Besinnliche Reise durch weihnachtliche Melodienwelt

Kohlberg. Mitglieder der Hackbrettgruppe des Oberpfälzer Waldvereins (OWV) Mantel verzaubern mit einem Konzert die Besucher der katholischen Kirche in Kohlberg.

Die richtige Musik für die staade Zeit: Die Hackbrett-Gruppe des OWVs verzauberte die Zuhörer mit weihnachtlichen Weisen. Foto: Gerhard Müller

Etwas Schnee hätte noch gefehlt, um die Vorfreude auf eine schöne Weihnachtszeit perfekt aufkommen zu lassen. Das hat jedoch die festlich vorbereitete Pfarrkirche Herz Jesu in Kohlberg schnell vergessen gemacht. Mit dem Anblick der nunmehr seit 41 Jahren vom Ehepaar Gunda und Fritz Hermann aufgebauten großen Krippe fühlten sich die Besucher schnell in eine gemütliche Adventszeit versetzt. Sterne, Kerzen und Weihnachtsschmuck taten ihr Übriges dazu.

Umfangreiches Programm

Das Musikstück „Es herbstlt“, bei dem Akkordeonspieler Hermann Lang die Führungsrolle übernahm, läutete den musikalischen Reigen ein. Bleibt’s „Schöi staad“ vermittelte ein Musikstück, das von den Gitarristen Gunda Hermann und Hermann Lang geprägt wurde. Beim Stück „Sterndlnacht“ glaubte man, die Sterne funkeln zu sehen, die „Pastorella“ von Anton Kobrich aus dem 18. Jahrhundert zeigte sich trotz ihres Alters keineswegs altmodisch. Sogar eine eigene Komposition war Teil des Programms, Irene und Hermann Lang hatten für die Weihnachtswünsche selbst getextet und die Melodie geschrieben. Einige weitere Musikstücke rundeten die harmonische Aufführung ab.

Musizierende mit viel Gefühl

Alle Darbietungen wurden von den Hackbrettvirtuosen Gertrud Werner, Andrea Rothballer, Irmgard Ermer, Herlinde Weiss, Irene Lang und Conny Gurdan vielstimmig und variantenreich untermalt, sodass bei jedem der Musikstücke ganzheitliche Harmonie hörbar war. Dabei sorgte Irmgard Ehrlich am Kontrabass dafür, dass mit ihrer Taktvorgabe kein Mitglied des Ensembles aus dem Rhythmus geriet.

Rund 100 Besucher holten sich in der Pfarrkirche Kohlberg ein Vorgefühl auf die Weihnachtszeit. Foto: Gerhard Müller

Nachdenkliche Worte laden ein zur Besinnung

Leiterin Cornelia Gurdan verstand es, die Zuhörer zwischen den einzelnen Musikstücken mit selbst erlebten Ereignissen in der Vorweihnachtszeit oder auch mit aktuellen Sorgen und Begehrlichkeiten der Menschen zum Nachdenken zu bewegen. Zum Abschluss der abwechslungsreichen Reise durch viele Facetten der volkstümlichen Weihnachtmusik lud sie das Publikum zum Mitsingen einiger bekannter Weihnachtweisen ein. Die Gäste ließen sich nicht lange bitten und bewiesen lautstark, dass ihnen die Texte vieler Vorweihnachtlieder noch bestens in Erinnerung geblieben sind.

Conni Gurdan entließ mit besinnlichen Worten das Publikum in den Abend, musikalisch tat dies Hermann Lang mit seinem Akkordeon mit dem Stück „Staader Ausklang“. Der langanhaltende stehende Applaus, den die Zuhörer den Musikanten spendeten, war der Dank für die Mitnahme auf eine wunderbare Reise durch eine weihnachtliche Melodienwelt.

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