Buntes

Elf Frauen starten - fast 50 engagieren sich heute

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Döllnitz. 40 Jahre hat die Frauengruppe Döllnitz heuer zu feiern! Die Geschichte dahinter hat viele Facetten. 

Von Sieglinde Schärtl 

40 Jahre Frauengruppe! Die aktuelle Vorstandschaft (2019 gewählt) mit Vorsitzender Martina Maier (sechste von links), Team und Ehrengästen.

Von Anfang an ist der Verein aktiv - bis heute. Am 08. Januar 1981 fällt für die Frauen der Startschuss: Sobald ein Ende der Pandemie es zulässt, wollen die Mitglieder ihr 40-jähriges Bestehen ausgiebig feiern.

Geburtsstunde der Frauengruppe

Klein angefangen hat sich der Verein zu einer bekannten Institution entwickelt, die auch über die Gemeindegrenzen von Leuchtenberg bekannt ist. Im Schützenheim ist damals die Idee entstanden eine Frauenvereinigung zu gründen - knapp drei Wochen später setzen elf Frauen ihr Vorhaben um, sieben davon lassen sich in den Vorstand wählen.

Der damalige Schützenmeister Hans Kammerer () leitete die Versammlung mit Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Johann Schönberger () und dem Kassier der Schützen Ludwig Prüfling. Sie sind somit die Taufpaten des Vereins. Im Nu hatten die Frauen das Zepter in der Hand. Der Wunsch Schönbergers', aus dem Verein könnte doch noch ein Katholischer Frauenbund werden, haben die Frauen nicht erfüllt. Die Frauengruppe wollte ganz selbstständig sein, sich keinem Dachverband unterordnen. So besteht der Verein bis heute.

Frauengruppe mischt mit

Noch am Gründungsabend haben die Frauen damals ein Programm ausgearbeitet und sich die Vorgabe gesetzt, sich alle zwei Wochen zu treffen. Zwei Wochen später waren schon 25 Mitglieder beigetreten, Frauen aus Döllnitz, aber auch benachbarten Ortschaften. Die Gründungsmitglieder erstellen auch eine eigene Satzung - zugeschnitten auf alle Mitglieder - und schließen eine Versicherung für den „Gesellschafts- und Wanderverein“ ab. Ein Punkt, um für Gleichberechtigung zu sorgen: Bei der Beerdigung von Mitgliedern soll Musik spielen - das ist ja auch bei Männern so üblich.

Die neu gewählte Vorstandschaft, die zweite Wahl nach der Gründung 1985: Irmtraud Braun, Maria Reil, Adelinde Kammerer, Elisabeth Nitschkte (hinten von links) und Vize Martha Stuber und Vorsitzende Sieglinde Schärtl (vorne von links).

21 Treffen und ein mehrwöchiger Erste-Hilfe-Kurs ist die Bilanz von Jahr eins. Der Verein hat sich Wunsch und Ziel gesetzt, regelmäßige Zusammenkünfte, gemeinsame Kurse, Vorträge und Geburtstagsfeiern abzuhalten. Im Gründungsjahr haben die Frauen auch die Premiere ihres ersten Frauenfaschings gefeiert. Hier waren auch Männer zugelassen. Für die Aktion "Lichtblicke" hat die Frauengruppe als erster Verein im Landkreis Neustadt/WN Spenden bei einem Jahresabschlussessen gesammelt.

Auch beim Start der Burgfestspiele der Stadtbühne haben die Frauen zum ersten Mal miterlebt, wie sich auf der Leuchtenberger Burg der „Vorhang“ hebt. Helfen mit Spenden, Taten, Worten oder einfach Zeit für einander haben zum Austausch: Die Frauengruppe hat sich kulturell, kulinarisch, technisch, sportlich, kirchlich, weltlich eingebracht und pflegt Verbindungen zu anderen Vereinen, wie KDFB, DJK-Gymnastikgruppe, BBV-Landfrauen.

Faschingsfest mausert sich zum Renner

Für die Kirchenrenovierung der St. Jakobskirche haben die Frauen gebastelt, einen Stand organisiert und fleißig Spenden gesammelt. Bei der Altarweihe haben sie sich um einen Triumphbogen am Kircheneingang gekümmert. Mit der Minibrotaktion unterstützen sie viele Jahre Pater Hans Wörner in der Mission in Südamerika,, später Lichtblicke, das Kinderheim in Windischeschenbach, die Kinderkrebshilfe und das Heilpädagogisches Zentrum.

Maiandachten an der Lourdesgrotte, den Kreuzweg beten und das Beten des Oktoberrosenkranzes, einst mit den Vorbeterinnen, den ältesten Mitgliedern Barbara Saller () und Barbara Betz () gehörten mit zum Jahresprogramm. Sowie die alljährliche Messfeier mit Gedenken der verstorbenen Mitglieder und im Anschluss die Jahreshauptversammlung.

Alle fünf Jahre wurde die Gründung gefeiert, die immer mit einem Gottesdienst begann. Statt Weihnachtsfeier gabs und gibt es alljährlich die Jahresabschlussfeier. Die Faschingsveranstaltungen waren stets ein Renner - so manches Mitglied hat dabei enorme schauspielerische Fähigkeiten. Bei Umzügen wie bei Vereinsjubiläen oder Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, benötigten sie keine Fahne, denn das war auch nie das Ziel des Vereins, „denn Frauen schmücken alleine durch ihr Erscheinungsbild den Zug“, so die einhellige Meinung.

Der erste Fasching am 20. Februar 1981 in der Pfreimdtalhütte, Tanzmühle und das erste gemeinsam Foto nach der Gründung.

Heute: Fast 50 Mitglieder

16 Jahre hat Gründungsvorsitzende und heutige Ehrenvorsitzende Sieglinde Schärtl den Verein geführt. Ihr war wichtig, dass alle mitgestalten und durch ihr politisches Ehrenamt den Verein auch in die Politik einbringen. 1997 hat Schärtl das Zepter an Martina Maier übergeben. Im Laufe der Jahre sind immer mehr Mitglieder dem Verein beigetreten - fast 50 sind es aktuell. Leider ist Gründungsmitglied Barbara Saller, sowie drei Mitglieder, die im Gründungsjahr beitraten (Barbara Betz, Else Gieler und Gisela Schönberger) schon verstorben sowie auch Barbara Ram, die später zum Verein kam.

„Als eine Gemeinschaft“ bezeichnet Maier die Frauen, die sich aus alt und jung, aus verschiedenen Orten und drei Generationen zusammensetzt. Sie setzen alles daran, auch für alle Altersgruppen Programm zu bieten.

Die Frauen der ersten Stunde: Sieglinde Schärtl (1. Vorsitzende), Martha Stuber (2. Vorsitzende) beide Döllnitz, Elisabeth Nitschke (Schatzmeisterin), Irmtraud Braun (Schriftführerin) beide Tanzmühle, MariaFederl, Adelinde Kammerer, Maria Prüfling, Barbara Saller, alle Döllnitz, Annemarie Bodensteiner, Ann Schönberger, beide Bernrieth und Maria Reil, Preppach.

Im Gründungsjahr traten bei: Waltraud Augustin und Else Gieler, beide Tanzmühle; Maria Balk, Schönmühle; Maria Bäumler, Gisela Kleber, Roswitha Sättler, Anneliese Simon, Rita Schwabl, Rita Werner, Barbara Betz und Anneliese Weißenburger, alle Döllnitz; Anna Hösl und Maria Roth, Wittschau; Gisela Schönberger, Preppach.

Bilder: Sieglinde Schärtl 

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