Diese Auszeichnung erfordert hartes Training

Vilseck/Grafenwöhr. Nur einmal im Jahr werden die Prüfungen für den Infantry Badge abgenommen. An 30 Prüfungsstationen müssen die Soldaten beweisen, was sie drauf haben.

Training für den Expert Infantry Badge. Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Die Soldaten aus dem zweiten Kavallerie-Regiment kämpfen sich über mehrere Tage durch 30 Stationen. Dabei müssen sie geistig und vor allem körperlich bestens vorbereitet sein, um überhaupt eine Chance auf das Abzeichen zu haben. Das Expert Infantry Badge wird nur an Soldaten verliehen, die für die erfolgreiche Verteidigung gegen Feinde geeignet sind.

Solche Prüfungen werden beispielsweise am Truppenübungsplatz Grafenwöhr des siebten Armee-Ausbildungskommandos abgenommen, weil dieser Platz über qualitativ hochwertige Trainingseinrichtungen verfügt. In den meisten Infanterieabteilung wird diese Prüfung nur einmal im Jahr durchgeführt. Wer diese Tests nicht besteht, muss über ein Jahr warten, um es erneut zu versuchen.

Kein Raum für Fehler

Um das Abzeichen zu erhalten, müssen die Soldaten eine Vielzahl von Tests absolvieren, die wenig Spielraum für Fehler lassen. Die Kandidatinnen und Kandidaten müssen jede Station bestehen, ein Soldat kann sich nur zwei Fehler pro Tag erlauben. Erhält er oder sie beim ersten Versuch aufgrund eines Fehlers ein sogenanntes „NO GO“, können sie den Test wiederholen. Ein zweites „NO GO“ an einer anderen Station bedeutet, dass die komplette Testphase nicht bestanden wurde. Insgesamt gibt es drei Hauptstationen mit je zehn Unterstationen.

Alles rund um Waffen

Die Waffenfertigkeit der Soldaten wird auf die Probe gestellt. Sie müssen in der Lage sein, verschiedene Waffentypen zu laden, zu entladen, auf ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und abzufeuern. So stellen die Soldaten beispielsweise ihre Kenntnisse im Umgang mit schweren Maschinengewehren, dem 40-mm-Maschinengranatwerfer Mk 19 oder verschiedenen Pistolen und Schrotflinten unter Beweis. Die Behebung von Fehlfunktionen ist zusätzlich ein wichtiges Prüfungskriterium bei der Abnahme des Expert Infantry Badge. Darüber hinaus wird die Wurftechnik von Übungshandgranaten getestet.

Soldaten als Sanitäter

Wenn Kameraden im Kampf verletzt werden, ist schnelles Handeln erforderlich. Deshalb müssen die Soldaten eine Sanitäter-Ausbildung absolvieren, um Verletzungen vorläufig zu behandeln und Schlimmeres zu verhindern. Im Rahmen der Prüfungen wird die Erste Hilfe an Dummys durchgeführt. Die Kandidaten müssen beispielsweise eine offene Bauchwunde oder Augenverletzungen behandeln und Schwerverletzte in das Lager zurückbringen.

Patrouille und Orientierung

Die Wahrnehmung kleinster Veränderungen während einer Patrouille ist besonders wichtig. Die Soldaten sind gezwungen, ihre Umgebung genau beobachten und alle Auffälligkeiten bemerken und melden. In diesem Zusammenhang müssen sie Veränderungen richtig einschätzen und die militärischen GPS-Geräte bedienen können. An einer anderen Station zeigen sie, wie sie sich in einem Gelände unter direktem Beschuss bewegen und aus der Deckung heraus schießen.

Foto: OberpfalzECHO/David Trott
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US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Verletzte US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Verletzte US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Verletzte US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Gewehr Waffe Militär US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Gewehr Waffe Militär US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott
Gewehr Waffe Militär US-Army Grafenwöhr Vilseck Übungsplatz Soldaten US-Soldaten Übung Training Symbolbild Foto: OberpfalzECHO/David Trott

Richtige Kommunikation – verbal und nonverbal

Auch wenn das physikalische Geschick eine entscheidende Rolle spielt, kann der Angriff nur funktionieren, wenn die Soldaten richtig miteinander kommunizieren. Deswegen wird großer Wert auf die Verwendung der richtigen Terminologie und auf die Ausführung von visuelle Signaltechniken gelegt.

Besondere Zeit für die Soldaten

Häufig werden auch ausländische Streitkräfte zu den Prüfungen eingeladen. So begleitete das African Land Forces Colloquium die Soldaten auch in diesem Jahr. Lacey Justinger, stellvertretende Leiterin des Büros für öffentliche Angelegenheiten des siebten Armee-Ausbildungskommandos, betonte, dass ein Besuch das gegenseitige Vertrauen zwischen den Nationen stärke und den Austausch von bewährten Praktiken und Erfahrungen der anderen ermögliche.

Ein großer Wirtschaftsfaktor für die Region

Momentan leben und arbeiten rund 38.700 Personen für die US-Armee. Davon sind 16.100 Soldaten, 9.300 Zivilangestellte, 12.600 Familienmitglieder und etwa 700 Pensionäre.

Die Soldaten wohnen mit ihren Familien in mehr als 250 Dörfern, Städten oder Gemeinden in der Umgebung von Grafenwöhr, Hohenfels oder Vilseck.

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