FC Weiden Ost: Umstrittene Elfer-Entscheidungen bringen Sieg beim SV Etzenricht

Etzenricht. Der FC Weiden Ost nimmt erfolgreich Revanche für die deftige Vorrundenniederlage und zieht mit zwei Treffern in der 70. und 80. Minute am SV Etzenricht beim letzten Auswärtsspiel vor der Winterpause in der Tabelle der Bezirksliga Oberpfalz Nord vorbei.

Abgehoben: Für Etzenrichts Noah Scheler reichte es für einen Kurzeinsatz. Bild: Rudi Walberer

„Ich bin überglücklich“, bilanziert Florian Schrepel, Spielertrainer der Ostler. „Mit Spielglück haben wir trotz weniger Torchancen nicht unverdient gewonnen.“ Vor dem Spiel habe man eher auf ein Unentschieden spekuliert. „Aktuell haben wir einen Lauf, nehmen das 2:0 gerne mit und haben mit 26 Zählern mehr als das Soll erreicht.“ Kompliment an die Mannschaft: „So gelingt uns nächste Woche noch ein Punkt gegen Auerbach.“

Branchenkenner Schrepel räumt aber auch ein, dass der junge Schiri bei den Elfmeterentscheidungen alles andere als richtig lag. Aus Sicht der SV-Verantwortlichen waren sie der „Knackpunkt“ im Match.

Durch zwei Fehlentscheidungen auf die Verliererstraße?

„Uns wurde ein klarer Elfer versagt“, monierte Manfred Herrmann, „als Fabian Kunz in der 10. Minute gefoult wurde.“ Und zum schließlich gegebenen Elfer für Weiden Ost 20 Minuten vor dem Ende: „Das war nie und nimmer einer.“

Erst nach dem Geschenk zum 1:0 kommen die Gäste mit vereinzelten Kontern so richtig in die Gänge. Michael Werner macht mit einem Spurt und seinem cleveren Abschluss die 4. Heimniederlage des SVE perfekt.

Trotz Dampf kein Lohn

Dabei kontrollieren die spielerisch überlegenen Platzherren das Derby mit jeder Menge Ballbesitz und sicheren Kombinationen. Trotz personeller Ausfallliste und Kurzeinsätzen für Leistungsträger. „So etwas zieht mich runter“, quittiert der Spielertrainer seine Enttäuschung im Pressegespräch. „Wir haben uns vom Kopf her und sportlich angestrengt, viel investiert, an Leidenschaft hat‘s nicht gefehlt und haben am Ende mit Dampf auch 5 oder 6 gute Szenen erzeugt – und dann kommt nichts raus“.

Am Sonntag geht es zu einem der wenigen Derbys im Landkreis NEW nach Vohenstrauß. „Ein richtiges Brett haben wir vor uns“, urteilt der Trainer auch oder gerade wegen der Schlappe der Schuster-Elf am Wasserwerk.

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