Drohne für Feuerwehr Erbendorf im Trend

Erbendorf. Gehören Drohnen bald zur Grundausstattung einer Feuerwehr? Die Erbendorfer Feuerwehrler wollen darauf vorbereitet sein und üben schon mal das Fliegen. Drohnen werden künftig im Bereich der Hilfsorganisationen eine wesentlich größere Rolle spielen, davon ist der Erbendorfer Feuerwehrchef fest überzeugt.

Nur ein Anfang: Die Drohne wird Einsatzkräfte in Zukunft immer öfter begleiten. Bild: Roland Wellenhöfer

Die Feuerwehr Erbendorf hat nun durch eine Firmenspende eine Trainingsdrohne in petto. Die Einsatzmöglichkeiten reichen heute schon von der Fernerkundung mit hochauflösenden Kameras bis hin zur Einsatzdokumentation. Längst werden Drohnen mit Thermografie-Kameras auch bei Suchaktionen und bei Gefahrguteinsätzen eingesetzt.

Doch Feuerwehr-Kommandant Bernhard Schmidt ist davon überzeugt, dass dies alles nur ein Anfang ist. Irgendwann in Zukunft werden Drohnen beim Alarm automatisch starten, um den Einsatzleiter in Echtzeit Bilder und Daten von Einsatzstellen zu liefern. „Diese Entwicklung wollen wir mitgehen und von Anfang an unterstützen und freuen uns deshalb sehr auf die Zusammenarbeit mit Globe Flight, von der die Spende kam.“

Experten für Drohnen

Mit der Firma Globe Flight sitzt seit kurzem im Gewerbepark Erbendorf einer der größten Experten für Drohnen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Zu den Kunden gehören die Bergrettung, die Bundes- und Landespolizei und Spezialeinheiten. Da ist es nicht weiter verwunderlich, wenn auch Kontakte zur örtlichen Feuerwehr bestehen. Schon 2018 spielten die Erbendorfer in einem Werbevideo von Globe Flight mit. Bisher wird bei der Feuerwehr Erbendorf zwar noch keine Drohnentechnik eingesetzt. Doch dies soll sich bald ändern.

Die Verantwortlichen der Feuerwehr und des Feuerwehrvereins Tobias Bollmann, Albert Vollath, Bernhard Schmidt (von links) bedankten sich bei Anselm Dötterl und Tom Gradl für die Spende. Bild: Roland Wellenhöfer

Aus der Hand von Sales Manager Anselm Dötterl und Tom Gradl von der Firma Globe Flight erhielten Kommandant Bernhard Schmidt und sein Stellvertreter Wolfgang Gruber die DJI „Mini SE“ als Trainingsdrohne für die Feuerwehr. Mit Zubehör hat die Drohne einen Wert von rund 400 Euro.

Für technikaffine Neumitglieder

Die Übergabe der Trainingsdrohne sei nur ein erster Schritt. „Damit wollen wir uns an die neue Technik herantasten. Das heißt in erster Linie das „Fliegen“ zu üben und Erfahrungen mit der neuen Technologie zu sammeln“, so Bernhard Schmidt. „Bewusst wollen wir damit auch technikaffine Neumitglieder ansprechen, die sich für das professionelle Fliegen von Drohnen interessieren“. Wie Anselm Dötterl ergänzt, sind Trainingsflüge mit der kleinen Drohne sehr unkompliziert möglich, da sie zur Klasse C-Null (C-0) gehöre und damit von jedermann fast überall geflogen werden darf.

In einem weiteren Schritt will man, so Bernhard Schmidt, eine professionelle BOS-Drohne anschaffen. Der Vorsitzende des Feuerwehrvereins Albert Vollath sicherte die Unterstützung zu. Er brachte als Jäger und Vorsitzender der Jagdgenossenschaft aber auch das Thema „Rehkitz-Rettung“ vor. „Vielleicht ergibt sich eine Möglichkeit der Zusammenarbeit zwischen der neuen Drohneneinheit der Feuerwehr und der Jägerschaft“, so Vollath.

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