SpVgg will nächste Negativserie beenden

Weiden. SpVgg SV Weiden erwartet am Freitag um 19 Uhr den SC Eltersdorf. In den letzten beiden Jahren haben die Weidner gegen die Mittelfranken immer verloren.

Von Stephan Landgraf

Entspannt lehnt Christian Stadler, Sportlicher Leiter des Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden, beim Training der ersten Mannschaft an der Spielerbank. „Es läuft gut“, sagt er.

Wir haben in den letzten vier Wochen große Schritte nach vorne gemacht. Nicht nur in der Tabelle, sondern auch spielerisch,

freut sich der 42-Jährige. Nun soll der nächste gemacht, die eigene Erfolgsserie von vier Siegen in Folge ausgebaut und im Heimspiel am Freitag um 19 Uhr im Sparda-Bank-Stadion die Negativserie gegen den SC Eltersdorf endlich beendet werden.

Es braucht Zeit bis alles funktioniert

SpVgg Weiden
Foto: Werner Franken/SpVgg SV Weiden

Die Vorzeichen dafür stehen seitens der Schwarz-Blauen nicht schlecht, weiß Stadler. Denn im letzten Monat sei genau das eingetreten, was man sich im Verein erhofft habe. „Wir haben einen großen Umbruch hinter uns und wir konnten aufgrund der englischen Wochen zu Beginn der Saison nicht nachjustieren“, blickt der Sportliche Leiter auf die holprige Anfangsphase zurück. Inzwischen alles Schnee von gestern, denn: „Dass man eine gewisse Zeit braucht, bis alle Rädchen ineinander greifen, die Abläufe funktionieren und ein neues Spielsystem verinnerlicht wird“, so Stadler.

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Die Verunsicherung nach dem nicht gerade berauschenden Auftakt sei jedoch inzwischen verflogen, die Mannschaft strotze nur so vor Selbstvertrauen. „Dass wir die Qualität haben, war mir klar. Jetzt zeigen wir sie auch“, sagt der Sportliche Leiter. Daher sei man auch im Heimspiel gegen den SC Eltersdorf, der derzeit mit 19 Punkten fünf Zähler hinter der SpVgg SV auf dem elften Tabellenplatz rangiert, keinesfalls chancenlos. Ganz im Gegenteil:

Wir sind so stark, so gefestigt und so selbstbewusst, dass wir auch gegen die Mittelfranken endlich den Bock umstoßen können.

Eltersdorf nicht gerade Lieblingsgegner

Sportlicher Leiter Christian Stadler Foto: Stephan Landgraf

Bestes Beispiel dafür sei der 1:0-Sieg am Wochenende beim SV Erlenbach gewesen. „Dort hatten wir unter meiner Regie als Trainer auch noch nie gewonnen. Warum also soll uns das nicht jetzt ebenso gegen Eltersdorf gelingen?“, so Stadler. Wobei die Bilanz der Weidener gegen den SC, beileibe kein Lieblingsgegner der Schwarz-Blauen, noch negativer ist, als die gegen Erlenbach. In den vergangen zwei Bayernliga-Jahren setzte es für die SpVgg SV nämlich vier Niederlagen. 0:1 und 1:2 im heimischen Sparda-Bank-Stadion, 0:2 und 0:1 in Eltersdorf.

Zeit also, um dies zu ändern. „Die Erfolge der letzten Wochen haben uns gut getan. Wir wollen weiterhin nichts verschenken und zuhause den nächsten Dreier einfahren“, gibt sich auch Weidens Trainer Tomas Galasek optimistisch. Immerhin liege man lediglich acht Zähler hinter dem Spitzenduo Großbardorf und Eichstätt. Die Chancen, den SC Eltersdorf zu bezwingen, beziffert der SpVgg SV-Coach auf „50:50“. Aber:

Wir sind mental inzwischen so stark, dass wir es schaffen können, die Punkte bei uns zu behalten.

Auch Eltersdorf ist motiviert

Mit dem gleichen Selbstvertrauen kreuzen jedoch auch die Mittelfranken um Trainer Hendrik Baumgart am Wasserwerk auf. Nach dem 0:3 beim TSV Aubstadt ließen die Eltersdorfer am letzten Wochenende einen 2:1-Heimerfolg gegen den Regionalliga-Absteiger FC Eintracht Bamberg folgen. „Da haben wir in der zweiten Hälfte wirklich ein klasse Match gezeigt“, blickt Baumgart zurück. An diese Leistung soll nun in Weiden angeknüpft und die Siegesserie der SpVgg SV unterbrochen werden. Baumgart muss am Freitag in der Oberpfalz auf Christopher Uwadia (Achillessehnenriss), Marco Nerreter (Adduktorenzerrung), Tom Abadjiew (Mittelfußprobleme) und Tim Zessinger (Muskelfaserriss) verzichten.

Ähnlich groß ist das Weidener Lazarett. Zu den Langzeitverletzten Tobias Plössner und Marco Kießling (beide Kreuzbandriss) gesellen sich für die Partie gegen den SCE weiterhin Enis Saramati und Johannes Scherm. Letzterer war letzte Woche im Training umgeknickt und zog sich einen Bänderriss im Knöchel zu. Der Außenverteidiger absolvierte zwar in dieser Woche schon wieder Laufeinheiten, aber ein Einsatz gegen Eltersdorf kommt jedoch noch zu früh. „Ansonsten können wir unsere Bestbesetzung ins Rennen schicken“, weiß Stadler, der – sollte die SpVgg SV so konzentriert wie zuletzt in Erlenbach auftreten – sicherlich erneut entspannt auf der Tribüne sitzen wird.

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