Endlich den Meisterbrief in der Hand

Weiden. Am Freitag erhielten die frischgebackenen Friseurmeisterinnen und -meister ihre Briefe in der Max-Reger-Halle.

HWK-Vizepräsident Gerhard Ulm (zweite Reihe, Erster von rechts) und HWK-Bereichsleiter Wolfgang Reif (zweite Reihe, Erster von links) gratulierten den erfolgreichen Meisterkursabsolventinnen im Friseur-Handwerk. Foto: Fotostudio Kraus

Knapp 940 Handwerksmeister aus 28 verschiedenen Berufen haben von März 2021 bis Februar 2022 im Gebiet der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz erfolgreich ihre Meisterprüfung abgelegt. Aufgrund der anhaltenden Pandemie übergibt die Handwerkskammer die Meisterbriefe heuer wieder in mehreren kleineren Veranstaltungen, quer durch ganz Ostbayern verteilt. So wie vergangenen Freitagabend in der Max-Reger-Halle in Weiden.

Der Brief ist etwas Besonderes

29 Friseure nahmen Freitagabend ihren Meisterbrief in einer Feierstunde mit bunten Rahmenprogramm persönlich entgegen. Laudator Gerhard Ulm, Vizepräsident der Handwerkskammer, hob in seiner Lobrede hervor, welche Bedeutung dem Handwerk und insbesondere den Handwerksmeistern angesichts der derzeitigen Krisen zuteilwird.

Zeigen Sie stolz, dass Sie Handwerker sind. Zeigen Sie stolz, dass Sie zu einer sehr begabten Gruppe von Menschen gehören, die die Zukunft mitgestalten und die am und für den Menschen arbeitet.

Gerhard Ulm, Vizepräsident der Handwerkskammer

National und international stehe man vor großen Herausforderungen: Klimawandel, Wohnungsbau, der Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Sicherung der regionalen Nahversorgung und vielem mehr. Das sei nur mit Fachkräften wie den Jungmeistern zu schaffen, so Ulm mit Blick auf die Absolventen.

Handwerk braucht Nachwuchs

Meister sind die besten Positiv-Beispiele für die Branche. Damit auch künftig genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen, brauche das Handwerk mehr Nachwuchs, betonte Ulm. Passgenaue Berufsorientierung und zielgerichtete Nachwuchswerbung seien der Schlüssel. Ebenso müsse die Tatsache, dass akademische und berufliche Bildung gleichwertig sind, noch stärker in der Öffentlichkeit ankommen. Die besten Positiv-Beispiele dafür seien die jungen Handwerksmeister selbst.

Beliebteste Meisterfächer

Der Meistertitel im Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk war in diesem Jahrgang bei den Männern am beliebtesten, mit 181 Männern und acht Frauen war er insgesamt der begehrteste Meisterabschluss.

Unter den Frauen kommt die überwiegende Anzahl der Meisterinnen aus dem Friseurhandwerk. Insgesamt 113 Absolventen, darunter elf Männer, haben sich in diesem Beruf weiterqualifiziert. Die Frauenquote aller Meisterabsolventen lag insgesamt bei knapp 19 Prozent.

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