„Erna“ wird hinters Licht geführt: Erste Veranstaltung des Projekts „senSiwen“

Weiden. Es dauert nur ein paar Minuten. Wenige Augenblicke ist Erna unaufmerksam – und schon ist ihre ganze Monatsrente weg. Geklaut – Von den Männern, die die Seniorin selbst in ihre Wohnung gelassen hat. 

Was für ein Theater! Bei der ersten Veranstaltung der diesjährigen senSiwen-Reihe (Seniorensicherheit Weiden) präsentierte der Präventionsbeamte der Polizeiinspektion Weiden, Polizei-Hauptkommissar Wilhelm Fritz die Polizeipuppenbühne mit dem Stück „Erna“. „Das war äußerst interessant und lehrreich für mich“, meinte eine begeisterte Teilnehmerin. Somit haben die Veranstalter ihr Ziel erreicht: „Was man selbst spielerisch erlebt und mit eigenen Augen wahrnimmt, behält man am längsten im Gedächtnis.“, wie der Polizeibeamte Georg Hüttner berichtet. Er und seine Kollegen Helmut Fritsch und Thomas Nörl von der Polizeiinspektion Weiden sind im Nebenamt „polizeiliche Puppenspieler“. Sie spielten den Senioren am Mittwoch „Erna“ vor – Ein Stück, das sie warnen soll.

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Erna wurde betrogen – Das soll den Zuschauern des Stücks nicht passieren.

Aus Ernas Fehlern lernen

Die Puppen-Witwe Erna lebt allein in ihrem Häuschen und wird von der „Ratschkathl Mare“ zu einer Kaffeefahrt überredet. Später erhält Erna noch einen Anruf, der die Übergabe eines Preises aus einem Preisausschreiben ankündigt. Ihr war gar nicht bewusst, dabei überhaupt mitgemacht zu haben. Ganz aufgeregt empfängt sie die beiden Gewinnüberbringer am nächsten Tag, die ihr einen angeblich hochwertigen Besteckkasten mit 50 Euro „Bearbeitungsgebühr“ übergeben. „Ich hab gestern erst meine Rente geholt“, erklärt Erna. Sie wird geschickt abgelenkt und die Betrüger stehlen ihr die im Schlafzimmer aufbewahrte Monatsrente. Erna wurde also betrogen – und daraus sollen die Senioren lernen: „Diese Leute wollen immer ihr Bestes – nämlich ihr Geld“, warnten die Polizisten. In der anschließenden Diskussion gaben die Beamten noch jede Menge Tipps, derlei Straftaten zu verhindern.

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Die Teilnehmer hatten großen Spaß und Klatschten zur Musik

Sicherer fühlen und sicherer sein

Polizist Helmut Fritsch erklärt das Ziel der Veranstaltung: „Wir wollen durch diesen senSiwen – Nachmittag einen Eigenschutzmechanismus bei den Teilnehmern aufbauen“. Mit Gitarre, Gesang und Puppenspiel verinnerlichten sie den Teilnehmern: Passen Sie auf und lassen Sie sich nicht übers Ohr hauen! Diese Veranstaltung ist aber nicht die einzige für die Weidener Senioren: Sieben weitere Seminarnachmittage vermitteln den Senioren alles, was sie über Sicherheit im privaten und öffentlichen Bereich wissen müssen. Hier arbeiten Polizei, Feuerwehr, BRK und andere wichtige Partner zusammen. Sie zeigen den Senioren in Theorie und Praxis alles, was sie können und wissen müssen: Brandschutz, Zivilcourage, Erste Hilfe und vieles mehr.

Fotos: Bundespolizeiinspektion Waidhaus

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