„Dumba“ feiert nach drei Jahren ausgelassen ihre Kirwa

Kirchenthumbach. Die Bewohner der Marktgemeinde konnten in diesem Jahr nach zweijähriger Unterbrechung endlich wieder ihre Freiluft-Kirchweih am Turnerplatz zu Füßen der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt feiern. Niemand hatte im Jahr 2019 damit gerechnet, dass es ein so spätes Wiedersehen sein würde.

Die Gseea Wepsn heizte dem Publikum ganz schön ein, sodass bis in die frühen Morgenstunden gefeiert und gesungen wurde. Foto: Petra Lettner

Obwohl das Wochenende wettermäßig dem anhaltenden Dürresommer ein kurzes Regenintermezzo gönnte, konnten die Kirchenthumbacher ihre Kirwa im Strömen und feierten ausgelassen, sodass zeitweise kaum ein Bierbankplatz zu bekommen war.

Baum mit Muskelkraft aufgestellt

Am Freitag verfolgten die Verantwortlichen mit Argusaugen das Wetter- und Regenradar. Sollte doch der Kirwabaum mit bloßer Muskelkraft und ganz ohne maschinelle Unterstützung seinen Ehrenplatz am Ort des Geschehens bekommen. Bei zu großer Regenmenge müsste dabei das Aufstellen jedoch sprichwörtlich ins Wasser fallen, um schwere Unfälle zu vermeiden.

Kurz vor knapp konnte dann glücklicherweise grünes Licht gegeben werden und die Vereinsmitglieder zogen mit Baum in Begleitung der Blaskapelle vom Feuerwehrhaus zum Festplatz. Mit viel Augenmaß, Erfahrung und Besonnenheit gelang es schließlich unter der Federführung des langjährigen Vereinsvorstandes Thomas Zeitler das Unterfangen zu einem guten Ende zu bringen, sodass die etwa 22 Meter hohe Fichte nun für einige Wochen stolz über die Marktgemeinde hinausragen wird.

Regen hindert nicht am Feiern

Am Kirwasamstag, beinahe pünktlich zu Festbeginn, setzte der Regen ein. Mit vielerlei Überdachungen, Schirmen und Pavillons hatte der Kirwaverein im Vorfeld dafür gesorgt, dass der größte Teil der Sitzplätze überdacht war.

Die feiernden Gäste rückten noch zusammen und erlebten mit der Partyband – den Gseea Wepsn – eine rauschende Kirwanacht bis in die frühen Morgenstunden. Die vier Musiker überzeugten dabei durch ihr breites Repertoire und ihr unglaubliches Durchhaltevermögen in nicht enden wollenden Stimmungsrunden.

Gstanzlsänger waren der Hit

Der Höhepunkt des Abends waren natürlich die Gstanzlsänger Thomas und Jakob Zeitler, die für Reißer und Lacher am Turnerplatz sorgten. Sie wussten etwas über die Kirche, dem Rathaus, von Corona, der Schule, dem Industriegebiet, dem Ukrainekrieg, der Inflation, den Energiekosten, dem Wetter und dem Pfarrer zu berichten.

Ein schöner Kirwanachmittag am Sonntag

Der Sonntag brachte dann wieder bestes Wetter für einen schönen Kirwanachmittag mit bester Unterhaltung durch die Lokalmatadoren, der Blaskapelle Kirchenthumbach. Neben den üblichen Kirwaschmankerln gab es ein buntes Kuchenbuffet sowie Eiskaffee und Eisschokolade. Wegen des guten Wetters endete der zweite Festtag in den späten Abendstunden.

Kirwa „feierlich“ zu Grabe getragen

Die Vereinsmitglieder verwandelten danach den Festplatz in rekordverdächtiger Geschwindigkeit wieder zur üblichen Ortsmitte, in der nur noch der Kirwabaum sowie die Bühne an ein tolles Wochenende erinnert. Am Montag wurde die Kirwa dann voller Würde zu Grabe getragen.

Mit einem lachenden und weinenden Auge endete das Fest schließlich in der Gastwirtschaft Melber im Krawandorf und wurde dort symbolisch weitergereicht. Dort findet in gut drei Wochen die Krawandorfer Kirwa statt.

Deine Meinung? Hier kommentieren!

* Diese Felder sind erforderlich.