Drogen und Haftbefehle: Den Fahndern gehen gleich mehrere Fische ins Netz

Waldsassen. Bei Kontrollen der Grenzpolizei ergab sich zweimal kurz hintereinander das gleiche Muster: Haftbefehl festgestellt, durch Zahlung abgewendet, wieder Drogen gefunden, neue Anzeige.

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Nach einem Disco-Streit kam es in Weiden am Sonntag zu einem Messerangriff auf dem Oberen Markt. Symbolbild: Pixabay

Einen per Haftbefehl gesuchten jungen Mann stellten die Fahnder der Grenzpolizeigruppe Waldsassen am Dienstagnachmittag in Waldsassen. Der Gesuchte (32) saß als Beifahrer in einem Citroën, den die Fahnder nach der Einreise aus der Tschechischen Republik stoppten. Die Überprüfung der Personalien des Mannes ergab einen bestehenden Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Regensburg wegen Schmuggel von Marihuana. Durch Zahlung der Geldstrafe von etwa 700 Euro, konnte dieser abgewendet werden.

In einer Zigarettenschachtel in seiner Hosentasche mitführte, fanden die Polizisten eine geringe Menge der Droge Crystal Meth. Das Rauschgift stellen sie sicher. Mit 700 Euro weniger in der Tasche und einer Strafanzeige wegen eines weiteren Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz konnte er seine Reise fortsetzen.

Crystal in der Unterhose

Einen weiteren „Volltreffer“ landeten die Fahnder dann auch am Mittwochfrüh bei der Kontrolle eines Pärchens. Deren Skoda, mit dem sie unmittelbar zuvor aus Tschechien eingereist waren, weckte das Interesse der Fahndungsspezialisten. Die Überprüfung der Personalien ergab außerdem ebenfalls einen aktuellen Haftbefehl bei der Frau (23). Das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Weiden waren auf der Suche nach ihr wegen des Schmuggels von Betäubungsmitteln. Etwa 1.100 Euro musste die Frau vor Ort zur Abwendung des Haftbefehls bei den Fahndern einbezahlen.

In ihrer Handtasche fanden die Polizisten dann erneut eine geringe Menge der Droge Crystal auf. Bei der weiteren Durchsuchung, kamen etwa weitere vier Gramm der Droge zum Vorschein, die sie in ihrer Unterhose vor den Fahndern zu verstecken versuchte.

Auch der Fahrer stand unter Drogen

Dem geschulten Auge der Grenzpolizisten blieb nicht verborgen, dass auch der 40-jährige Fahrer des Skoda drogentypische Anzeichen aufwies. Einen Drogenurintest, den sie bei dem Mann veranlassten, versuchte er zu manipulieren, indem er Wasser aus der Toilette schöpfte. Ein weiterer ordnungsgemäß durchgeführter Test verlief schließlich positiv auf mehrere Drogenarten. Die Polizisten ordneten daraufhin eine Blutentnahme an.

Zur Abrundung des Gesamten, war der 40-Jährige auch nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, da ihn diese bereits wegen Konsum von Betäubungsmitteln entzogen wurde. Nach der Anzeigenaufnahme und der Einbezahlung der Geldstrafe aus dem Haftbefehl wurden die Beiden wieder entlassen.

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