Eric Frenzel Kolumne: „Es geht aufwärts“

Flossenbürg. Eric Frenzel hat den ersten Weltcupsieg eingefahren. Leider musste er am zweiten Tag dann aufgeben – ein schwerer Infekt hat ihn geschwächt. 

Eric Frenzel Kolumne

Von Eric Frenzel

„Mein erster Weltcupsieg in dieser Saison im österreichischen Ramsau, das über einen endlich ordentlichen Wettkampfsprung und über eine gute Leistung in der Loipe führte, macht mich sehr glücklich und zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin, vor allem, wenn ich mir die einzelnen „Elemente“ dieses Sieges vor Augen halte.

Der Probesprung am Freitag, der sogenannte PCR, den Athleten vor den Wettkampftagen springen, damit auf ihn als Ergebnis zurückgegriffen werden kann, falls der Wettkampfsprung wegen schlechten Wetters nicht durchgeführt werden kann, war bei mir eher mäßig. Beim ersten Ramsauer Wettkampftag konnte ich aber endlich einen Sprung zeigen, der in den letzten Trainings schon auf der Tagesordnung war. Wichtig war, diese Leistung im Wettkampf abzurufen, was Balsam für die Seele und Stärkung des Selbstbewusstseins war und ist.

Eric ist in bester läuferischer Verfassung

Von Platz drei ging es dann in die Loipe, eine hervorragende Ausgangsposition, insbesondere im Hinblick auf meine gute läuferische Verfassung, die ich schon früh in der Saison hatte. Das Rennen verlief auch aus taktischer Sicht sehr gut, zu den Spitzenleuten konnte ich früh aufschließen und mit meinem Teamkameraden Fabian Riessle konnte ich das Rennen in unserem Sinne gestalten. Bis es dann zum Zielsprint mit Fabian kam, bei dem ich dann auch die Nase vorn hatte.

Leider wurde am zweiten Tag der PCR-Probesprung gewertet. Die Jury hatte wegen des Wetters das reguläre Springen abgebrochen – eine Entscheidung, die aus meiner Sicht nicht zwingend notwendig war. Wobei ich jedoch Verständnis für die Entscheidung der Leute um Renndirektor Lasse Ottesen habe, da dieser Juryjob ja nicht immer der einfachste ist und die Gesundheit der Athleten im Zweifel  Vorrang hat. Ich selbst musste dann noch den ganzen Wettkampftag aufgeben, da bei mir ein Infekt zugeschlagen hatte, der mich mit hohem Fieber schwächte – das Fortführen des Wettkampfs war undenkbar.

Positiver Blick in die nächsten Wochen

Der Rückblick auf die ersten drei Wettkampfwochen stimmt mich vom Verlauf der Entwicklung her positiv. Die Laufform könnte bisher besser nicht sein. Das Springen hat mir zum ersten Mal nach fünf Jahren einen holprigen Saisonstart beschert. Die Abläufe waren nicht von Anfang an hundertprozentig optimiert und die schlechten Windbedingungen bei den skandinavischen Wettkämpfen mit einhergehenden schlechten Ergebnissen waren nicht das Beste für die mentale Disposition. Das Springen hat sich aber nun von seinen Abläufen so stark verbessert, dass ich dort wieder 90 Prozent meiner alten Leistungsmöglichkeit habe.

Das alte Wettkampfjahr ist vorüber. Mit Zuversicht schaue ich auf das Neue!

Eins Energie Eric Frenzel

Herzlichst Eric Frenzel“

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