Döllnitz trauert um Schwester Luzentine

Döllnitz. Die ehemalige Döllnitzerin Anna Bayerl, Schwester Luzentine, ist im Alter von 75 Jahren gestorben. Am 17. März hatte sie noch mit ihren Angehörigen ihren Geburtstag gefeiert, danach erkrankte sie immer mehr und war auf Hilfe angewiesen.

Von Sieglinde Schärtl 

Schwester Luzentine stehend vor ihrem Bruder Georg.
Schwester Luzentine stehend vor ihrem Bruder Georg.

Im Mutterhaus der Armen Schulschwestern, ihrem Orden, verstarb sie bereits am 16. Juli in Neubiberg bei München. Am 19. August wären es 50 Jahre geworden, dass sie die Ewige Profess abgelegt hatte. Zum Gedenken an das Jubiläum der Schwester Luzentine hält der Orden am Sonntag einen Gottesdienst. Anna Bayerl war eins von sieben Kindern von Anna und Michael Bayerl. Sie wurde in Döllnitz geboren und wuchs hier auf einem landwirtschaftlichen Anwesen auf. 1962, mit 20 Jahren, kam sie zu den Armen Schulschwestern nach Au in München und machte dort eine Ausbildung zur Kindergärtnerin.

1967 legte sie das ewige Gelübde ab. So kam sie als Kindergartenleiterin nach Pressath und Freising. Fast 20 Jahre lebte sie in Oberviechtach. Danach führte ihr Wegs sie im Herbst 2001 ins Mutterhaus nach Neubiburg zurück. Sie kam mit ihrer Schwester Maria, die dem gleichen Orden angehört und den Schwesternamen Menna annahm, oft zu ihren Eltern und Geschwistern nach Döllnitz. Ein beliebtes Ritual: Wenn sie Gitarre spielte, kamen die Dorfkinder in Scharen und versammelten sich um sie.

Anna Bayerls letzte Ruhe

Auf dem Ostfriedhof in München ist Anna Bayerl im Schwesterngrab zur letzten Ruhe gebettet. Im Anschluss fand das Requiem in der Klosterkirche in Neubiberg statt, das ein Jesuitenpater aus dem Kongo mit den Schwestern und Angehörigen der Verstorbenen feierte. Ordenschwester Cäcillia stellte das Lebenswerk nochmals heraus. Auch Pfarrer Alfons Kaufmann aus Oberviechtach, zelebrierte mit.

Er dankte Schwester Luzentine im Nachruf für ihre Tätigkeit an der ehemaligen Wirkungsstätte im Kindergarten von Oberviechtach. Hier habe sie sehr segensreich bei den Kleinen gewirkt und vielen haben sie noch in guter Erinnerung. Auch einige Oberviechtacher waren zur Trauerfeier gekommen.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.