Eifersuchtstat? 27-jährige Weidenerin boxt Ex-Freund ins Gesicht

Weiden. Weibliche Gewalt gegen Männer ist selten, aber es gibt sie auch in der Oberpfalz. Eine 27-jährige Weidenerin versetzte am Wochenende ihrem Ex-Freund einen Faustschlag.

Die meisten Opfer von Partnerschaftsgewalt sind Frauen. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall. Tendenz steigend. Symbolbild: Polizei

Die Frau aus Weiden traf am Sonntag gegen 4.00 Uhr im Max-Reger-Park auf ihren Ex-Freund, der sich dort zusammen mit einer anderen Frau aufhielt. Die Weidener ging auf ihn zu und schlug ihm mit der Faust ins Gesicht.

Der 26-jährige aus dem Landkreis Neustadt erlitt dabei eine erhebliche Platzwunde über der Augenbraue, die im Klinikum Weiden behandelt werden musste. Gegen die Frau wird nun wegen eines Vergehens der Körperverletzung ermittelt.

Steigende Zahl männlicher Opfer

Nach wie vor sind die allermeisten Opfer häuslicher Gewalt und Auseinandersetzungen zwischen Paaren Frauen. Doch inzwischen trifft jede fünfte Gewalttat in einer Beziehung einen Mann. Die Übergriffe steigen seit Jahren.

2020 wurden laut Bundeskriminalamt (BKA) 148.031 Menschen in Deutschland Opfer von Partnerschaftsgewalt. 119.164 der Betroffenen waren weiblich. Unter den Männern registrierte das BKA 28.867 Opfer. Ein Anstieg von etwas über sieben Prozent gegenüber 2019.

Bei den Tötungsdelikten sieht das Gefälle ähnlich aus: 139 Frauen wurden 2020 vom Partner oder der Partnerin getötet, bei den Männern waren es 30. Ob die Pandemie die Lage verschärft hat, lässt sich aus der BKA-Statistik nicht ohne Weiteres ablesen. Der Weiße Ring berichtet hingegen von einem sprunghaften Anstieg nach den Lockdowns.

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