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Frauenbund fordert Geschlechtergerechtigkeit in Politik und Gesellschaft

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Grafenwöhr. Auch wenn "Covid-19" vieles nicht mehr erlaubte, gab es beim Katholischen Frauenbund "coronakonform" einige schöne Aktionen. Was nicht so schön ist, sind die Erhöhungen des Mitgliedsbeitrags.

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Versammlung des Frauenbundes. Foto: Renate Gradl
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Zur Jahreshauptversammlung begrüßte Frauenbund-Vorsitzende Doris Schreglmann die Mitglieder, Bezirksvorsitzende Elke Burger und besonders den geistlichen Beirat Pfarrer Daniel Fenk. Danach erläuterte Schreglmann die Aufgaben des Katholischen Frauenbundes. Dieser werde landläufig als "Kaffeekränzchen" bezeichnet, was jedoch ganz und gar nicht stimmt. "Die Frauen treten mit aller Kraft dafür ein, dass Gerechtigkeit, Solidarität und Menschenwürde garantiert werden", betonte die Vorsitzende.

Frauenbund für Geschlechtergerechtigkeit

Der KDFB (Katholische Deutsche Frauenbund) steht demnach unter anderen für Geschlechtergerechtigkeit in Politik und Gesellschaft mit der Forderung für mehr Teilzeitstellen, existenzsichernde Löhne und menschenwürdige Beschäftigungsverhältnisse und tritt für die Verringerung des Altersarmutsrisiko bei Frauen ein, die besonders betroffen sind. Der KDFB fordert auch, dass jede Familie mit Kindern, egal welcher Konfession sie angehört, besonders gefördert und unterstützt wird. Eingesetzt wird sich auch für den Schutz des Lebens und für die Gesundeheitsversorung aller Frauen. Der Frauenbund macht sich außerdem stark für eine Welt gegen Hunger, Gewalt und Diskriminierung.

Nach dem Totengedenken für die 13 verstorbenen Mitglieder gab Schreglmann auch einen Rückblick mit Bildern über die Aktivitäten seit der letzten Jahreshauptversammlung. Kurz vor der Pandemie konnte noch Frauenfasching im voll besetzten Jugendheim-Saal gefeiert werden. Der KDFB war beim Gelübdefeiertag "St. Sebastian" präsent sowie beim Abschied des verstorbenen Monsignore Karl Wohlgut. Es gab auch einen Vortrag mit dem Thema: "Entrümpeln befreit" und der "Weltgebetstag der Frauen" ist begangen worden.

Lockdown verhindert Prozessionen

"Danach überraschte uns der Lockdown", so Schreglmann und es musste improvisiert werden. Deshalb gab es zu Muttertag keine Feier, sondern einen Brief mit einer Grußkarte. Auch zu Fronleichnam fiel zwar die Prozession aus, aber "fleißige Frauen ließen sich trotz Maskenpflicht nicht abhalten, einen Blumenteppich vor der Kirche zu legen". Eine erste Begegnung fand im August mit einer Radtour statt. Über das Gedankenkarussell und Depressionen ging es bei einem Vortrag, bei dem Abstand eingehalten worden ist. Nach dem Rosenkranzgebet durfte jede Frau einen kleinen Rosenkranz mit nach Hause nehmen.

Statt der Adventsfeier hat man einen stimmungsvollen Gottesdienst gefeiert. Auch eine Flasche Glühwein durften sie mit nach Hause nehmen. Zusammen mit der Zeitung "Engagiert" erhielten die Mitglieder einen dicken Lebkuchen. Da der Fasching heuer ausfallen musste, hat man die Frauen mit einem "Gute-Laune-Tee" (angeheftet an "Engagiert") überrascht. 2021 ist auch wieder der "Weltgebetstag der Frauen", ein meditativer Kreuzweg gebetet sowie ein Blumenteppich zu Fronleichnam gelegt worden. Mit kleinen Rosinenbrötchen beteiligte sich der KDFB an der "Solibrot"-Aktion. Durch Spenden konnten 636 Euro an Misereor überwiesen werden.

Danksagungen an die Mitglieder

Nach der Maiandacht zeichnete man einige Frauen für ihre Treue zum KDFB aus. Anstelle der Muttertagsfeier erhielten alle Frauen ein gebackenes Herz. Schreglmann bedankte sich bei der Jahreshauptversammlung bei allen Helferinnen und besonders bei allen, die das Programm trotz widriger Umstände so gut angenommen haben. Den Dankesworten schloss sich Pfarrer Daniel Fenk an. Besonders gefreut habe er sich über den Blumenteppich bei seiner Amtseinführung.

Beim Engagement komme es auf jeden selbst an. "Nur so kann ein kirchlicher Verein weiterleben", ist sich der Pfarrer sicher. Den Frauen des Frauenbundes stellte er sich auch noch einmal vor. "Ich fühle mich hier sehr wohl und freue mich auf die kommende Zeit", so Fenk. "Hoffentlich können wir mehr unternehmen, wenn wir durch Corona nicht mehr so gebeutelt werden."

Beitragserhöhung im Bund

Mit dem Gebet: "Gott will ich danken" startete Bezirksvorsitzende Elke Burger, die sich freute hier zu sein. Leider musste sie jedoch von der Beitragserhöhung berichten. Der Beitrag steigt für die KDFB-Mitglieder von 25 auf 32 Euro im Jahr 2022 und wird bis 2030 pro Jahr um zwei weitere Euro erhöht.

Fünf Euro für dieses Jahr habe der Diözesanverband übernommen. Burger erläuterte aber, dass die Vorträge der KDFB-Referenten nichts kosten. Auch seien die Seminare für KDFB-Mitglieder billiger. Sie betonte, dass die Vorstandschaft unentgeltlich arbeitet. Abschließend hat Schreglmann zum Oktoberrosenkranz am 18. Oktober und zum Gedächtnistraining mit Marianne Schneider am 10. November eingeladen.

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