewandte Moderator des Nachmittags. Foto: Udo Fürst
Udo Fürst
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So wünscht man sich Geburtstagsgäste: Pünktlich, offen und sympathisch. All das waren sie, die beiden Präsidenten des TSV 1860 München, Präsi Robert Reisinger und Vize Hans Sitzberger, die im Schlepptau von Fanbetreuer Christian Poschet am Samstagnachmittag in die kleine Gemeinde bei Pressath gekommen waren.

Leutselig und volksnah mischten sie sich unters schwitzende Löwenvolk, beantworteten bereitwillig die Fragen der circa 100-köpfigen Fangemeinde im brütend heißen Festzelt, das die Löwenfreunde aus Anlass ihres 25-jährigen Jubiläums und des zehnjährigen Bestehens der Reisefreunde Oberpfalz aufgebaut hatten.

Schlagfertiger Moderator

Trotz der 35 Grad Außentemperatur geriet Robert Reisinger nicht ins Schwitzen, redete ruhig und gelassen über das Innenleben jenes Kult-Vereins, mit dem die Fans mindestens genau so viele schmerzliche wie schöne Erinnerungen verbinden.

Als schlagfertiger und fachkundiger Moderator führte Rupert Seitz durch die Fragestunde. Und er hatte schon mit seiner ersten Bemerkung die jubelnden Löwenfans auf seiner Seite: „Seid ihr einen Trainer aus der Oberpfalz habt, geht endlich was voran bei Sechzig“, spielte er auf den Fuchsmühler Coach Michael Köllner an.

Wichtige Stadionfrage

Robert Reisinger nahm den Ball auf, als er auf die Frage nach den Neuzugängen (neun an der Zahl) und dem ersehnten Ziel Aufstieg meinte: „Wir haben andere Spielertypen geholt, die packen das zusammen mit dem Trainer. Schließlich ist der ja Oberpfälzer“, sagte der Gast schmunzelnd und durfte sich dafür den Jubel der Festzeltbesatzung abholen. Danach ging es um die nach wie vor offene Stadionfrage (Reisinger: „Alles andere als ein zweitligatauglicher Ausbau des Grünwalder Stadions ist Utopie“).

Dafür seien aber noch intensive Gespräche mit der Stadt als Eigentümer notwendig, denn die Lösung mit maximal 18.000 Zuschauern gefalle ihm gar nicht. „Ich kann mich noch gut an 30.000, 35.000 Zuschauer im Grünwalder erinnern.“ Eine entscheidende Frage sei auch die Höhe der Miete, die in anderen Drittligastädten wesentlich niedriger sei als in München. „Wir haben der Stadt unsere Vorschläge unterbreitet. Jetzt sind sie dran.“

„Stadion in Schwarzenbach“

Bürgermeister Thorsten Hallmann, der Robert Reisinger später auch ins Goldene Buch der Gemeinde eintragen ließ, unterbreitete Reisinger ein verlockendes Angebot: „Also, wir hätten hier den nötigen Grund, eine nahe Autobahn und einen Bahnanschluss.“ Wenn Schwarzenbach nicht ganz so weit weg läge von München…., entgegnete der Präsident lachend.

Club-Fan Hallmann bekannte seine Sympathie auch für den TSV 1860 und vor allem für Trainer Michael Köllner („Er hat schon in der Nachwuchsarbeit exzellente Arbeit geleistet und auch schon beim FCN bewiesen, was er kann“) und wünschte dem Verein viel Kraft und Geduld auf dem Weg „mindestens“ in die 2. Liga.

Sachliche Ebene

Die lange belastete Zusammenarbeit zwischen Verein und Investor Hassan Ismaik werde mittlerweile auf einer sachlichen Ebene geführt – laut Reisinger ein erfreulicher Fortschritt. „Was früher meist zu schnell hinausposaunt wurde, wird jetzt intern geklärt.“ Reisinger verwies aber auch auf andere Zweit- oder Drittligavereine, die statt eines großen Hauptsponsors Hunderte kleinere Unterstützer hätten und auch gut über die Runden kämen. „Unser Finanzchef Marc-Nicolai Pfeifer hat hier damit begonnen und leistet dabei großartige Arbeit“, lobte der Chef.

Ehrungen und Geschenke

Kein Geburtstag ohne Ehrungen und Geschenke. Allerdings am Samstag in der entgegengesetzten Richtung. Die Löwenfreunde mit ihren beiden Vorsitzenden Florian Stefan und Stefan Sailer ernannten Robert Reisinger, Hans Sitzberger und Christian Poschet ebenso zu Ehrenmitgliedern wie ihren ehemaligen Vorsitzenden Michael Thumfahrt. Dazu gab es typisch deftige Oberpfälzer Präsente für die Gäste vom Fanclub und den Reisefreunden.

Als sich das Präsidentenduo nach gut drei Stunden wieder auf den Weg machte (Reisinger fuhr zusammen mit seinem Sohn nach Waldkirchen, wo 1860 am Sonntag sein erstes Testspiel der neuen Saison mit 8:0 gewann), konnten sie einmal mehr gewiss sein: Die Löwen haben auch und sehr viele treue Fans in der Oberpfalz, die aber in der neuen Saison nur eines akzeptieren: den Aufstieg.

Und da dürften selbst die Oberpfälzer ihrem Landsmann Köllner nur schwerlich verzeihen, wenn es wieder einmal nicht klappen sollte.

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1 Kommentare

Udo Völkl - 20.06.2022

Bis auf a paar Namensdreher a sauberer Artikel. Mir san scho immer und bleiben auch die Reisegruppe Oberpfalz 1860 München. Außerdem gibt es in der Reisegruppe keine Vorstandschaft, mir sind nicht so aufgestellt wie ein Fanclub. Trotzdem viele Grüße und Danke für den tollen Artikel.