Gesundheit

Ein Leben bis zuletzt in Würde: Gesundheitsminister besucht Hospizzentrum

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Neustadt/WN. Zum ersten Mal hat der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek das Hospizzentrum Sankt Felix besucht. Knapp 20 Volksvertreter aus der Region schlossen sich diesem Termin an und informierten sich über die Hospizarbeit der Malteser.

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Minister Holetscheck (vorne Mitte) und zahlreiche Vertreter aus Bund-, Land- und Kommunalpolitik informieren sich über die Hospizarbeit der Malteser. Bild: Sarah Nerb
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Elke Lauterbach, in der Diözese zuständig für die ambulante Hospizarbeit der Malteser, freut sich über den Zuspruch. Bild: Sarah Nerb
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Susanne Wagner, Leiterin des stationären Hospizes Sankt Felix, freut sich über den Besuch. Bild: Sarah Nerb

 

 

Der Diözesangeschäftsführer der Malteser, Gregor Schaaf-Schuchardt, erläutert, warum es wichtig ist, ambulante und stationäre Hospizarbeit zu vereinen: „Es ist wichtig, dass die Menschen dort sterben können, wo sie es möchten. Um diesem Wunsch gerecht werden zu können, arbeiten die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der unterschiedlichen Dienste und Einrichtungen eng zusammen. Durch Netzwerke, in denen man sich persönlich kennt, gemeinsame Ziele verfolgt und verbindliche Strukturen für Behandlungsabläufe festlegt, wird für Menschen am Lebensende ein Umfeld der Verlässlichkeit und Geborgenheit geschaffen.“

900 Jahre alte Tradition

Die Malteser können bei der Hospizarbeit auf eine über 900 Jahre alte Tradition zurückgreifen. Bereits in Jerusalem gründeten sie ein Hospital, das allen Glaubensrichtungen offenstand. Dort pflegten sie die Kranken, manchmal auch bis zum Tod.

„Der Termin war aufgrund der Corona Auflagen nicht leicht zu organisieren. Ich freue mich dennoch, so viele interessierte Politikerinnen und Politiker in unserem Haus Sankt Felix begrüßen zu dürfen. Es zeigt, dass das Thema Tod uns vor allem in den letzten knapp zwei Jahren mehr als üblich beschäftigt hat. Vielleicht gibt es jetzt ein anderes Bewusstsein darüber, was der Mensch am Ende seines Lebens braucht“, so Susanne Wagner, die Leiterin des stationären Hospizes Sankt Felix.

Große Dankbarkeit

Auch Elke Lauterbach, in der Diözese zuständig für die ambulante Hospizarbeit der Malteser, freut sich über den Zuspruch: „Uns ist bewusst, dass sich viele Menschen nicht mit den Thema Tod beschäftigen wollen. Doch wenn es dann unumgänglich ist, erleben wir eine große Dankbarkeit, dass wir die Menschen mit ihrer Angst, ihren Emotionen nicht allein lassen. Auch für die Angehörigen, vor allem trauernde Kinder, weiten wir unser Angebot stetig aus.“

Die Gäste zeigten sich von der ruhigen, friedvollen Atmosphäre des stationären Hospizes begeistert. Und auch die zumeist ehrenamtlich ausgeführte Tätigkeit in der ambulanten Hospizarbeit beeindruckte die Besucher. „Das ist eine segensreiche Einrichtung, die hier von den Maltesern geleitet wird und ich glaube, es hat viel damit zu tun, dass wir an dieser Station des Lebens noch einmal alles aufwenden, um Medizin und Zuwendung zusammen zu bringen, um Zeit für die Menschen zu haben. Ich wünsche mir, dass wir das wieder in den Mittelpunkt stellen“, so Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Auf Spenden angewiesen

Susanne Wagner und Elke Lauterbach sprachen auch den Punkt der Finanzierung offen an. Denn beide Dienste, sowohl das stationäre Hospiz, als auch die ambulanten Hospizdienste, sind auf Spenden angewiesen.

Wer sich hier näher informieren will, findet auf der Webseite www.sankt-felix.de weitere Auskünfte.

Ein Leben bis zuletzt in Würde

Eine umfassende Hospiz- und Palliativversorgung, die schon vielen Menschen mit schwersten Erkrankungen ein Leben bis zuletzt in Würde ermöglichen konnte und auch die Angehörigen nicht im Stich lässt – das ist der Anspruch der Malteser in ihrem Hospizzentrum Sankt Felix. Davon konnte sich der Gesundheitsminister bei seinem Besuch überzeugen.

Beim Rundgang durch stationäres Hospiz und dem Bereich des ambulanten Hospizdienstes konnten gerade die ehrenamtlichen Hospizbegleiter nicht nur dem Minister, sondern auch den Politikern aus Bund, Land und Landkreis ihre Erfahrungen, aber auch ihre Sorgen näher bringen. Mittlerweile sind im ambulanten Hospizdienst über 90 ehrenamtliche Hospizbegleiter tätig, deren aufopferungsvolle Tätigkeit auch der Landesvorsitzende der Malteser, Christoph Friedrich aus München, würdigte.

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