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Fackel wandert von Münster - über Rußweiher - bis nach Solferino

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Eschenbach. Eine Fackel wandert von Münster bis nach Solferino und wird dabei auch über den Eschenbacher Rußweiher getragen. Was hat es mit der Aktion auf sich?

Eigentlich würde am 24.06.2021 in Solferino/Italien der Fiaccolata 2021 stattfinden. Doch wie auch schon 2020 wird dieser auch in diesem Jahr ausfallen. Dennoch will die Rot-Kreuz-Gemeinde diesen Gedanken in die Welt tragen und hat deswegen den Fackellauf gestartet.

Am Morgen des 24. Juni 1859 standen sich, von Osten und Westen herangerückt, je hundertfünfzigtausend Mann in einem Gefecht in Solferino/Italien gegenüber. Am Abend lagen vierzigtausend Tote und Verwundete auf dem Feld. Der junge Geschäftsmann Henry Dunant vergaß seine ursprüngliche Mission und kümmerte sich um die Soldaten. Der Schweizer konnte andere ebenfalls dafür gewinnen, den verletzten und sterbenden Soldaten zu helfen. Dies war die Geburtsstunde des Roten Kreuzes.

"Wir sind da, wenn wir gebraucht werden"

Jedes Jahr wird am 24.06. an den Ursprungsgedanken des DRK erinnert: Menschen helfen, Gesellschaft gestalten. Im Gedenken an die Schlacht und den Ursprung der Hilfsorganisation veranstaltet das Italienische Rote Kreuz jedes Jahr den "Fiaccolata". Mit dem Tragen der Fackel durch Deutschland soll die "Fackel der Hoffnung" nach Solferino gebracht werden.

Die Aktion ist am 08.05.2021 in Münster gestartet und kam am 11.06.2021 nach Bayern. Jetzt wurde die Fackel auch durch die Oberpfalz getragen: Am späten Sonntagnachmittag hat Landbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein die Fackel über dem Rußweiher entgegen genommen. Mit Tretbooten wurde die Fackel mit viel Begleitung über den Rußweiher getragen.

Der Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes, Theo Zellner, der zu diesem Anlass das erste Mal nach Eschenbach gekommen war, freute sich über die Aktion. „Das Rote Kreuz definiert sich über das Ehrenamt“, sagt Zellner. „Hier durch diesen Fackellauf geht eine Botschaft hinaus: Wir sind da, wenn wir gebraucht werden“.

Licht der Menschlichkeit wandert über den Rußweiher

„Wir vom BRK haben uns entschieden, dass 'Licht der Menschlichkeit' durch Bayern zu tragen“, sagt Landesbereitschaftsleiter Dieter Hauenstein. Stolz war Hauenstein auch auf die große Teilnahme am Rußweiher. So war die Wasserwacht, viele Jugend-Rot-Kreuz-Vereine aus der Umgebung und auch das US-Rote-Kreuz aus Vilseck und Grafenwöhr dabei, als das „Licht der Menschlichkeit" über den Russweiher getragen wurde.

Hauenstein übergab die Fackel im Anschluss an Thomas Rauch vom Kreisverband Weiden/Neustadt/WN. Weiter geht es nun nach Landshut, wo sie an den BRK-Bezirksverband Oberbayern übergeben wird. Am 24.06.2021 soll die Fackel dann in Solferino ankommen.

Landrat Andres Meier sprach von einer gelungenen Aktion. Und er betonte auch, dass das Rote Kreuz in der Pandemiezeit sehr viel geleistet hat. Bürgermeister Marcus Gradl lobte die hervorragende Organisation und bedankte sich bei seinem Eschenbacher Roten Kreuz und der stellvertretenden Bundesbereitschaftsleiterin Petra Luber für die Zusammenarbeit.

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