Die Oberpfalz bekommt sechs weitere Botschafterinnen und Botschafter

Regensburg. Die Oberpfalz ist die perfekte Heimat für viele innovativen, kreativen und sozial engagierten Menschen. Das ist die Botschaft des Oberpfalz Marketings. Gemeinsam mit seinen Partnern hat der Verein nun sechs weitere Botschafterinnen und Botschafter der Oberpfalz ausgezeichnet.

(von links) Landrat Richard Reisinger, Laura Frenzel, Wilhelm Koch, Dr. Jürgen Helmes (IHK Regensburg), Martina Schierer, Prof. Dr. Clemens Bulitta (OTH Amberg-Weiden), Ilsa Danziger, Heimat- und Finanzminister Albert Füracker, Prof. Dr. Mathias Obergrießer, Dr. Georg Haber (Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz) Brigitte Herzog und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de

Auch die neuen Botschafterinnen und Botschafter der Oberpfalz sind weit über die Region hinaus bekannt und haben sie nachhaltig geprägt. Wilhelm Koch, Künstler aus Amberg, wurde in der Kategorie Kultur ausgezeichnet. Wintersportlegende Eric Frenzel aus Flossenbürg erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Sport. Ilse Danziger, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Regensburg, sowie Brigitte Herzog, eine engagierte Verfechterin der Organspende, wurden in der Kategorie Gesellschaft geehrt.

Professor Dr. Mathias Obergrießer wurde in der Kategorie Wissenschaft zum Botschafter ernannt. Er tritt als Professor für “Digitalisiertes Bauen” an der OTH Regensburg den künftigen Herausforderungen in der Baubranche entgegen. Martina Schierer, eine Vorzeige-Unternehmerin aus Cham, wurde als Botschafterin aus der Wirtschaft ausgezeichnet. Alle wurden bei einem feierlichen Festakt im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz in Regensburg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Netzwerk an Botschafterinnen und Botschaftern

Gemeinsam mit dem Bezirk Oberpfalz, der Regierung der Oberpfalz, der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz sowie der Industrie- und Handelskammer Regensburg für Oberpfalz / Kelheim hat das Oberpfalz Marketing beschlossen, ein Netzwerk an Botschafterinnen und Botschaftern zu etablieren. Bereits im Frühjahr 2022 wurden die ersten von ihnen ernannt, im vergangenen November folgten dann vier weitere.

Alle Botschafterinnen und Botschafter der Oberpfalz erhielten als Anerkennung eine Trophäe sowie einen Ansteckpin.  Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Alle Botschafterinnen und Botschafter der Oberpfalz erhielten als Anerkennung eine Trophäe sowie einen Ansteckpin. Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Bei der Ernennung der Botschafter der Oberpfalz war der Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz fast bis auf den letzten Platz gefüllt.  Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Bei der Ernennung der Botschafter der Oberpfalz war der Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Der neue Botschafter der Oberpfalz Eric Frenzel konnte leider nicht live im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz dabei sein. Doch er hatte für die Gäste eine persönliche Videobotschaft aufgenommen.  Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Der neue Botschafter der Oberpfalz Eric Frenzel konnte leider nicht live im Spiegelsaal der Regierung der Oberpfalz dabei sein. Doch er hatte für die Gäste eine persönliche Videobotschaft aufgenommen. Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Fast schon Stammgäste auf der Botschafter-Bühne: Regierungspräsident Walter Jonas, Heimat- und Finanzminister Albert Füracker und Bezirkstagspräsident Franz Löffler.  Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de
Fast schon Stammgäste auf der Botschafter-Bühne: Regierungspräsident Walter Jonas, Heimat- und Finanzminister Albert Füracker und Bezirkstagspräsident Franz Löffler. Foto: Uwe Moosburger / altrofoto.de

Unter anderem mit dabei sind: die beiden Oberpfälzer Kabarett-Größen Toni Lauerer und Eva Karl-Faltermeier, Franz und Johannes Ehrnsperger von Neumarkter Lammsbräu, die Sportschützin und ehemalige Olympiasiegerin Monika Karsch, Rennfahrer-Legende Walter Röhrl und Luft- und Raumfahrt-Experte Prof. Dr. Gerd Hirzinger. Damit gibt es nun insgesamt sechzehn Oberpfälzerinnen und Oberpfälzer, die durch ihre Persönlichkeit, Überzeugung und Tätigkeit ein positives Bild ihrer Heimat nach außen tragen.

Ihr Stolz auf unsere wunderschöne Oberpfalz inspiriert uns alle. Gemeinsam tragen Sie dazu bei, die Oberpfalz als starke und innovative Region zu präsentieren! Albert Füracker, Schirmherr und Finanz- und Heimatminister

Potenzielle Botschafterinnen und Botschafter gäbe es in der Oberpfalz noch genug, sagt Franz Löffler, Bezirkstagspräsident der Oberpfalz und Vorsitzender des Vereins Oberpfalz Marketing: „Es ist in meinen Augen essenziell, Personen, die sich für ihre Heimat und für die Gesellschaft engagieren, auch in Zukunft, auszuzeichnen. Weil sie das Herz und die Seele unserer Region sind.“ Mit mehr Botschafterinnen und Botschaftern könne man die Botschaft des Oberpfalz Marketings noch besser verbreiten und die Region als attraktiven, zukunftsfähigen Lebens- und Wirtschaftsraum in den Köpfen der Menschen etablieren.

Das Netzwerk der Botschafterinnen und Botschafter soll daher in den kommenden Jahren weiterwachsen.

Kultur: Wilhelm Koch (Landkreis Amberg-Sulzbach)

Vor über 20 Jahren hatte der Künstler Wilhelm Koch aus Amberg die Idee, ein Museum zu eröffnen, das sich der Luft widmet. Das weltweit einzigartige Luftmuseum gilt heute als herausragender Kulturort. Seit 2009 ist Amberg offiziell ein „Luftkunstort“ mit Veranstaltungen wie der alle zwei Jahre stattfindenden Luftnacht. Seit über 40 Jahren bereichert er die Kulturszene der Oberpfalz. Er engagiert sich als Vorsitzender zweier Museen, Verleger und Ausstellungsmacher. Wilhelm Koch verkörpert Tatendrang, Innovationsgeist und Weltoffenheit.

Wirtschaft: Martina Schierer (Cham)

Martina Schierer hat eine bemerkenswerte Karriere hinter sich. Ursprünglich Journalistin bei „Bild am Sonntag“, leitete sie später das Ressort Unterhaltung/Medien bei der BILD-Zeitung und führt nun erfolgreich das preisgekrönte Weinkontor Cham. Vor fünf Jahren veränderte sich ihr Leben durch den tragischen Unfalltod ihres Mannes, woraufhin sie entschlossen die Geschäftsführung des Baustoffhandels übernahm. Ein Jahr später sah sie sich den Herausforderungen der Corona-Pandemie gegenüber und führte das Unternehmen erfolgreich durch die Krise, wobei sie zahlreiche Digitalisierungs- und Modernisierungsprojekte in der Max Schierer Gruppe vorantrieb. Martina Schierer schafft attraktive Bedingungen für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ermutigt junge Menschen, eine Karriere im Handwerk anzustreben.

Sport: Eric Frenzel (Landkreis Neustadt/WN)

Mit 43 Weltcupsiegen, sieben WM-Titeln und drei Olympia-Goldmedaillen wird Eric Frenzel zu Recht als “König der Kombinierer” bezeichnet. Seine Karriere begann früh: Mit 19 Jahren gewann er seinen ersten Weltcup, mit 22 seinen ersten WM-Titel und mit 25 die Olympiamedaille. Heute, als dreifacher Familienvater aus Flossenbürg, bekleidet er mit 35 Jahren das höchste Traineramt in der Nordischen Kombination und unterstützt junge Talente als Bundestrainer.

Seine Verbindung zur Oberpfalz entstand durch die Liebe zu seiner Frau Laura und er hat die Region mittlerweile ebenso liebgewonnen. Die Natur und Schönheit der Oberpfälzer Landschaft bieten ihm optimale Trainingsbedingungen und notwendige Ruhe zur Regeneration.

Wissenschaft: Prof. Dr. Mathias Obergrießer (Landkreis Regensburg)

Prof. Dr.-Ing. Mathias Obergrießer begann 2000 sein Bauingenieurstudium und promovierte als erster Assistent der Fakultät der OTH Regensburg in Zusammenarbeit mit der TU München. Nach praktischer Erfahrung bei Uschner + Obergrießer und als Leiter der digitalen Produktentwicklung bei Max Bögl wurde er 2018 zur Stiftungsprofessur “Digitalisiertes Bauen” berufen und 2023 Professor an der Fakultät Bau.

Er hat maßgeblich zur Entwicklung der Labore für digitales Bauen im Building Lab der OTH Regensburg beigetragen und engagiert sich in Projekten wie dem Smart Campus und dem „Digitalen Energiezwilling“ der Stadt Regensburg. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Obergrießer ein leidenschaftlicher SSV-Jahn-Fan, der Ausdauer und Durchhaltevermögen sowohl im Fußball als auch im Berufsleben verkörpert. Mathias Obergrießer gilt als ein Pionier im digitalen Bauwesen.

Gesellschaft: Ilse Danziger (Stadt Regensburg)

Vor drei Jahrzehnten trat Ilse Danziger dem Vorstand der jüdischen Gemeinde in Regensburg bei, als diese nur 117 Mitglieder zählte und keinen finanzierten Rabbiner hatte. Mit beharrlichem Einsatz sorgte sie für regelmäßigen Religionsunterricht für alle Kinder, was den Grundstein für die positive Entwicklung der Gemeinde legte. Heute zählt sie stolze 1000 Mitglieder, auch dank der Zuwanderung von Jüdinnen und Juden aus der ehemaligen Sowjetunion.

Ilse Danziger integrierte diese neuen Mitglieder durch Besuche bei Familien, Deutschkurse und Hausaufgabenbetreuung erfolgreich in die Stadtgesellschaft und die Gemeinde. Sie setzte Maßstäbe für die Integration von Flüchtlingen und gesellschaftliche Herausforderungen.

Die Errichtung der neuen Synagoge am Brixener Hof krönt ihr langjähriges Wirken, indem sie einen Ort schuf, an dem die jüdische Kultur und Geschichte erlebt werden können. Ilse Danziger engagiert sich entschlossen für den interreligiösen Dialog und ein friedliches Zusammenleben verschiedener Kulturen, um dem zunehmenden Antisemitismus entgegenzuwirken.

Gesellschaft: Brigitte Herzog (Landkreis Regensburg)

Brigitte Herzog ist durch ihre eigene Geschichte zur Verfechterin des Lebens geworden. Vor 14 Jahren verlor sie auf tragische Weise ihre Tochter Marlene bei einem Verkehrsunfall. Marlene war eine lebensfrohe junge Frau, die noch zu Lebzeiten beschlossen hatte, ihre Organe zu spenden und dadurch vier Menschen eine neue Chance auf Leben zu geben.

Seit 2014 unterstützt ihre Mutter Brigitte Herzog als Ansprechpartnerin im Verein der Lebertransplantierten Deutschland e.V. Angehörige von Organspendern und engagiert sich in der Aufklärung und Sensibilisierung für Organspende. Ihr Engagement führte dazu, dass der bundesweite Tag der Organspende 2025 in Regensburg stattfinden wird, was eine große Bedeutung für die Aufklärung und Sensibilisierung in diesem Bereich hat. Mit rund 8500 Menschen, die dringend auf ein lebensrettendes Organ warten, und nur 869 Organspendern im Jahr 2022, ist ihr Einsatz von unschätzbarem Wert.

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