Frauenunion-Kreisvorsitzende kämpfen um bessere Entlohnung von Lehrkräften

Weiden. War der Appell der Frauen-Union an die Staatsministerin für Arbeit, Familie und Soziales, Ulrike Scharf, der Anstoß, dass Lehrerinnen und Lehrer künftig besser bezahlt werden sollen?

Ehrengast mit Blumen: Ministerin Ulrike Scharf mit den Gästen, darunter MdL Tobias Reiß, Tina Zeitler, Eva Nitsche, Susanne Reithmayer, MdL Stephan Oetzinger und Landrat Roland Grillmeier. Foto: FU

Zuletzt hatten viele Besucherinnen der Sommerlounge der Frauen-Union (FU) Nordoberpfalz vehement ihre Bitte um eine bessere Anerkennung und Honorierung von Grund- und Hauptschullehrern vorgetragen. Wenige Tage später gab Ministerpräsident Markus Söder bekannt: „Schrittweise wird mehr Geld für Lehrer an Grund- und Mittelschulen gezahlt“.

„Kinder nicht verwahren“

Die Kreisvorsitzenden der Frauen-Union, Tina Zeitler (Tirschenreuth), Susanne Reithmayer (Neustadt/WN) und Eva Nitsche (Weiden) hatten gemeinsam zur Diskussion mit Ministerin Ulrike Scharf in die „NahBAR“ im Schätzlerbad eingeladen. Lebhaft wurden vor allem die Themen Kinderbetreuung und Schule diskutiert. „Frauen wollen heutzutage arbeiten und gleichzeitig ihre Kinder nicht nur verwahrt, sondern gut aufgehoben und gefördert wissen“, sagte Nitsche. Corona habe da zum Teil tiefe Wunden hinterlassen.

Schulausbau besser fördern

„Gleichzeitig hinkt der Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten dem Zeitplan sowohl personell als auch bezüglich der Gebäude weit hinterher“, betonte Susanne Reithmayer. Ministerin Scharf versprach eine deutliche Beschleunigung durch die Freigabe finanzieller Mittel und die Erweiterung des Personenkreises für die Grundschulkinderbetreuung. „Es ist ein Unding, wenn eine ausgebildete Lehrerin als ungeeignet für die Kinderbetreuung bezeichnet wird, nur weil dieser Beruf nicht auf der Liste geeigneter Berufe steht“, sagte Tina Zeitler. Scharf versprach die Nachschulung der zuständigen Stellen und gab das Versprechen, die vielfältigen Anregungen mit nach München zu nehmen.

Interessierte Diskussionsteilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Frauen-Union. Foto: FU

Lehrer besser bezahlen

Ein weiteres Thema waren die steigenden Preise für Energie und Lebensmittel. „Bayern kann hier nichts Grundsätzliches lösen. Es werden jedoch Maßnahmen soweit möglich überlegt“, betonte die Ministerin. Einmütig appellierten die FU-Kreisvorsitzenden an die Ministerin, die angekündigte finanzielle Aufwertung der Mittelschullehrer und -lehrerinnen auch für Grundschullehrkräfte anzuwenden.

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