Buntes

Möglichst lange Dauerfrost

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Neustadt/WN. Das Thermometer ist auf Temperaturen weit unter den Gefrierpunkt gesunken, Berufspendler klagen über Schnee und glatte Straßen und manche würde sich wohl am liebsten hinter dem Kachelofen verstecken. Manch andere sehnen sich jedoch nach genau diesen Witterungsverhältnissen.

Zur letzteren Gruppe zählen die Eisstockfreunde, die nach wochenlangen Trainingseinheiten in der Eishalle endlich im Freien ihrem Sport frönen können. Doch die Tage, an denen die Temperaturen konstant im Minusbereich verharren, scheinen gezählt. „Letztes Jahr waren es fünf Tage und heuer wird es wohl nicht viel anders werden“, vermutet Herbert Schmid während der wöchentlichen Trainingseinheit am Donnerstagabend. „Wenn’s mal zehn, 15 Tage sind, ist es viel“, weiß der Ruheständler, der die wenigen Tage im Jahr möglichst täglich zur idyllisch gelegenen Eisstockanlage am Waldrand kommt. „Da sieht mich die Frau nicht oft“, lacht Schmid.

Ambitioniertes Training

Noch vor sechs, sieben Jahren habe das Eis bis in den März hinein getragen, weiß Michaela Hausner. „Zur Neustädter Kirwa haben wir das Wasser eingelassen“, erinnert sich Hausner. Rund 60 Zentimeter hoch steht das Wasser in dem Becken, das im Sommer nur als eine etwas tieferliegende Wiese zu erkennen ist. Wenn die Eisschicht dick genug gefroren ist, muss erstmal der Schnee weggeräumt werden. „Da ist Handarbeit gefragt“, sagt Herbert Schmid. Auch wenn es nur Training ist, spielen die Wintersportler wie bei einem Turnier um Punkte.

Wenn man nur so spielt, strengt man sich ja nicht so an,

erklärt Michael Kühnel, der erste Vorstand des ESF Neustadt.

Hoffentlich noch lange kalt

Aus einer Distanz von 23 Metern zielen die Eisstockschützen auf die Daube. Halt auf der glatten Fläche geben die speziellen Eisstockschuhe mit einer griffigen Gummisohle. Ein Trainingsspiel kann schon mal zwei, drei Stunden dauern – „wie es uns gefällt“, sagt Hausner. Vor der beißenden Kälte schützen dann dicke Socken, Skihosen und Handschuhe. Der Schuss selbst wird aber ohne Handschuh ausgeführt. „So hat man auf jeden Fall mehr Kontrolle. Mit Handschuhen rutscht man schon weg“, weiß Annemarie Kreuzer. „Hoffentlich bleibt es noch ein bisschen kalt“, wünscht sich die aktive Stockschützin. Davon würde auch noch eine zweite Gruppe von Wintersportlern profitieren. „Nachmittags dürfen auch Schlittschuhläufer jederzeit herkommen“, betont Kreuzer.

Die Einen fluchen über die Kälte, Andere wünschen sich nichts sehnlicher. Die Eisstockschützen des ESF Neustadt können seit einer Woche endlich wieder im Freien ihrem Sport frönen.

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