Fahrplan für ukrainische Schülerinnen und Schüler

Tirschenreuth. Für ukrainische Flüchtlinge greift ab kommenden Schuljahr die Schulpflicht.

Landrat Roland Grillmeier bespricht zusammen mit Martina Puff, Thomas Metzler, Albert Bauer und German Helgert die Situation der ukrainischen Schülerinnen und Schüler für das kommende Schuljahr. Foto: Landratsamt Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth ist die Betreuung der ukrainischen Flüchtlinge nach wie vor ein wichtiges Thema. Für die ukrainischen Kinder und Jugendlichen steht der Spracherwerb im kommenden Schuljahr an oberster Stelle.

„Steuergruppe Ukraine“ trifft sich

Um die Vorgaben des Bayerischen Kultusministeriums für das neue Schuljahr bestmöglich umsetzen zu können, kamen daher nun die „Steuergruppe Ukraine“ für die Schulen im Landkreis Tirschenreuth und der rechtliche Leiter aller Schulen im Landkreis Landrat Roland Grillmeier zu einem Gespräch zusammen.

Neben dem Spracherwerb steht im kommenden Schuljahr vor allem die Beratung und Begleitung im Fokus, damit die ukrainischen Schülerinnen und Schüler die richtige Schulart sowie einen passenden Abschluss finden und weiter im bayerischen Schulwesen Fuß fassen.

2022/2023 ist ein „Übergangsjahr“

Landrat Grillmeier erläutert die Situation ab September: „Nächstes Jahr handelt es sich um ein „Übergangsjahr“. Das heißt, es ist nicht von Bedeutung, in welche Brückenklasse an welcher Schulart die ukrainischen Schülerinnen und Schüler in den fünften bis neunten Klassen nächstes Jahr gehen, der Unterricht ist an allen Schulen exakt gleich.“ Erst im Schuljahr 2023/24 wird eine Zuordnung in eine Schulart erfolgen.

Schulamtsdirektorin Martina Puff betont, dass die ukrainischen Kinder und Jugendlichen eine hohe Disziplin an den Tag legen würden, sehr lernwillig seien und schnell Fortschritte beim Spracherwerb machen.

Weiter Informationen

Grundschule: Rund 80 ukrainische Kinder zwischen 6 und 10 Jahren, die am Regelunterricht teilnehmen werden. Damit wird ein intensives Sprachbad sowie vielfältige Begegnung mit Gleichaltrigen ermöglicht. Zudem gibt es ein ergänzendes Sprachförderangebot.

Jahrgangsstufen 5-9: 104 Schülerinnen und Schüler, die einer Brückenklasse an den Schularten Mittelschule, Realschule oder Gymnasium zugeordnet werden. Der Stundenplan umfasst unter anderem Deutsch als Zweitsprache, Mathematik, Englisch sowie die Teilnahme am Fachunterricht wie Sport, Natur oder Technik.

Ab Jahrgangsstufe 10: Schüler, die 16 Jahre alt werden und keine mittlere Bildung nachweisen, besuchen die Berufsintegrationsklasse im BSZ Wiesau. Dies werden drei bis vier Schulklassen sein.

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