Die Siedlergemeinschaft Moosfurt versammelte sich am Gedenkstein

Weiden. Um sie dem Vergessen zu entreißen, gedachten die Männer und Frauen der Siedlergemeinschaft Moosfurt am Totensonntag den Verstorbenen aus Terrorkriegen, Naturkatastrophen und auch denen der beiden Weltkriege.

Die Siedlergemeinschaft Moosfurt legte am Totensonntag am Mahnmal in der Siedleranlage einen Kranz nieder. Foto: Reinhard Kreuzer

Dazu versammelten sich viele am Gedenkstein in der Moosfurtsiedlung. Die Ansprache hielt der ehemalige Stadtrat Helmut Ruhland. Am Gedenkstein standen Ehemalige der Reservistenkameradschaft und der Marinekameradschaft Weiden, sowie die Erste Vorsitzende Edith Schimandl.

Eine Rückerinnerung an die Opfer von Gewalt durch Terror und Krieg aus der Vergangenheit sei seit dem 24. Februar dieses Jahres nicht mehr angebracht. Der Machthaber im Kreml hat mit dem Einmarsch in die Ukraine sein wahres Gesicht gezeigt. „Die Befreiung der Ukraine, angeblich von Nazis, hat sich inzwischen zu einer kriegerischen Auseinandersetzung mitten in Europa ausgeweitet. Auf beiden Seiten werden inzwischen schon Tausende von Menschen an Opfern gezählt. Durch gezielte Bombardierung von Wohngebieten werden Familien mit Kindern getötet. In den von Russland besetzten und zurückeroberten Gebieten wurden Massengräber mit gefolterten Zivilisten entdeckt. Dies ist nach internationalen Recht, Völkermord“, so Ruhland.

Kranz am Gedenkstein niedergelegt

Es müsste jenen gedacht werden, deren Familien grausam auseinandergerissen werden, die Angehörige verloren haben und deren Leben aufgrund ihrer traumatischen Erlebnisse nie mehr so sein wird, wie es vorher war. „Und wir gedenken auch denen, die von den verantwortungslosen Machthabern in aussichtslose Kämpfe geschickt werden, in denen sie ihre Gesundheit, ihre Jugend, ihre Unschuld und ihr Leben verloren haben“, sagte der Redner.

Dieser Gedenkstein, an dem alljährlich das Totengedenken der Moosfurtsiedler stattfindet, stehe nicht auf einem Friedhof, er stehe mitten in der Siedlung, wo sich das tägliche Leben in den Familien abspielt. Nach einem Gebet legte Ruhland mit der Vorsitzenden Edith Schimandl als äußeres Zeichen der Erinnerung und auch der Mahnung einen Kranz am Gedenkstein nieder.

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