Erste Playoff-Serie: Ausgeruhte Blue Devils in Führung gegen gestresste Erfurter

Weiden. Die fünfte Jahreszeit im Eishockey beginnt am Freitagabend in Weiden. Die Blue Devils konnten sich nach dem letzten Hauptrundenspiel gegen die Starbulls Rosenheim 14 Tage auf die Playoffs vorbereiten. Der Gegner aus Erfurt musste in der Oberliga Nord mit den Pre-Playoffs zuletzt drei Partien in vier Tagen absolvieren. Wer hat da die besseren Karten?

Gegen Erfurt dürfen die Blue Devils Weiden dreimal jubeln. Bild: Jürgen Masching

„Welche Vorbereitung hier die bessere war, wird man am Freitagabend in der Hans-Schröpf-Arena sehen“, wollten die Verantwortlichen der Blue Devils im Vorfeld nicht spekulieren. Trainer Sebastian Buchwieser jedenfalls muss zum Playoff-Auftakt auf vier Spieler verzichten. Barry Noe, Neal Samanski, Rob Brown und Tomáš Rubeš stehen nicht zur Verfügung.

Homjakov marschiert, Bassen kontert

Das Match beginnt wie ein Play-Off-Spiel beginnen soll. Nach 43 Sekunden gibt es vor dem Erfurter Tor ein Handgemenge. Dominik Piskor und der Erfurter Torwart Konstantin Kessler belohnen sich dafür mit jeweils zwei Minuten. In der dritten Spielminute der Führungstreffer für die Blue Devils: Edgars Homjakovs marschiert ins Erfurter Drittel und zieht ab. Der überraschte Kessler kann den Puck nur noch aus dem Tor holen, 1:0.

Die Black Dragons aus Erfurt verpassen wenig später in Überzahl (6.) die Möglichkeit zum Ausgleich. Sogar in Unterzahl trifft die Oberpfälzer Offensive genauer: Martin Heinisch sitzt auf der Strafbank (10.), Chad Bassen schnappt sich an der eigenen blauen Linie die Scheibe, läuft allein auf Torwart Kessler zu und netzt zum 2:0 ein. Anschließend lassen die Weidener zwei aufeinander folgende Strafzeiten gegen Erfurt liegen – nicht einmal das 5 gegen 3 Powerplay können sie in ein Tor ummünzen (17.).

Nullnummer im zweiten Drittel

Im zweiten Drittel versuchen die Blue Devils das Spiel zu kontrollieren. Marius Schmidt hätte gleich zu Beginn mit dem 3:0 die Weichen frühzeitig auf Sieg stellen können. Kessler hält seinen Kasten sauber. Auch Martin Heinischs Ansatz wenige Minuten später verpufft.

Danach werden die Thüringer stärker, Jaroslav Hübl muss mehrmals sein Können demonstrieren. Auch bei einem Unterzahlspiel der Weidener rettet Hübl mehrfach. Die Mega-Chance zum Anschlusstreffer für die Black Dragons vergibt kurz vor der Drittelsirene Kyle Beach, der allein vor Hübl scheitert. Optisch geht dieses Drittel an die Gäste, die jedoch keinen Treffer erzielen.

3:0 ins leere Tor

Im letzten Drittel versuchen die Gäste aus der Landeshauptstadt Thüringens noch einmal, die Wende zu erzwingen. Doch die Reihen der Blue Devils stehen geschlossen, und sie starten immer wieder schnelle Konter. Gleich zu Beginn muss Jeremy Luccini auf die Strafbank. Die Blue Devils überstehen auch diese Unterzahl. Aber auch die Weidener lassen ihr Überzahlspiel (50.) ungenutzt. Man merkt dem Oberligameister-Süd in dieser Phase an, dass die Kufen nach zweiwöchiger Pause noch nicht rund laufen.

Die Erfurter zeigen Kondition und versuchen bis zum Schluss alles, um Hübl doch noch zu überwinden. Als Torwart Kessler zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis geht (59.), geht das nach hinten los. Joey Luknowski passt vors leere Tor, Chad Bassen schiebt zum 3:0-Endstand ein. Die Blue Devils gehen in einem Play-Off-Spiel mit ungleichen Voraussetzungen gegen den Nordvertreter aus Erfurt mit 1:0 in der Serie in Führung.

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